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01.04.2026 10:35

OTS: VNG AG / Erfolgreiche Bilanz 2025: VNG mit stabilem Ergebnis in bewegten ...

    Erfolgreiche Bilanz 2025: VNG mit stabilem Ergebnis in bewegten Zeiten
(FOTO)
Leipzig (ots) - Robuste Ertragslage in volatilem Umfeld - Bereinigtes EBITDA von
422 Mio. Euro über Erwartungen - Versorgungssicherheit bleibt Kernaufgabe -
Investitionen in Biogas, Wasserstoff und Infrastruktur mit Augenmaß -
Verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend für Hochlauf grüner Gase

"VNG blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, welches wir in
Summe mit einem sehr positiven Ergebnis abschließen. Trotz eines anspruchsvollen
Marktumfelds und großer geopolitischer Unsicherheiten hat VNG ihren
wirtschaftlich stabilen Kurs fortgesetzt. Unser Fokus liegt weiterhin auf der
gaswirtschaftlichen Wertschöpfungskette und dem Betrieb kritischer
Infrastruktur. Über alle Geschäftsbereiche sichern wir Versorgungssicherheit mit
Gas", resümiert Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, anlässlich der
diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

VNG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem bereinigten EBITDA von 422 Mio. Euro
abgeschlossen (2024: 430 Mio. Euro). Damit liegt das operative Ergebnis fast auf
Vorjahresniveau, aber deutlich über den Erwartungen. Das auf die Anteilseigner
der VNG AG entfallende Konzernergebnis beläuft sich auf 200 Mio. Euro (2024: 232
Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg von 33 % auf 41 % und festigt die sehr
solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des VNG-Konzerns. "Unsere finanzielle
Stärke gibt uns die nötige Stabilität, um das Bestandsgeschäft gezielt
weiterzuentwickeln, in die Infrastruktur erneuerbarer und dekarbonisierter Gase
wie Biogas und Wasserstoff zu investieren und damit zugleich regionale
Wertschöpfung zu schaffen. 2025 haben wir konzernweit Investitionen von 244 Mio.
Euro getätigt - überwiegend in Ostdeutschland und weitgehend aus eigener Kraft",
betont Bodo Rodestock, VNG-Vorstandsmitglied für Finanzen und Personal. Im
Geschäftsjahr 2025 erzielte VNG einen abgerechneten Umsatz von rund 18 Mrd. Euro
(2024: rund 16 Mrd. Euro). Der VNG-Konzern beschäftigte zum 31.12.2025 insgesamt
2.049 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sichere Gasversorgung bleibt zentrale Aufgabe

Die Versorgungssicherheit stand auch 2025 im Mittelpunkt des unternehmerischen
Handelns von VNG. Ein breit diversifiziertes Beschaffungsportfolio aus
verlässlichen pipelinegebundenen Liefermengen sowie LNG-Importen,
leistungsfähige Speicher und ein belastbares Fernleitungsnetz bildeten das
Fundament für eine sichere Gasversorgung. "Versorgungssicherheit ist keine
Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis vorausschauender Entscheidungen und
zuverlässiger Infrastruktur. Unsere Netze und Speicher stellten auch in Phasen
hoher Nachfrage ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis", so Heitmüller.

Alle Geschäftsbereiche leisten positiven Ergebnisbeitrag

Im Geschäftsjahr 2025 profitierte die ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS) - u. a.
aus Mehrvermarktungen - von höheren Transporterlösen. Parallel dazu treibt
ONTRAS den Umbau ihrer bestehenden Gasinfrastruktur voran. Mit dem ONTRAS
H2-Startnetz als Teil des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes verantwortet
ONTRAS künftig rund 600 Kilometer Wasserstoffleitungen. Bei rund 80 % der
Leitungen werden bestehende Erdgasleitungen umgestellt und 20 % entstehen durch
Neubau. Zum Gesamtergebnis leistete der Transportbereich einen Beitrag in
unterer dreistelliger Millionenhöhe.

