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| 17.03.2026 10:00 Original-Research: SMARTBROKER HOLDING AG (von GBC AG): Kaufen ^
Original-Research: SMARTBROKER HOLDING AG - von GBC AG
17.03.2026 / 10:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von GBC AG zu SMARTBROKER HOLDING AG
Unternehmen: SMARTBROKER HOLDING AG
ISIN: DE000A2GS609
Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 17,60 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker
Smartbroker Holding AG: Vorläufige Zahlen 2025 bestätigen die starke
operative Entwicklung; 2026 mit guter Ausgangsbasis für weiteres profitables
Wachstum
Die Smartbroker Holding AG hat vorläufige, noch ungeprüfte Zahlen für das
Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und zugleich einen Ausblick auf das
laufende Geschäftsjahr 2026 gegeben. Demnach wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 69,0 Mio. EUR erzielt, bei einem
operativen EBITDA von 0,0 Mio. EUR. Zudem konnten im Bereich Transaktionen
rund 77.350 Neukunden für Smartbroker+ gewonnen werden. Damit lagen sowohl
Umsatz als auch Ergebnis im Rahmen der zuletzt mehrfach angehobenen
Unternehmensguidance. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem
Konzernumsatz in einer Bandbreite von 66,0 bis 72,0 Mio. EUR sowie mit einem
operativen EBITDA zwischen minus 1,5 Mio. EUR und plus 1,5 Mio. EUR. Im
Brokerage Bereich werden für 2026 rund 100.000 Neukunden erwartet.
Im Kontext unseres letzten Research Comments vom 07.01.2026 erweisen sich
die nun veröffentlichten vorläufigen Zahlen als insgesamt leicht besser als
von uns erwartet. Auf Basis der seinerzeit angehobenen Unternehmensguidance
hatten wir für 2025 Umsatzerlöse von 68,0 Mio. EUR sowie ein operatives EBITDA
von 0,0 Mio. EUR prognostiziert. Die tatsächlichen vorläufigen Umsatzerlöse
liegen damit leicht oberhalb unserer Schätzung, während das operative EBITDA
unsere Erwartung punktgenau trifft. Damit bestätigt sich die starke
operative Dynamik, die sich bereits im Jahresverlauf abgezeichnet hatte.
Insbesondere die hohe Handelsaktivität, das kräftige Kundenwachstum sowie
Fortschritte bei der operativen Skalierung der Plattform haben sich positiv
bemerkbar gemacht.
Besonders positiv werten wir, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025
vor Berücksichtigung der Aufwendungen für die Neukundengewinnung operativ
profitabel war und ein deutlich positives EBITDA vor Customer Acquisition
Costs erzielen konnte. Dies unterstreicht aus unserer Sicht die zunehmende
operative Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Die Ergebnisentwicklung ist
damit weniger Ausdruck eines strukturellen Margendrucks als vielmehr Folge
bewusst hoher Investitionen in weiteres Wachstum.
Positiv hervorzuheben ist zudem, dass Smartbroker mit den vorläufigen Zahlen
den im Jahresverlauf bereits mehrfach angehobenen Zielkorridor erreicht hat.
Damit unterstreicht das Unternehmen, dass es gelungen ist, das starke
operative Momentum im Brokerage Geschäft bis zum Jahresende
aufrechtzuerhalten. Auch wenn die Neukundengewinnung mit 77.350 leicht unter
der zuletzt avisierten Größenordnung von rund 80.000 lag, werten wir dies
angesichts der insgesamt sehr dynamischen Entwicklung als nur marginale
Abweichung. Vielmehr zeigt sich weiterhin eine deutlich verbesserte
Marktdurchdringung und eine hohe Attraktivität der Smartbroker+ Plattform.
Zudem stellt die Kundenqualität unseres Erachtens ein zentrales
Differenzierungsmerkmal von Smartbroker+ dar und wird in der aktuellen
Wahrnehmung des Unternehmens noch nicht ausreichend reflektiert. Besonders
hervorzuheben ist die aus unserer Sicht überdurchschnittlich hohe
Handelsaktivität der Kundenbasis: Smartbroker+-Kunden führten im Jahr 2025
im Durchschnitt rund 38 Trades pro Kunde aus. Damit liegt das
Aktivitätsniveau klar über vielen Wettbewerbern. Zum Beispiel weist
flatexDEGIRO gemäß der vorläufigen Zahlen 2025 im Marktvergleich ein
deutlich niedrigeres Niveau von 23 Trades pro Kunde auf. Für traditionelle
Broker wie comdirect, Consorsbank oder DKB gehen wir davon aus, dass das
Aktivitätsniveau dort in einer ähnlichen Größenordnung oder sogar noch
darunter liegt.
Diese Kundenstruktur besonders relevant, da die Monetarisierung im
Brokerage-Geschäft wesentlich von der Handelsfrequenz abhängt. Die hohe
Trading-Aktivität deutet daher darauf hin, dass Smartbroker+
überdurchschnittlich erfolgreich darin ist, trading-affine und damit
wirtschaftlich attraktivere Kunden zu gewinnen. Dies stützt unseres
Erachtens die strategische Positionierung des Unternehmens im Segment
aktiver Anleger und sollte sich mittelfristig in einer strukturell
attraktiveren Umsatzqualität je Kunde niederschlagen. Auch mit Blick auf das
Depotvolumen pro Kunde erscheint die Kundenbasis qualitativ hochwertig. Nach
Unternehmensangaben liegt das Depotvolumen je Smartbroker+-Kunde bei rund
EUR 55k und damit auf einem hohen Niveau. In Kombination mit der deutlich
höheren Handelsintensität unterstreicht dies aus unserer Sicht, dass
Smartbroker+ nicht nur Kunden gewinnt, sondern nachhaltig besonders
wertvolle, trading-affine Kundenbeziehungen aufbaut.
