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13.04.2026 11:47

OTS: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken / BVR ...

    BVR senkt Konjunkturprognose anlässlich des Irankriegs -
wachstumsstärkende Reformen wichtiger als kurzfristige Entlastungen
Berlin (ots) - Angesichts des anhaltenden Irankriegs schraubt der Bundesverband
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) seine Wachstumsprognose für
Deutschland herunter und hebt die Inflationserwartungen an, wie aus seinem heute
vorgelegten Konjunkturbericht hervorgeht. Seine Inflationsprognose erhöht der
BVR für das Jahr 2026 in Deutschland um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr 2,8
Prozent. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird nur noch 0,8 Prozent
betragen und damit 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor angenommen. Die Lage
bleibe angesichts der fragilen Waffenruhe, der vorläufig gescheiterten
Friedensverhandlungen und der von den USA angekündigten Blockade der Straße von
Hormus unsicher.

"Die heute von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Spritpreis-Steuer
entlastet Bürger und Unternehmen von den derzeit sehr hohen Benzin- und
Dieselpreisen. Es ist aber wichtig, dass diese Maßnahme wie angekündigt zeitlich
begrenzt bleibt, um die öffentlichen Haushalte nicht übermäßig zu belasten", so
BVR-Präsidentin Marija Kolak. Die Konjunktur in Deutschland werde durch den
anhaltenden Irankrieg erheblich belastet. Umso dringender sei es, dass die
Bundesregierung nun konkrete wachstumsstärkende Reformen in Gang setze wie
beispielsweise mit den heute angekündigten Vorschlägen zur künftigen
Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

"Das Ziel, die Beitragssätze der Sozialversicherung zu stabilisieren, ist aber
nicht ambitioniert genug. Perspektivisch sollten die Beitragsätze wieder unter
die Marke von 40 Prozent gesenkt werden. Das hieße mehr netto vom brutto für
Arbeitende und wäre damit gleichzeitig eine Stärkung des privaten Verbrauchs und
eine spürbare Kostenentlastung für den Mittelstand", empfiehlt Kolak. Darüber
hinaus bleibe es dringlich, die bürokratischen Belastungen für den Mittelstand
zu verringern und die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Auch
sollte die Bundesregierung ein starkes Signal für wettbewerbsfähige Strompreise
aussenden, indem sie in der Energiepolitik stärker auf Marktwirtschaft setzt und
die Stromsteuer für alle Unternehmen auf das europäische Minimum senkt.

Weltwirtschaft erleidet Energie- und Angebotsschock

Dem aktuellen Konjunkturbericht des BVR zufolge stellt der Irankrieg für die
Weltwirtschaft einen erheblichen Energie- und Angebotsschock dar, dessen
Auswirkungen auch über ein mögliches Ende der militärischen Auseinandersetzungen
hinaus spürbar bleiben dürften. Auch an den Finanzmärkten zeigen sich die
Auswirkungen des Krieges: Aktienkurse gaben nach, während die Renditen von
Anleihen deutlich stiegen. Die Geldpolitik steht vor einem schwierigen
Balanceakt. Zinserhöhungen können die Ursachen des Energiepreisschocks nicht
beseitigen, könnten aber die Konjunktur zusätzlich schwächen. Gleichzeitig
bleibt es entscheidend, dass sich Inflationserwartungen nicht dauerhaft vom
Zielwert lösen.

Der aktuelle BVR-Konjunkturbericht steht heute ab 14:00 Uhr unter Publikationen
- Volkswirtschaft - BVR - Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (https://www.bvr.de/Publikationen/Volkswirtschaft) zum Download
bereit.

Pressekontakt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin
Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6254143
OTS:               BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenban
ken


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