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02.04.2026 05:00

Giesecke+Devrient: Krisen bringen Rekordaufträge

Sicherheitstechnik und Bargeld

München (dpa) - Krisen und Kriege bescheren dem Münchner Sicherheitstechnik- und Banknotenhersteller Giesecke+Devrient florierende Geschäfte. Im vergangenen Jahr verzeichnete das 1852 gegründete Unternehmen mit einem Auftragseingang von 3,6 Milliarden Euro den höchsten Wert seiner Geschichte, wie Vorstandschef Ralf Wintergerst der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das war ein Anstieg um acht Prozent. Der Umsatz stieg um 1,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn allerdings sank wegen eines Steuereffekts um gut 3 Prozent auf 85 Millionen Euro.

Bezahltechnologie alt und neu 

Der Münchner Konzern ist mit seinen weltweit 14.500 Mitarbeitern ein Unternehmen, dessen Produkte quasi jeder kennt und nutzt, ohne dass der Firmenname sonderlich prominent wäre. Neben der Bundesdruckerei ist G+D das einzige deutsche Unternehmen, das Euro-Banknoten druckt. 

Immer größere Bedeutung gewinnt jedoch die Hightech-Sparte: Neben den Banknoten stellt Giesecke+Devrient unter anderem Sicherheitstechnik für Behörden oder die Telekommunikationsbranche sowie Software für Banken und Versicherungen her. Dazu zählen Software für Verschlüsselung und Authentifizierung ebenso wie Chips für Kredit- und Girokarten oder SIM- und eSIM-Karten für Mobiltelefone. Der Konzern ist nicht börsennotiert und steht daher selten im Rampenlicht. 

Quantencomputer bringen neue Herausforderungen

«Unsere drei Geschäftsbereiche sind alle gleichmäßig gut gefahren», sagte Wintergerst. «Sicherheitstechnologie ist im Aufwind.» Sehr stark wächst nach den Worten des Managers der Geschäftsbereich digitale Sicherheit: «Wir müssen alle Produkte auf das Zeitalter der Quantencomputer vorbereiten.»

Da Quantencomputer eine sehr viel höhere Rechenleistung haben als herkömmliche Rechner, werden diese in nicht allzu ferner Zukunft womöglich bisherige Verschlüsselungen brechen können. «Dafür brauchen wir längere Schlüssel», sagte Wintergerst. «Eine Frage ist, ob diese noch auf die bisherigen Chips passen.»

Das Unternehmen will seine Aktivitäten als Dienstleister für die Finanzbranche ausbauen. Im Dezember hatte G+D den Bereich Dienstleistungen für Bezahltechnologie und Banken von einer Tochter des Bundesverbands deutscher Banken übernommen. «Wir werden kein Bezahldienstleister, aber wir bieten Lösungen etwa für die Authentifizierung von Bezahltransaktionen», sagte Wintergerst.

Bargeld stark gefragt

Doch in schlechten Zeiten floriert auch die herkömmliche Bezahlweise: Bargeld. Im Bereich Banknoten verzeichnete G+D 2025 den höchsten Auftragsbestand der Firmengeschichte, wie Wintergerst sagte. «Wenn die Unsicherheit steigt, greifen viele Menschen auf Bargeld zurück. In vielen Ländern verlassen sich die Leute aber nicht auf inflationsgefährdete lokale Währungen.» Bevorzugt würden zwei Währungen zurückgelegt: der Euro und der Dollar.

Der Hintergrund: Weltweit nimmt der Bargeld-Anteil im Zahlungsverkehr zwar ab, doch nach Zahlen der Bundesbank ist die im Umlauf befindliche Bargeldmenge in den vergangenen Jahren dennoch gestiegen - ein Indiz, dass viele Menschen Bares daheim oder im Bank-Schließfach aufbewahren. Dank des hohen Auftragsbestands blickt die G+D-Chefetage auch optimistisch auf das laufende Jahr: «Wir gehen von weiterem Umsatzwachstum aus.»



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