Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
15.04.2026 14:34

ROUNDUP: SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Vorstellung der Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) melden die Koalitionspartner SPD und CSU noch größeren Änderungsbedarf an. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte in Berlin, es gebe momentan "eine gewisse Schlagseite" zu einer einseitigen Belastung der Versicherten. Noch auf den Tisch kommen könnte die Frage einer stärkeren Steuerfinanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger. Patientenvertreter, Krankenkassen und Opposition warnten vor zu vielen Lasten für Versicherte.

Die CSU-Gesundheitspolitikerin Emmi Zeulner sagte: "Wir stehen zu notwendigen Reformen im Gesundheitssystem - aber sie müssen gerecht, ausgewogen und für die Menschen nachvollziehbar sein." Es könne nicht sein, dass Beitragszahler jährlich 10 bis 12 Milliarden Euro für Bürgergeldempfänger zahlten, Ehepartner aber aus der solidarischen Mitversicherung herausgedrängt würden. "Das widerspricht jedem Gerechtigkeitsempfinden."

Steuergeld für Bürgergeldempfänger?

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte sich dagegen gewandt, die Beiträge der Bürgergeldempfänger voll aus dem Bundesetat zu finanzieren statt aus GKV-Mitteln. Auch Warken machte deutlich, dass der Koalition im Moment haushaltstechnisch die Hände gebunden seien. SPD-Politiker Wiese äußerte sich zu dem Thema gesprächsbereit. Das Problem sei vor allem, dass sich dies wegen Haushaltslücken nicht einfach bezahlen lasse. "Trotzdem werden wir das auf der Strecke mit dem Koalitionspartner uns noch mal anschauen."

Warken hatte Kernpunkte eines Sparpakets vorgelegt, das die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) um 20 Milliarden Euro entlasten soll. Dies wäre mehr als die für 2027 erwartete Lücke von 15 Milliarden Euro und soll erneute Anhebungen der Zusatzbeiträge verhindern. Im Blick stehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Ein Gesetzentwurf soll am 29. April ins Bundeskabinett kommen.

Kassen für mehr Einsparungen bei Anbietern

Die oppositionellen Grünen kritisierten die Pläne als vertane Reformchance. "Beitragszahler und Betriebe werden belastet, während man sich vor den großen Kostentreibern und einflussreichen Lobbyinteressen wegduckt", sagte der gesundheitspolitische Sprecher Janosch Dahmen der Deutschen Presse-Agentur. Statt das strukturelle Finanzierungsproblem anzugehen und die Beitragszahler in Krisenzeiten sogar zu entlasten, werde weiter am Symptom kuriert.

Der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, sagte: "Mit einer entschlossenen Kostendämpfungspolitik müssten keine Leistungen gekürzt werden." Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, nannte es unausgewogen, dass wohl mehr als ein Drittel der angepeilten Einsparungen von den Beitragszahlern kommen solle.

Kritik an Plänen zur Hautkrebsvorsorge

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, monierte: "Eine gerechte Lastenverteilung sieht anders aus." Keinesfalls trügen alle zur Schließung des Finanzloches bei. Der Bund mache sich aus dem Staub. Ebenso gebe es kein Bonus-Malus-System bei der Vergütung der Krankenhäuser und Arztpraxen. "Die Qualität der Patientenversorgung spielt weiterhin keine Rolle."

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft warnte vor einem Stopp der alle zwei Jahre möglichen Hautkrebsvorsorge auch ohne Symptome auf Kosten der Kassen. Früh erkannt, sei Hautkrebs in vielen Fällen sehr gut und kostengünstig behandelbar. Späte Diagnosen verteuerten die therapeutische Versorgung.

Proteste von Klinikbranche und Kassenärzten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft nannte die Kürzungspläne maßlos, realitätsfern und brandgefährlich für die Versorgung. "Diese Vorschläge bedeuten nichts anderes als ein staatlich veranlasstes Kliniksterben", sagte Verbandschef Gerald Gaß. Anders als etwa bei der Pharmaindustrie würden keine Gewinne "abgeschöpft", sondern Verluste tiefer ins Minus getrieben.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte, dass Abstriche bei Vergütungen den Wegfall von Millionen Terminen zur Folge haben würden. Entziehe man diesem Bereich Milliarden an ohnehin zu knappen Finanzmitteln, reiße dies weitere Löcher in die Versorgung. Das gehe zulasten der Patienten./sam/tam/had/DP/nas



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   20 21 22 23 24    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.262     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
15.04.2026 18:26 Berichte: BBC plant Abbau von 2.000 Stellen
15.04.2026 18:26
15.04.2026 18:18 Freenet prüft für waipu.tv strategische Optionen - Auch B?...
15.04.2026 18:15 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger an der Seitenlinie...
15.04.2026 18:11 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Schwächer - Luxuswerte und A...
15.04.2026 18:06 EQS-News: Das spanische Label ABARCA expandiert nach Deutsch...
15.04.2026 18:02 EQS-Adhoc: AIXTRON SE kündigt Ausgabe einer Wandelschuldver...
15.04.2026 18:02 Bauer Media schließt Digitaleinheit - 160 Stellen betroffen
15.04.2026 18:00 EQS-News: Mikron-Aktionäre stimmen allen Anträgen des Verw...
15.04.2026 18:00 EQS-News: Aktionärinnen und Aktionäre von Cicor genehmigen...
15.04.2026 17:59 EQS-Adhoc: Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft: H...
15.04.2026 17:59 Aktien Europa Schluss: Schwächer - Luxuswerte und ASML unte...
15.04.2026 17:58 Pistorius: In der Ukraine-Hilfe nicht nachlassen
15.04.2026 17:57 EQS-Stimmrechte: Knorr-Bremse Aktiengesellschaft (deutsch)
15.04.2026 17:52 Aktien Frankfurt Schluss: Anleger an der Seitenlinie - Nahos...
15.04.2026 17:50 EQS-News: ZPMC-Tochtergesellschaften werden im Rahmen von Ch...
15.04.2026 17:45 EQS-News: freenet unterstützt strategische Optionen für se...
15.04.2026 17:35 WOCHENVORSCHAU: Termine bis 29. April 2026
15.04.2026 17:35 TAGESVORSCHAU: Termine am 16. April 2026
15.04.2026 17:29 JPMorgan hebt Ziel für BBVA auf 23,60 Euro - 'Overweight'
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
16.04.2026

VECTOR CAPITAL PLC
Geschäftsbericht

DOOSAN SOLUS
Geschäftsbericht

MAUNA KEA TECHNOLOGIES SA
Geschäftsbericht

MITRA ENERGY INC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services