Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
19.03.2026 13:06

Autozulieferer ZF macht 2,1 Milliarden Euro Verlust

Bilanz

Friedrichshafen (dpa) - Der Autozulieferer ZF ist im vergangenen Jahr vor allem wegen eines Sondereffekts beim Konzernumbau noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust verdoppelte sich auf 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen in Friedrichshafen am Bodensee mitteilte. Schon 2024 schrieb der Konzern rote Zahlen. Damals betrug der Verlust knapp über eine Milliarde Euro.

«Die Abschreibungen unprofitabler Projekte haben einen Einmaleffekt auf
unsere Bilanz für 2025. Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für
den Aufstieg in den kommenden Jahren», sagte ZF-Chef Mathias Miedreich. Die einmalige Sonderbelastung liege bei 1,6 Milliarden Euro. Das sei eine Last aus der Vergangenheit. Operativ habe ZF Fortschritte erzielt. Das bereinigte operative Ergebnis sei von 1,47 Milliarden auf 1,75 Milliarden Euro gestiegen.

Das Unternehmen hatte sich mit verschiedenen Kunden darauf geeinigt, mehrere Projekte vorzeitig zu beenden, die aufgrund des langsameren Hochlaufs der E-Mobilität nicht die erwartete Profitabilität erreichten.

Konzern bleibt stark verschuldet

Dennoch bleibt der Konzern hoch verschuldet. Zwar habe ZF im vergangenen Jahr seine Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro reduziert. Es bleibt aber eine Nettoverschuldung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro. Laut Finanzvorstand Michael Frick flossen im vergangenen Jahr 745 Millionen Euro an Zinszahlungen ab. Der Abbau der Schuldenlast sei daher enorm wichtig. 

Außerdem sank die Eigenkapitalquote 2025 um mehr als fünf Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Quote gilt als eine der zentralen Kennzahlen für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. 

«Uns ist bewusst, dass wir einen Stand erreicht haben, der möglichst nicht weiter unterschritten werden soll», sagte Frick. Ziel sei, die Quote wieder zu stärken. Daher werde auch keine Dividende bezahlt. Die Stabilität der Firma sei wichtiger, ergänzte Miedreich. 

ZF ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung, die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafens geführt wird. Das Unternehmen leidet wie viele andere unter der schwachen Konjunktur und der mauen Nachfrage - vor allem nach E-Autos.

Umsatz weiter gesunken 

38,8 Milliarden Euro konnte der ZF-Konzern im vergangenen Jahr an Erlösen erzielen. Das ist ein Rückgang von rund sechs Prozent oder 2,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. «Wir sehen keine durchgreifende Belebung der Nachfrage», sagte Finanzvorstand Frick. Es gelte, in einer Situation ohne nennenswertes Marktwachstum zu bestehen.

In den kommenden Jahren will ZF bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abbauen. Ende 2025 beschäftigte der Konzern laut Mitteilung weltweit 153.153 Menschen - etwa 9.000 beziehungsweise rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland habe sich die Mitarbeiterzahl nominell ebenfalls um rund fünf Prozent auf etwas mehr als 49.000 verringert. Damit liege ZF auf Kurs beim Stellenabbau.

Verhaltener Ausblick mit vielen Zielen 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nicht wirklich mit einer Besserung der Lage. Bei stabilen Wechselkursen geht ZF für das Jahr 2026 von einem Umsatz von über 38 Milliarden Euro aus. «Wir werden uns Schritt für Schritt wieder die Profitabilität erarbeiten», so Vorstands-Chef Miedreich, der seit Oktober 2025 an der Spitze des Zulieferers steht. 

ZF wolle sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. Das Unternehmen hat neben Automatik- und Schaltgetrieben unter anderem Fahrwerkskomponenten, Lenksysteme, Antriebe, Bremsen und Sicherheitstechnik im Angebot. 

Das Ziel sei auch, effizienter zu werden. Man wolle sich nicht mehr auf Markt- oder Umsatzwachstum verlassen, sondern schneller und ertragreicher zu arbeiten, betonte Miedreich. Der Konzern müsse agiler werden mit deutlich weniger Bürokratie und Führungskräfte reduzieren. Das seien die Schritte für die kommenden zwei Jahre.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   9 10 11 12 13    Berechnete Anzahl Nachrichten: 986     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
19.03.2026 13:07 AKTIE IM FOKUS: Deutsche Börse bleiben gefragt - Starke Sch...
19.03.2026 13:06 Autozulieferer ZF macht 2,1 Milliarden Euro Verlust
19.03.2026 13:06 IRW-News: ZenaTech Inc.: Der von ZenaTechs Tochterfirma Zena...
19.03.2026 13:05 Babis nennt israelischen Angriff auf Gasfeld 'unbegreiflich'
19.03.2026 13:02 OTS: Haspa Hamburger Sparkasse AG / Haspa mit persönlicher ...
19.03.2026 13:00 Trotz Trumps Zöllen: Globaler Warenhandel wächst mit KI-Boom
19.03.2026 12:57 Hohe Spritpreise: Reiche gegen 'Aktionismus'
19.03.2026 12:53 ROUNDUP: Warnstreiks legen in mehreren Ländern den Nahverke...
19.03.2026 12:52 Estland: Russischer Kampfjet verletzt Luftraum
19.03.2026 12:51 OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Ge...
19.03.2026 12:51 Großer Andrang zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse
19.03.2026 12:43 ROUNDUP: SAF-Holland erfüllt mit Zielen Erwartungen - Aktie...
19.03.2026 12:42 Warnstreiks legen in mehreren Ländern den Nahverkehr lahm
19.03.2026 12:41 Krieg verstärkt Verunsicherung und Frust im Iran
19.03.2026 12:38 IRW-News: Datavault AI Inc: Datavault AI meldet erstes profi...
19.03.2026 12:37 Straße von Hormus: Nato-Chef erwartet Einigung von Alliiert...
19.03.2026 12:36 KORREKTUR: So viele Gastronomie-Pleiten wie seit 2011 nicht
19.03.2026 12:35 IRW-News: North American Niobium and Critical Minerals Corp....
19.03.2026 12:34 Expertin: Irans Führung kämpft im Krieg ums Überleben
19.03.2026 12:33
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
20.03.2026

XIWANG SUGAR HLDGS
Geschäftsbericht

KARL THOMSON
Geschäftsbericht

SYMPHONY HLDGS
Geschäftsbericht

STARWOOD EUROPEAN REAL ESTATE FINANCE LTD.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services