Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
20.04.2026 19:46

ROUNDUP 2: Unicredit kritisiert Commerzbank - Reaktion: 'Nicht glaubwürdig'

(neu: Reaktion der Commerzbank vom Abend, Schlusskurse)

MAILAND/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank-Großaktionärin Unicredit hält den Übernahmekampf mit Kritik am Geschäftsmodell des Frankfurter Dax-Konzerns am Leben. Die Commerzbank schreibe seit Jahren eine "Geschichte operativer Underperformance" und sei inzwischen überbewertet, schrieb die Unicredit am Montagmorgen unter dem Titel "Commerzbank. Ein neues Kapitel". Nach Börsenschluss folgte die Retourkutsche aus Frankfurt: Die Ideen aus Mailand seien nur ein Versuch, das Geschäftsmodell der Commerzbank aufzubrechen - und "kein glaubwürdiger Plan zur Wertsteigerung".

An der Börse ging der Montag für die Aktien der beiden Institute gegensätzlich aus: Während die Commerzbank-Aktie gut ein Prozent auf 36,48 Euro gewann, ging das Unicredit-Papier am Abend mit einem Kursverlust von mehr als fünf Prozent auf 67,99 Euro aus dem Handel. Am Morgen hatte die britische Investmentbank Barclays ihr Kursziel für die Commerzbank von 36 auf 42 Euro angehoben und die Aktien von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft.

Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte dem Frankfurter Geldhaus am Morgen strukturelle Schwächen attestiert. "Die Entscheidung ist einfach: entweder den derzeitigen Kurs der anhaltenden Underperformance fortsetzen oder durch eine Transformation neue Wege beschreiten. Von Plan zu Plan überleben oder die Bank fit machen für die Zukunft", sagte er in einer Telefonkonferenz: Der derzeitige Kurs der Commerzbank werde "mittelfristig ihr Überleben gefährden".

"Unicredit ist als bedeutender Aktionär der Ansicht, dass die Commerzbank auf zukünftige Herausforderungen unzureichend vorbereitet ist und sich zu sehr auf kurzfristigen Erfolg konzentriert", teilte das italienische Geldhaus mit.

In ihrer Präsentation spielt die Unicredit zwei Szenarien durch: Zum einen eine weiterhin eigenständige Commerzbank, die dann bis 2028 sehr viel sparen und sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren müsste, zum anderen einen Zusammenschluss mit der Unicredit und damit deren deutscher Tochter Hypovereinsbank (HVB) mit einem Zeithorizont bis 2030. In beiden Fällen hält die Unicredit-Führung deutlich höhere Gewinne für machbar, als Experten bisher von der Commerzbank erwarten.

Nach Dafürhalten der Unicredit sollte die Commerzbank in jedem Fall ihren Fokus auf Deutschland und Polen verstärken und gleichzeitig ihre internationalen Aktivitäten zurückfahren. Letztere seien "überdimensioniert, fragmentiert, risikoreicher, operativ komplex und ineffizient", analysierte die Unicredit-Führung.

Sollte es zu einer Übernahme kommen, würde nach Angaben Orcels die eigentliche Integration, Zusammenführung oder Fusion frühestens im Jahr 2029 beginnen. Darum habe die Unicredit jetzt auch ihren Standpunkt darlegen müssen, argumentiert Orcel: "Es blieb keine Zeit mehr zum Abwarten, zumal die Tür kurz nach Ostern geschlossen wurde."

Die Commerzbank mit ihrer Vorstandschefin Bettina Orlopp will davon jedoch nichts wissen. Die Spitze des Dax-Konzerns warf dem italienischen Institut am Abend eine "anhaltend feindliche Taktik und irreführende Darstellungen" vor.

