Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
25.03.2026 14:41

ROUNDUP: Für wie krisenanfällig Beschäftigte ihre Unternehmen halten

BERLIN (dpa-AFX) - Gewalt und gestörte Lieferketten, Cyberangriffe und Stromausfälle - auch Deutschlands Wirtschaft sieht sich zunehmend Krisen und Störfällen ausgesetzt. Doch in den Betrieben hapert es in den Augen vieler Beschäftigter und Führungsleute oft an Vorbereitung auf Störungen. So sieht nur rund jede und jeder Dritte sein Unternehmen oder seine Einrichtung bei Lieferkettenstörungen, Gewaltereignissen oder Stromausfälle gut gewappnet, wie eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zeigt.

Unfallzahlen sinken

Eigentlich kann die Unfallversicherung gute Zahlen präsentieren. Erneut sank die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle - um rund 24.000 auf 731.000 im vergangenen Jahr. Vor 30 Jahren waren es noch über 1,6 Millionen, vor zehn Jahren knapp 870.000. Die Unfallversicherung macht vor allem bessere Vorbeugung dafür verantwortlich: Brandschutz-Übungen, Erste Hilfe, Notfall- und Krisenpläne. Überall sinken die erfassten Zahlen, auch bei den Todesfällen durch Arbeitsunfälle (335 Fälle 2025). Insgesamt sind in der Unfallversicherung rund 68 Millionen Menschen in Deutschland abgesichert gegen Arbeits-, Wege-, Schul- und Schulwegunfälle sowie Berufskrankheiten.

Doch die Umbrüche zeigen sich auch hier. "Die Welt verändert sich", sagt der Hauptgeschäftsführer der Unfallversicherung, Stephan Fasshauer. Schwerpunkt der Untersuchung dieses Jahr: Krisenresilienz. Nicht nur mögliche Brände und fehlende Notknöpfe und Fluchtwege interessieren die Unfallversicherung, sondern auch das Bewusstsein für mögliche Folgen digitaler Angriffe und externer Schocks, unterbrochener Lieferketten oder Naturkatastrophen.

Globale Umbrüche erreichen Unternehmen

Es ist erst rund zwei Monate her, dass Kanzler Friedrich Merz (CDU) gemahnt hat: "Auch die Wirtschaft muss ein besseres Verständnis entwickeln, wo sie verletzbar ist, etwa in den Lieferketten bei kritischen Komponenten, in Spannungssituationen oder bei terroristischen Bedrohungen." Der Koalitionsausschuss hatte gerade mehr Schutz für die kritische Infrastruktur beschlossen. Seither erreichen weitere Schockwellen globaler Umbrüche die Unternehmen fast täglich.

Fasshauer weist auf die Abhängigkeiten hin, auch aktuell vom Ölpreis, auf die vom Iran größtenteils blockierte Straße von Hormus. Generell gelte es, unabhängiger zu werden. Beispielsweise setze man bei der Unfallversicherung auf "digitale Souveränität", bemühe sich um europäische Lösungen. Die neue Umfrage will auch das Bewusstsein dafür erkunden, dass Störungen von außen das Geschäftsmodell schnell aus dem Takt bringen können.

Wo könnte Vorbereitung besser sein?

Wie gut sehen die Beschäftigten ihr Unternehmen oder ihre Einrichtung für Krisen und Störfälle gewappnet? Mehr als 2000 Beschäftigte, darunter über 500 Führungskräfte wurden befragt. Am häufigsten gut vorbereitet sehen sie ihren Betrieb mit 64 Prozent auf Pandemien, nach den jahrelangen Erfahrungen mit Corona. Positiv fällt das Urteil bei fast zwei von dreien auch im Fall von Bränden oder Explosionen aus. Immerhin 52 Prozent sehen ihr Unternehmen für Cyberangriffe gut gewappnet.

Nur eine Minderheit sieht das eigene Unternehmen hingegen auf andere Störungen gut vorbereitet: auf eine Beeinträchtigung von Lieferketten 38, auf Naturkatastrophen 30 und auf tagelange Stromausfälle nur 28 Prozent. Kleinere Unternehmen scheinen dabei oft weniger gut vorbereitet. Der mutmaßlich linksextremistische Anschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten lag zum Umfragezeitpunkt Anfang Februar erst wenige Wochen zurück.

