Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
19.03.2026 13:36

ROUNDUP 2; Autozulieferer ZF macht 2,1 Milliarden Euro Verlust

(Aktualisierung: Nach Bilanz-PK durchgehend aktualisiert)

FRIEDRICHSHAFEN (dpa-AFX) - Der Autozulieferer ZF ist im vergangenen Jahr vor allem wegen eines Sondereffekts beim Konzernumbau noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust verdoppelte sich auf 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen in Friedrichshafen am Bodensee mitteilte. Schon 2024 schrieb der Konzern rote Zahlen. Damals betrug der Verlust knapp über eine Milliarde Euro.

"Die Abschreibungen unprofitabler Projekte haben einen Einmaleffekt auf unsere Bilanz für 2025. Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für den Aufstieg in den kommenden Jahren", sagte ZF-Chef Mathias Miedreich. Die einmalige Sonderbelastung liege bei 1,6 Milliarden Euro. Das sei eine Last aus der Vergangenheit. Operativ habe ZF Fortschritte erzielt. Das bereinigte operative Ergebnis sei von 1,47 Milliarden auf 1,75 Milliarden Euro gestiegen.

Das Unternehmen hatte sich mit verschiedenen Kunden darauf geeinigt, mehrere Projekte vorzeitig zu beenden, die aufgrund des langsameren Hochlaufs der E-Mobilität nicht die erwartete Profitabilität erreichten.

Konzern bleibt stark verschuldet

Dennoch bleibt der Konzern hoch verschuldet. Zwar habe ZF im vergangenen Jahr seine Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro reduziert. Es bleibt aber eine Nettoverschuldung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro. Laut Finanzvorstand Michael Frick flossen im vergangenen Jahr 745 Millionen Euro an Zinszahlungen ab. Der Abbau der Schuldenlast sei daher enorm wichtig.

Außerdem sank die Eigenkapitalquote 2025 um mehr als fünf Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Quote gilt als eine der zentralen Kennzahlen für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens.

"Uns ist bewusst, dass wir einen Stand erreicht haben, der möglichst nicht weiter unterschritten werden soll", sagte Frick. Ziel sei, die Quote wieder zu stärken. Daher werde auch keine Dividende bezahlt. Die Stabilität der Firma sei wichtiger, ergänzte Miedreich.

ZF ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung, die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafens geführt wird. Das Unternehmen leidet wie viele andere unter der schwachen Konjunktur und der mauen Nachfrage - vor allem nach E-Autos.

Umsatz weiter gesunken

38,8 Milliarden Euro konnte der ZF-Konzern im vergangenen Jahr an Erlösen erzielen. Das ist ein Rückgang von rund sechs Prozent oder 2,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. "Wir sehen keine durchgreifende Belebung der Nachfrage", sagte Finanzvorstand Frick. Es gelte, in einer Situation ohne nennenswertes Marktwachstum zu bestehen.

In den kommenden Jahren will ZF bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abbauen. Ende 2025 beschäftigte der Konzern laut Mitteilung weltweit 153.153 Menschen - etwa 9.000 beziehungsweise rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland habe sich die Mitarbeiterzahl nominell ebenfalls um rund fünf Prozent auf etwas mehr als 49.000 verringert. Damit liege ZF auf Kurs beim Stellenabbau.

Verhaltener Ausblick mit vielen Zielen

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nicht wirklich mit einer Besserung der Lage. Bei stabilen Wechselkursen geht ZF für das Jahr 2026 von einem Umsatz von über 38 Milliarden Euro aus. "Wir werden uns Schritt für Schritt wieder die Profitabilität erarbeiten", so Vorstands-Chef Miedreich, der seit Oktober 2025 an der Spitze des Zulieferers steht.

ZF wolle sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. Das Unternehmen hat neben Automatik- und Schaltgetrieben unter anderem Fahrwerkskomponenten, Lenksysteme, Antriebe, Bremsen und Sicherheitstechnik im Angebot.

Das Ziel sei auch, effizienter zu werden. Man wolle sich nicht mehr auf Markt- oder Umsatzwachstum verlassen, sondern schneller und ertragreicher zu arbeiten, betonte Miedreich. Der Konzern müsse agiler werden mit deutlich weniger Bürokratie und Führungskräfte reduzieren. Das seien die Schritte für die kommenden zwei Jahre./bak/DP/stk



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   6 7 8 9 10    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.373     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
19.03.2026 14:29 ROUNDUP: EZB lässt Leitzinsen trotz Inflationsgefahren kons...
19.03.2026 14:29 EQS-DD: init innovation in traffic systems SE (deutsch)
19.03.2026 14:28 ROUNDUP: Vossloh will trotz Übernahmekosten für Sateba wei...
19.03.2026 14:28 WDH/Vossloh will trotz Übernahmekosten für Sateba weiter z...
19.03.2026 14:27 EQS-DD: init innovation in traffic systems SE (deutsch)
19.03.2026 14:21 EZB lässt Leitzinsen trotz Ölpreisschock unverändert
19.03.2026 14:20 EQS-News: AWE2026 signalisiert die Zukunft: Ein entscheidend...
19.03.2026 14:20 ANALYSE-FLASH: MWB Research senkt Hellofresh auf 'Hold' und ...
19.03.2026 14:17 EQS-News: Aktuellen Kursverwerfungen haben aus Sicht von Kon...
19.03.2026 14:16 IRW-News: Heliostar Metals Ltd.: Heliostar legt Finanzergebn...
19.03.2026 14:16 ANALYSE-FLASH: UBS belässt DocMorris auf 'Sell' - Ziel 5 Fr...
19.03.2026 14:15 EQS-News: Finexity AG: GBC Research nimmt Coverage mit Kursz...
19.03.2026 14:12 ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt PVA Tepla auf 'Buy' - Ziel...
19.03.2026 14:12 WDH: Volkswagen zahlt trotz Krise eine Prämie - 1.250 Euro ...
19.03.2026 14:07 ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Lanxess auf 'Neutral' - Ziel...
19.03.2026 14:03 Aktien New York Ausblick: Weitere Verluste erwartet
19.03.2026 14:01 ROUNDUP: US-Zölle und hohe Kosten belasten Hartmann-Bilanz
19.03.2026 14:00 Fitnessstudio-Konzern LifeFit setzt Einkaufstour fort
19.03.2026 13:59 ROUNDUP: Britische Notenbank bestätigt Leitzins - Inflation...
19.03.2026 13:59 Volkswagen zahlt trotz Krise eine Prämie - 1.250 Euro im Mai
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
19.03.2026

TCLARKE
Geschäftsbericht

SURGICAL INNOV
Geschäftsbericht

SANDMARTIN INTERNATIONAL HLDGS
Geschäftsbericht

SBW
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services