Im Geschäftsbereich Handel & Vertrieb lieferten das Großkunden- und
Handelsgeschäft einen wichtigen Beitrag. Die VNG Handel & Vertrieb (VNG H&V)
versorgt über 400 Kunden, vor allem Stadtwerke, Weiterverteiler, Industriekunden
und Kraftwerke. Neben dem Inland werden auch Erdgaslieferungen in Polen,
Tschechien, Österreich sowie für eine Vielzahl europäischer Handelspunkte
erbracht. Die VNG H&V und ihre Tochtergesellschaften bieten zudem Strom,
Zertifikate und Biomethanmengen an. Das diversifizierte Beschaffungsportfolio -
u. a. mit Pipeline-Lieferungen aus Norwegen und Algerien sowie LNG-Bezug über
FSRU-Terminals - erwies sich auch 2025 als stabil. Der Gasabsatz lag im
Geschäftsjahr 2025 bei rund 411 Mrd. kWh (2024: rund 352 Mrd. kWh). Das
Endkundengeschäft der goldgas GmbH leistete einen planmäßigen Ergebnisbeitrag.
Das Biomethanhandelsgeschäft wurde mit der bmp greengas GmbH weiter gestärkt und
in die Gesamtstrategie integriert. In Summe erwirtschaftete der Geschäftsbereich
Handel & Vertrieb ein Ergebnis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Im Geschäftsbereich Speicher trübte sich das Marktumfeld ein, wobei sich u. a.
geringere Sommer-Winter-Spreads als herausfordernd für die Vermarktung erwiesen.
Zu Jahresbeginn 2025, während sehr hoher Ausspeicherungen infolge kalter
Witterung, zeigte sich erneut die Bedeutung leistungsfähiger Speicher als
Stabilitätsanker des Energiesystems. "Unsere Untergrundgasspeicher sichern die
Versorgung in Zeiten besonders hoher Nachfrage und stellen kurzfristig Gas
bereit, wenn es gebraucht wird", so Heitmüller. Mit einer Gesamtkapazität von
rund 31 TWh an vier Standorten leistet die VNG Gasspeicher GmbH weiterhin einen
zentralen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Aus dem operativen Geschäft
erzielte der Speicherbereich ein bereinigtes EBITDA in oberer mittlerer
zweistelliger Millionenhöhe.

Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie konnte die BALANCE Erneuerbare Energien GmbH
(BALANCE) durch die Partnerschaft mit dem Infrastrukturinvestor CVC DIF
nachhaltig gestärkt werden und ihre Marktposition als ein führender
Biogasanlagenbetreiber Deutschlands ausbauen. Derzeit betreibt BALANCE
Biogasanlagen an 40 Standorten in Nord- und Ostdeutschland. Mit einer
installierten Feuerungswärmeleistung von nunmehr rund 241 MWFWL (2024: rund 197
MWFWL) können rechnerisch mehr als 227.000 Haushalte mit klimafreundlicher
Energie versorgt werden. "Biogas bleibt für VNG ein systemrelevanter und vor
allem flexibler und regional produzierter Energieträger, der
Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Klimaschutz miteinander verbindet",
berichtet Hans-Joachim Polk, VNG-Vorstandsmitglied für Infrastruktur und
Technik. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds - geprägt von vereinzelt
rückläufiger Biomethannachfrage - steuerte dieser Geschäftsbereich ein Ergebnis
in unterer zweistelliger Millionenhöhe bei.

Der Geschäftsbereich digitale Infrastruktur entwickelte sich positiv. VNG
investiert gezielt in den Glasfaserausbau und das vorwiegend regional geprägte
Infrastrukturservicegeschäft. Dieser Geschäftsbereich leistete einen Beitrag im
niedrigen zweistelligen Millionenbereich zum Gesamtergebnis und zahlt auf die
Diversifizierung des Geschäftsportfolios des VNG-Konzerns ein.

Transformation mit Augenmaß: Biogas, Wasserstoff und Infrastruktur

VNG treibt ihre Transformation hin zu erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen
konsequent, aber mit Augenmaß und dem Blick auf Wirtschaftlichkeit voran. Biogas
bleibt dabei ein zentraler Baustein. Im Zuge dessen wurde das Anlagenportfolio
vergrößert und weiterentwickelt, die regionale Wertschöpfung zusätzlich gestärkt
und die Produktpalette im Bereich Biomethan diversifiziert.

VNG trägt im Bereich der Transformation auch zum schrittweisen Aufbau einer
Wasserstoffwirtschaft bei. Mit dem Energiepark Bad Lauchstädt entsteht in
Kooperation mit sechs Konsortialpartnern erstmals die gesamte
Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab. Im Jahr
2025 wurden hier weitere Meilensteine erreicht: ONTRAS nahm eine 25 Kilometer
lange Transportleitung in Betrieb, die zugleich das erste Teilstück des
Wasserstoff-Kernnetzes in Ostdeutschland ist. Ebenfalls begannen die Montage der
Stacks des 30 MW-Elektrolyseurs und die stufenweise Inbetriebnahme der
Gesamtanlage. Noch 2026 soll der erste grüne Wasserstoff in Richtung Leuna
fließen. Künftig sollen jährlich ca. 2.700 Tonnen des erneuerbaren
Energieträgers auf Basis regionaler Windenergie ins Netz eingespeist, zum
Ankerkunden TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland transportiert und
industriell genutzt werden. "Wir sind Early Mover im Wasserstoffmarkt - mit
allen Chancen und Risiken. Der Hochlauf verläuft derzeit allerdings deutlich
langsamer als politisch geplant. Deshalb prüfen wir Investitionen zur Umsetzung
unserer Strategie 'VNG 2030+' stets sorgfältig auf regulatorische
Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit", betont Heitmüller.