"Resilienz ist wirklich wichtig", sagt Fasshauer. Bei einem Cyberangriff müsse der Notfallplan im Zweifelsfall sofort greifen und jeder Handgriff funktionieren. "Da geht es um Minuten." An viele Stellen sei in Deutschland hart trainiert worden. "Allerdings nehmen wir zum Teil die Situation noch nicht so wahr, wie man es vielleicht machen müsste."

Sozialer Austausch reicht oft nicht

Gefragt wurden die Beschäftigten auch nach den eigenen Belastungen. Jede und jeder Zweite fühlt sich am Arbeitsplatz durch häufige Störungen, hohe Arbeitsintensität und unklare Zuständigkeiten belastet, also durch die Arbeitsorganisation. Jeweils rund ein Drittel fühlen sich durch die Arbeitsinhalte und -aufgaben selbst und durch die sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz belastet. Was dabei demnach oft fehlt, sind ausreichender sozialer Austausch, soziale Unterstützung und Rückmeldung und Anerkennung.

Steigende psychische Belastung fürchten fast zwei von drei Beschäftigten für die Zukunft. Fast jeder zweite sorgt sich um veränderte Altersstrukturen, um das Älterwerden der Belegschaft und den Fachkräftemangel. 45 Prozent rechnen der Umfrage gemäß damit, dass Risiken durch Cyberangriffe zunehmen. Steigende Risiken durch Stromausfälle, etwa Angriffe auf technische Anlagen, fürchtet ein Fünftel.

Dass Gefährdungen durch klimatische Veränderungen wachsen, glauben dabei übrigens insbesondere Beschäftigte im Baugewerbe. Steigende Risiken durch Künstliche Intelligenz erwarten vor allem Beschäftigte im Finanz- und Versicherungssektor./bw/DP/stw



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   32 33 34 35 36    Berechnete Anzahl Nachrichten: 983     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
25.03.2026 15:03 Aktien New York: Neuer Erholungsversuch mit 15-Punkte-Plan f...
25.03.2026 14:59 Armee: Iranische Raketenteile im Libanon abgestürzt
25.03.2026 14:58 Klingbeil plant Bonus bei schnellen Investitionen
25.03.2026 14:58 Merz gelassen trotz Klagedrohung zu Sondervermögen
25.03.2026 14:57 Merz offen für weitere Maßnahmen gegen hohe Energiepreise
25.03.2026 14:52 ROUNDUP: Pharmakonzern Boehringer setzt auf Standort Deutsch...
25.03.2026 14:42 Aktien Frankfurt: Dax verteidigt Erholung nach US-Plan für ...
25.03.2026 14:41 ROUNDUP: Für wie krisenanfällig Beschäftigte ihre Unterne...
25.03.2026 14:40 Neue EU-Zollbehörde kommt nach Lille
25.03.2026 14:36 JPMorgan hebt Ziel für K+S auf 13,70 Euro - 'Neutral'
25.03.2026 14:35 ANALYSE-FLASH: UBS hebt Ziel für K+S auf 11,50 Euro - 'Sell'
25.03.2026 14:33
25.03.2026 14:33 Munich Re sieht Cybercrime auf dem Vormarsch
25.03.2026 14:31 Original-Research: CENIT AG (von GBC AG): Kaufen
25.03.2026 14:30 Original-Research: CENIT AG (von GBC AG): BUY
25.03.2026 14:28 EQS-News: Merck übernimmt das HBM-Portfoliounternehmen Tern...
25.03.2026 14:27 IRW-News: Lobe Sciences Ltd.: Lobe Sciences Ltd. meldet verb...
25.03.2026 14:24 OTS: DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH &am...
25.03.2026 14:23 Schleppende Einführung der E-Akten in Kliniken
25.03.2026 14:22 ROUNDUP 2: Beschäftigte in Chemie- und Pharmabranche bekomm...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
27.03.2026

TOMCO ENERGY
Geschäftsbericht

PARKMEAD GROUP PLC
Geschäftsbericht

SUSTAINABLE REAL ESTATE DIVID FD
Geschäftsbericht

SPLENDID MEDIEN AG
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services