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| 18.03.2026 06:14 NRW: Nur in Köln große Warnstreikfolgen im Nahverkehr am Mittwoch DÜSSELDORF/KÖLN (dpa-AFX) - In zahlreichen Werkstätten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft Verdi für heute zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen beträfen vor allem die Fahrzeug- und Instandhaltungsteams, teilte eine Sprecherin von Verdi NRW im Vorfeld mit. Nach dem großflächigen Ausfall von Bussen und Bahnen in vielen Städten Nordrhein-Westfalens am Dienstag ist heute nicht mehr mit so gravierenden Einschränkungen zu rechnen. Nur in Köln gibt es größere Auswirkungen. Keine Stadtbahnen in der Millionenstadt Köln Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) teilten mit, dass keine Stadtbahnen fahren. Fahrzeuge, die liegen blieben, könnten nicht repariert oder abgeschleppt werden, erklärten die KVB. Die Busse fahren, da defekte Fahrzeuge umfahren oder von externen Unternehmen abgeschleppt werden könnten. Verdi NRW erklärte dazu, dass Notdienstvereinbarungen möglich seien, damit Bergungsfahrzeuge am Mittwoch im Fall der Fälle fahren könnten. Donnerstag wieder vielerorts keine Busse und Bahnen Verdi bestreikt in dieser Woche zunächst Teilbereiche der Nahverkehrsbetriebe. Am Donnerstag (19. März) sind alle Betriebsteile zum Warnstreik aufgerufen. Deshalb bleiben am Donnerstag Bahnen und Busse wieder vielerorts im Depot. Ausnahme sind die dabei Stadtwerke Münster, die nicht bestreikt werden. Welche Alternativen gibt es zu Bus und Stadtbahnen? Erfahrungsgemäß fahren einige Busse privater Subunternehmer. Außerdem sind S-Bahnen und Regionalzüge nicht von dem Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden, um ein großes Stück voranzukommen. Der ADAC rät in solchen Fällen zu Fahrgemeinschaften und für kurze Strecken zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten, etwa Leihräder oder Elektroscooter. Müssen Schulkinder trotzdem zur Schule? Das NRW-Schulministerium hatte bei vorangegangenen Warnstreiks im Nahverkehr darauf hingewiesen, dass Schulpflicht besteht: "Bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen wie einem Streik des öffentlichen Nahverkehrs besteht die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht auch weiterhin." Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt? Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert./vd/DP/zb Weitere Nachrichten |
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