Perspektivisch wird Deutschland den hohen Wasserstoffbedarf jedoch nicht nur
durch heimische Produktion aus Elektrolyse decken können. Daher entwickelt VNG
mit internationalen Partnern Wasserstoffprojekte, die über das entstehende
Leitungsnetz Kunden mit Wasserstoff versorgen können und bei der Reduktion von
CO2-Emissionen unterstützen. So prüft VNG mit Partnern internationale
Wertschöpfungsketten, u. a. die Möglichkeit Ammoniak in Rostock anzulanden und
dort anschließend in Wasserstoff umzuwandeln. Parallel wird in einem weiteren
Projekt die Dekarbonisierung von norwegischem Erdgas bewertet. "Die Hansestadt
Rostock bietet optimale Bedingungen, einen wichtigen Beitrag für den
Wasserstoffhochlauf zu leisten: Mit dem Hafen, der vorhandenen Infrastruktur und
nicht zuletzt dem geplanten Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz", erläutert
Polk.

Ergänzend dazu prüft VNG mögliche Optionen im Bereich Carbon Management.
"Gemeinsam mit Marktpartnern ermitteln wir derzeit die Umsetzbarkeit und
Marktfähigkeit der technologischen Ansätze zur Reduktion von unvermeidbaren
CO2-Emissionen. Wir brauchen aber auch hier stabile, kapitalmarktfähige
Rahmenbedingungen für CCS und CCU, um Investition anzuschieben und Risiken
abzusichern. Dies umfasst die CO2-Transportinfrastruktur, wettbewerbsfähige
Transportentgelte, auch speziell für ostdeutsche energieintensive Emittenten,
sowie CO2-Speicherprojekte", so Polk weiter.

Ausblick: Stabilität sichern, klare Wachstumsstrategie und Transformation
fortsetzen

Mit Blick auf 2026 resümiert Heitmüller: "Wir wollen weiter wachsen - im
Bestandsgeschäft und in unseren Zukunftsfeldern. Um dafür notwendige
Investitionen in bestehende Infrastruktur, den schrittweisen Ausbau von
Wasserstoff, Biogas und perspektivisch CCS, auslösen zu können, brauchen wir
jedoch jetzt verlässliche und praxistaugliche politische Rahmenbedingungen. VNG
wird diesen Weg weiter aktiv gestalten - mit einer klaren Phasenlogik, die
Risiken begrenzt, Wirtschaftlichkeit fokussiert und Handlungsfähigkeit sichert."

Um Ostdeutschlands industrielle Zukunft, Wettbewerbsfähigkeit sowie regionale
Wertschöpfung langfristig zu ermöglichen, mahnt Heitmüller abschließend: "Biogas
und Biomethan benötigen als systemrelevante, regionale Säulen der
Versorgungssicherheit u. a. einen sicheren Gasnetzzugang und entbürokratisierte
Zertifizierungsregeln." Forderungen zum Gelingen des Wasserstoffhochlaufs
formuliert Heitmüller wie folgt: "Ferner braucht es eine Überarbeitung der
Strombezugskriterien, eine Netzentgeltreform, die Elektrolyseure nicht über
Gebühr belastet und ihre Wirtschaftlichkeit wahrt, sowie verlässliche
Nachfrageanreize auf Kundenseite wie ausfinanzierte Klimaschutzverträge und eine
stabile THG-Quote. Nur mit politischem Realismus lassen sich Transformation,
Stabilität und Versorgungssicherheit in Ostdeutschland verbinden und dauerhaft
resilient aufstellen."

Über VNG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften
und mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Konzern mit Hauptsitz
in Leipzig steht als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von
kritischer Gasinfrastruktur für eine sichere Versorgung mit Gas in Deutschland.
Mit der Strategie "VNG 2030+" verfolgt VNG darüber hinaus einen ambitionierten
Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas
und Wasserstoff und bereitet damit den Weg in ein nachhaltiges,
versorgungssicheres und perspektivisch klimaneutrales Energiesystem der Zukunft.
Die Investitionen von VNG in Infrastruktur und Grüngasprojekte erfolgen dabei
vorrangig in Mittel- und Ostdeutschland, verbunden mit dem Ziel, als regional
verankertes Unternehmen einen wesentlichen Beitrag für den Strukturwandel zu
leisten. Mehr unter: http://www.vng.de

Pressekontakt:

Christian Roos
VNG AG
Fon: +49 341 443-5946
mailto:presse@vng.de
http://www.vng.de

Melanie Hensel
VNG AG
Fon: +49 341 443-2103
mailto:presse@vng.de
http://www.vng.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/38708/6247864
OTS:               VNG AG


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