Die 2026er Guidance erscheint auf den ersten Blick zurückhaltend, ist aus
unserer Sicht jedoch als solide und gut erreichbar einzustufen. Hintergrund
der konservativen Einordnung dürfte insbesondere das ab Juli 2026 greifende
PFOF-Verbot sein, durch das künftig keine entsprechenden Zahlungen mehr
vereinnahmt werden können. Das PFOF-Verbot untersagt Brokern, Vergütungen
für die Weiterleitung von Kundenorders an bestimmte Handelsplätze
anzunehmen. Dadurch entfällt für viele Neo Broker ein bislang relevanter
Erlösbaustein, was einen Anpassungsdruck auf Preisstruktur, Kostenbasis und
Monetarisierungsmodell auslöst. Positiv ist jedoch hervorzuheben, dass der
Wegfall dieser Erlöse nach Unternehmensangaben durch frühzeitig eingeleitete
Kostenmaßnahmen nahezu vollständig kompensiert werden soll. Entsprechend
erwartet das Management keine wesentlichen strukturellen Auswirkungen auf
die künftige Ergebnisentwicklung. Dass Smartbroker seinen vollständigen
Produktumfang gleichzeitig zu unveränderten Konditionen für Endkunden
anbieten will, werten wir als klares Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und
Belastbarkeit des Geschäftsmodells.
Besonders ermutigend ist aus unserer Sicht auch der Start in das neue
Geschäftsjahr. In den ersten beiden Monaten 2026 wurden bereits mehr als
13.000 Neukunden gewonnen. Darüber hinaus wurde im Januar ein neuer
Monatsrekord bei den abgewickelten Trades erzielt. Diese Entwicklung
untermauert die gute operative Verfassung des Unternehmens und spricht
dafür, dass das avisierte Ziel von 100.000 Neukunden auch ohne Einführung
eines Altersvorsorgedepots auf einer realistischen Grundlage basiert.
Im Zentrum der strategischen Planung für 2026 steht ein nochmals
beschleunigtes Kundenwachstum. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die
Marketinginvestitionen für die Neukundengewinnung auf rund 12,5 Mio. EUR
steigen und damit um etwa 2,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zulegen. Parallel
dazu treibt das Unternehmen die technologische und produktseitige
Weiterentwicklung von Smartbroker+ voran. Geplant sind unter anderem
zusätzliche Funktionalitäten wie Lastschriften, Vollmachten,
Absicherungsorders, die automatische Reinvestition von Ausschüttungen und
Dividenden, eine optimierte Desktop Version sowie Junior Depots.
Gleichzeitig soll das IT-Team um weitere 20 Mitarbeiter in den Bereichen IT,
Data und Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.
Besonders unterstützend wirkt dabei das weiterhin profitable Portalgeschäft,
das unverändert eine stabile Ergebnisbasis liefert. Für 2026 rechnet das
Unternehmen in diesem Segment mit einem Umsatz von rund 28 Mio. EUR sowie mit
einem EBITDA von rund 6 Mio. EUR. Diese Ertragsbasis fungiert als
verlässlicher Cashflow-Anker und schafft den notwendigen finanziellen
Spielraum, um die Wachstumsinitiativen im Brokerage Segment konsequent
fortzuführen. Gerade in der aktuellen Transformationsphase stellt das
hybride Geschäftsmodell aus margenstarkem Media Geschäft und
wachstumsstarkem Brokerage unseres Erachtens einen wesentlichen
strategischen Vorteil dar.
Zusätzliche Fantasie könnte sich darüber hinaus aus dem geplanten
Altersvorsorgedepot ergeben. Dieser Aspekt ist in der aktuellen Guidance
noch nicht reflektiert, könnte bei politischer Umsetzung jedoch zusätzliche
Wachstumsimpulse liefern und Smartbroker in einem neu entstehenden
Marktsegment frühzeitig positionieren. Zugleich erscheint auch die
mittelfristige Perspektive attraktiv. Im Zuge der strategischen
Weiterentwicklung stellt das Unternehmen ab 2027 ein strukturelles
jährliches Neukundenwachstum von rund 130.000 Kunden in Aussicht, nachdem
bislang 100.000 Neukunden pro Jahr angenommen worden waren. Die potenziellen
Effekte eines Altersvorsorgedepots sind hierbei noch nicht berücksichtigt.
Damit besteht aus unserer Sicht zusätzliches mittelfristiges Upside
Potenzial.
Insgesamt bestätigen die vorläufigen Zahlen 2025 aus unserer Sicht die sehr
erfreuliche operative Entwicklung der Gesellschaft. Zugleich zeigt die
2026er Guidance, dass Smartbroker trotz regulatorischer Gegenwinde über eine
robuste operative Basis verfügt und den eingeschlagenen Wachstumskurs mit
Nachdruck fortsetzen will. Der starke Jahresauftakt 2026, die weiterhin hohe
Investitionsbereitschaft in Kundenwachstum und Technologie sowie die
verbesserte mittelfristige Wachstumsperspektive unterstreichen unseres
Erachtens das attraktive Chancenprofil der Gesellschaft. Insgesamt sehen wir
den Investment Case durch die vorläufigen Zahlen nicht nur bestätigt,
sondern weiter gestärkt. Eine umfangreiche Neubewertung werden wir im Rahmen
der finalen Zahlen vornehmen.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=cc915b009b40c88650a1f34bf46bb9a0
Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (5a,11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Fertigstellung: 16.03.2026 (14:00 Uhr)
Erste Weitergabe: 17.03.2026 (10:00 Uhr)
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News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=33997b9f-2143-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de
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2292058 17.03.2026 CET/CEST
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