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15.04.2026 09:17

OTS: Roland Berger / Arbeit für rund 2 Dollar pro Stunde: Humanoide Roboter ...

    Arbeit für rund 2 Dollar pro Stunde: Humanoide Roboter als nächste
Billionen-Dollar-Industrie (FOTO)
München (ots) -

- Neue Roland Berger Studie prognostiziert langfristig mehrere Billionen USD
  Marktvolumen.
- Milliardenchance für Industrie, Zulieferer und Technologieanbieter.
- Europa benötigt eigene industrielle Strukturen, um von den Vorteilen zu
  profitieren.

Humanoide Roboter stehen vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die
industrielle Skalierung. Die aktuelle Roland Berger Studie Humanoid Robots 2026
- The Convergence Moment for a New Market zeigt: Durch Fortschritte bei KI und
Robotik-Hardware könnten humanoide Systeme perspektivisch zu Betriebskosten von
rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie
Deutschland ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue
Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Laut der Studie dürften Robotik-Hersteller bis 2035 einen Umsatz von 300
Milliarden US-Dollar erreichen; in optimistischeren Rechenszenarien bis zu 750
Milliarden US-Dollar. Langfristig könnte der Markt bis zu vier Billionen
US-Dollar erreichen, und damit das Potenzial, eine Marktgröße wie die der
Automobilindustrie zu erlangen.

"Wir erleben gerade, wie technologische Machbarkeit auf wirtschaftliche
Notwendigkeit trifft. Die entscheidende Frage ist also nicht mehr, ob humanoide
Roboter kommen, sondern wie schnell sie skalieren," sagt Thomas Kirschstein,
Partner bei Roland Berger.

Milliardenchance entlang der Wertschöpfungskette

Humanoide Roboter schaffen neue Absatzmärkte weit über den eigentlichen Roboter
hinaus: von Motoren, Mechanik und Sensoren bis hin zu Elektronik und
Produktionsausrüstung - eine komplexe Wertschöpfungskette, die in großen Teilen
auf bestehenden Industriekompetenzen aufbaut.

Bis humanoide Roboter vollständig autonome Produktionsaufgaben übernehmen
können, muss die Technik weiter fortschreiten. Während die Hardware bereits in
einem fortgeschrittenen Stadium ist, reifen Software, Lieferketten oder
Regulierungen sukzessive nach. Der Nutzen wird sich zunächst in klar
abgegrenzten, repetitiven Anwendungen zeigen, wie etwa Gegenstände auspacken
oder transportieren. Erst mit wachsender Software-Reife können sich die
Tätigkeiten ausdehnen.

Auch Themen wie Haltbarkeit und Sicherheits- und Haftungsfragen entscheiden über
Geschwindigkeit und Breite der Industrialisierung. So müssen die komplexen
Systeme einen Dauerbetrieb in teils rauen Produktionsumgebungen aushalten.

Bestehende Sicherheitsstandards sind auf klassische, eingezäunte Automation
ausgelegt. Humanoide Roboter arbeiten hingegen dynamisch und bewegen sich in den
gleichen Räumlichkeiten wie Menschen. Dafür braucht es neue Test- und
Zertifizierungslogiken sowie einheitliche Gesetzgebung.

Europa benötigt eine eigene Value Chain

Zwar verfügt Europa über eine starke industrielle Basis, insbesondere in
Automobilbau, Maschinenbau und Automatisierung, doch Investitionen, Stückzahlen
und Startup-Ökosysteme sind aktuell noch hinter den USA und China zurück. Der
Kontinent hat den Anschluss laut der Studie noch nicht verloren, muss aber
entschlossen handeln.

Thomas Kirschstein, Partner bei Roland Berger, sagt: "Europa hat die
technologischen Fähigkeiten, in Zukunft von humanoiden Robotern zu profitieren.
Was fehlt ist die Entschlossenheit, in eigene Wertschöpfungsketten zu
investieren und schnell zu skalieren."

Humanoide Roboter eröffnen mit Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde
die Möglichkeit, auch arbeitsintensive Produktion wieder wirtschaftlich nach
Europa zu holen. Voraussetzung dafür ist eine europäische
Wertschöpfungsstruktur: mehr Skalierung, mehr Investitionen und eine enge
Verzahnung von Industrie, Zulieferern und Technologieanbietern. Gelingt das
nicht, droht Europa von fremden Technologien abhängig zu werden, obwohl Europa
heute mehr als 20 Startups für Humanoide Roboter hat. Ohne eine eigene
industrielle Wertschöpfungskette, die mit den USA und China mithalten kann,
würde ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Effekte außerhalb Europas
entstehen, wie es heute bereits in Teilen der KI-Industrie zu beobachten ist.

Über die Studie

Die Studie "Humanoid Robots 2026 - The Convergence Moment for a New Market"
analysiert Marktpotenziale, die Ökonomie humanoider Robotik sowie technologische
und regulatorische Voraussetzungen für die Skalierung. Sie basiert auf
Marktinterviews, Modellierungen und internen Daten von Roland Berger. Sie
beleuchtet zudem regionale Ökosysteme sowie erste industrielle Einsatzfelder.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen: https://content.rolandber
ger.com/hubfs/07_presse/Roland_Berger_Humanoid_Robots_2026.pdf

Über Roland Berger

Roland Berger ist eine weltweit führende Strategieberatung mit einem breiten
Leistungsangebot für alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland
Berger wurde 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in München. Die
Strategieberatung ist vor allem für ihre Expertise in den Bereichen
Transformation, industrieübergreifende Innovation und Performance-Steigerung
bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu
verankern. Roland Berger erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

Pressekontakt:

Julia Frank
Corporate Communications & PR
Tel.: +49 160 744 3507
E-Mail: mailto:julia.frank@rolandberger.com
http://www.rolandberger.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32053/6255617
OTS:               Roland Berger


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