"Es ist erstaunlich, dass Unicredit über 18 Monate benötigt hat, um einen unabgestimmten Plan vorzulegen, der trotz regelmäßiger Investorenmeetings in diesem Zeitraum ein grundlegendes Verständnis für die Treiber unseres Geschäftsmodells vermissen lässt", sagte Orlopp. "Sämtliche heute präsentierten vermeintlichen Vorteile eines Zusammenschlusses bleiben vage und liegen weit in der Zukunft."

Dabei zeigte sich Orlopp weiterhin von ihrem eigenen Konzept überzeugt: "Unsere Strategie schafft nachweislich und verlässlich Wert bei begrenztem Umsetzungsrisiko." Bei der Vorlage der Zahlen des ersten Quartals wolle die Commerzbank am 8. Mai ihre aktualisierte Strategie und ihre Finanzziele für das Jahr 2030 vorstellen.

Die Commerzbank hatte kurz nach Ostern einen Austausch mit Unicredit bestätigt, aber zugleich mitgeteilt, es sei derzeit keine einvernehmliche Lösung erkennbar. Die skizzierten Eckpfeiler einer Transaktion hätten kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial für Commerzbank-Aktionäre über die jetzige Strategie hinaus aufgezeigt.

Unicredit-Chef Orcel wirbt seit dem Einstieg seines Instituts bei der Commerzbank im September 2024 für eine Übernahme. Europa brauche im Wettlauf mit starken US-Geldhäusern größere Banken.

Die Unicredit rechnet vor: Aus einem Zusammenschluss von Commerzbank und HVB entstünde ein deutscher Marktführer mit mehr als 600 Filialen, rund acht Prozent Marktanteil und europaweit mehr als 35 Millionen Kunden. Statt der befürchteten Streichung von 15.000 Jobs in Deutschland würden über einen Zeitraum von fünf Jahren "weniger als die Hälfte" wegfallen, versichert die Unicredit./stw/ben/tih/he



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
COMMERZBANK AG 36,370 EUR 21.04.26 12:33 Xetra
MBANK SA 117,789 USD 18.07.23 16:35 FINRA ot...
UNICREDIT SPA 67,940 EUR 21.04.26 12:27 Tradegat...
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   8 9 10 11 12    Berechnete Anzahl Nachrichten: 620     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
21.04.2026 05:59 RBC belässt Rio Tinto auf 'Sector Perform' - Ziel 6400 Pence
21.04.2026 05:58 Jefferies belässt Rio Tinto auf 'Hold' - Ziel 7000 Pence
21.04.2026 05:57 JPMorgan belässt Bayer auf 'Overweight' - Ziel 50 Euro
21.04.2026 05:50 Außenminister beraten über Lage in Nahost und Ukraine-Krieg
21.04.2026 05:50 Umweltminister eröffnet Petersberger Klimadialog in Berlin
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Stuttgarter Nachrichten' zur Kriminalstatisti...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Zeitung' zu Verfassungsschutz/Vol...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zur Energiepolitik d...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Volksstimme' zur Bulgarien-Wahl
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Reutlinger General-Anzeiger' zur Krankenkasse...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Kerosinmangel
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zur öffentli...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Badische Zeitung' zur neuesten Entwicklung im...
21.04.2026 05:35 Pressestimme: 'Weser-Kurier' zur Kriminalstatistik
21.04.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum
21.04.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
21.04.2026 04:00 Chinesische Marken drängen nach Deutschland und Europa
21.04.2026 03:38 Chefwechsel bei Apple: Hardware-Boss übernimmt von Tim Cook
21.04.2026 02:05 EQS-News: Remi führt proaktiv eine programmierbare Complian...
21.04.2026 02:00 Vor 50 Jahren - als Aldi die USA eroberte
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
21.04.2026

ECOFIN U S RENEWABLES INFRA TST PLC
Geschäftsbericht

BLIFE INVESTMENT CORPORATION
Geschäftsbericht

CROSSWORD CYBERSECURITY PLC
Geschäftsbericht

PSG INVESTMENT BANK
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services