Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
11.03.2026 15:39

Einmal-täglich-Regel soll Preisanstieg an Tankstelle dämpfen

Folgen des Iran-Kriegs

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung greift angesichts der stark gestiegenen Spritpreise ein und will Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten. Tankstellen in Deutschland sollen künftig nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürfen. Dieses aus Österreich bekannte Modell wolle die Bundesregierung im Hinblick auf die wegen des Iran-Kriegs enorm gestiegenen Preise so rasch wie möglich einführen, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Berlin. «Dagegen sind Preissenkungen jederzeit zulässig», erläuterte sie. 

Die Frage ist, wie schnell die Änderung kommt und ob sie in der aktuellen Lage noch wirkt. Das Modell soll zum einen Autofahrerinnen und -fahrern bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle helfen, ohne dass sie mehrfach täglich Preise vergleichen müssen. Man erwarte aber auch preisdämpfende Effekte, sagte Reiche. Der ADAC zeigte sich skeptisch, ob die «Einmal-täglich-Regel» wirklich Preisanstiege dämpft. Der Tankstellen-Interessenverband begrüßte sie dagegen. 

Reiche sagte weiter, die Regierung prüfe zudem eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht des Kartellamts beim Kraftstoffsektor, die zu verschärften Kontrollen bei Kosten und Preisen führen solle. 

Sorge vor Knappheit nehmen

Die Bundesregierung plant zudem, wie andere Staaten einen Teil der nationalen Ölreserve freizugeben. Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen, sagte Reiche. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt aus.»

Rakete und Feder

Reiche sagte, das Bundeskartellamt habe in einer Untersuchung treffend von einem Rakete-und-Feder-Effekt bei Spritpreisen gesprochen. Kraftstoffpreise stiegen bei höheren Rohölkosten extrem schnell an - wie eine Rakete. Bei fallenden Kosten würden sie aber nur langsam sinken - wie eine Feder. «Diesen Mechanismus wollen wir durchbrechen.» 

Die Bundesregierung will sich nun das Modell aus Österreich zum Vorbild nehmen. Dort dürfen nur einmal am Tag, um 12 Uhr, die Preise erhöht werden. Gesenkt werden dürfen sie immer. Eine seit 2011 geltende Verordnung ist vor kurzem bis Ende 2028 verlängert worden. In Deutschland müsse das Kartellrecht geändert werden, um eine entsprechende Regelung einzuführen, sagte Reiche. Das solle so schnell wie möglich passieren. 

ADAC bezweifelt Preiseffekte

Ein Sprecher des ADAC sagte: «Es ist gut, dass die Bundesregierung den Handlungsdruck sieht, nachdem die Spritpreisentwicklung viele Autofahrerinnen und Autofahrer zu überfordern droht. Wichtig ist auch, dass durch Überlegungen zum Österreich-Modell sichtbar die Rolle der Mineralölkonzerne hinterfragt wird. 

Aus Sicht des ADAC kann aber durch eine Beschränkung auf eine Preiserhöhung pro Tag nicht vollends ausgeschlossen werden, dass Gewinne maximiert werden und Preise unangemessen steigen. Wichtig bleibe unverändert, dass Entlastungen zügig umgesetzt und wirksam würden. «Dazu bietet sich eine Senkung der Energiesteuer an.»

Der Tankstellen-Interessenverband, der die Pächter der Markentankstellen vertritt, begrüßte den Plan Reiches dagegen. Er gebe den Autofahrerinnen und -fahrern «endlich Berechenbarkeit und Verlässlichkeit». «Von dem Preiskampf nach unten profitieren nach den in Österreich gemachten Erfahrungen die Autofahrer.» 

So einen «Preiskampf nach unten» sieht der Wirtschaftsverband Fuels und Energie, der neben Tankstellen auch Mineralölkonzerne und Raffinerien vertritt, nicht zwangsläufig. Er teilte mit, Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass die Preise zwar weniger schwankten, aber nicht unbedingt niedriger sein müssten als vorher.

Erste Signale für Beruhigung

Am Mittwoch gab es unterdessen erste Signale, dass sich die Spritpreise nach zwölf Anstiegen in Folge etwas beruhigen könnten. Der bundesweite Tagesdurchschnitt des Dienstags lag zwar bei Superbenzin der Sorte E10 und Diesel mit 2,045 und 2,188 Euro pro Liter um je 1,7 Cent über dem des Montags. Im Tagesverlauf des Mittwochs lagen die Preise aber tendenziell niedriger als zu gleichen Zeitpunkten am Dienstag. Das könnte auf einen leichten Rückgang hindeuten, Prognosen sind derzeit aber ausgesprochen unsicher. Seit Kriegsbeginn hat Diesel um rund 44 Cent je Liter zugelegt, Benzin um rund 27 Cent.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten. 

Abzocke der Mineralölkonzerne?

Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran steigen die Preise für Benzin und vor allem Diesel stark. Politiker mehrere Parteien kritisierten, Pendlerinnen und Pendler würden «abgezockt», die Preise viel zu früh erhöht. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie wies die Vorwürfe zurück. Außerdem seien im Vergleich zu einigen Nachbarländern die Energiesteuern auf Kraftstoffe in Deutschland deutlich höher.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   4 5 6 7 8    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.234     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.03.2026 13:19 ROUNDUP 2/Klöckner in Kiew: 'Wir bleiben an Ihrer Seite'
11.03.2026 13:19 Justizgutachten zu Netanjahus Gnadengesuch fertig
11.03.2026 13:19 EQS-DD: Palfinger AG (deutsch)
11.03.2026 13:17 ROUNDUP: Bundesbank sucht neue Zentrale in Frankfurt
11.03.2026 13:17 Deutsche Bank Research belässt Renault auf 'Hold' - Ziel 40...
11.03.2026 13:17 Barclays belässt Hochtief auf 'Equal Weight' - Ziel 419 Euro
11.03.2026 13:17 ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Rheinmetall auf 'Buy' - Ziel...
11.03.2026 13:15 ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Henkel auf 'Underweight' - ...
11.03.2026 13:15 Bahnstrecke Hamburg-Hannover ab 1. Mai stufenweise gesperrt
11.03.2026 13:15 Goldman belässt Porsche AG auf 'Neutral' - Ziel 40 Euro
11.03.2026 13:12 Ministerin Reiche: IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei
11.03.2026 13:12 Goldman senkt Ziel für Biontech auf 132 Dollar - 'Buy'
11.03.2026 13:12 Barclays belässt Inditex auf 'Equal Weight' - Ziel 55 Euro
11.03.2026 13:11 Das lahme Ross aus Zuffenhausen: Warum Porsche schwächelt
11.03.2026 13:10 Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Straße von Hormus transpo...
11.03.2026 13:09 Barclays belässt Henkel auf 'Equal Weight' - Ziel 80 Euro
11.03.2026 13:09 Berenberg belässt Renk auf 'Buy' - Ziel 76 Euro
11.03.2026 13:09 ROUNDUP/Klöckner in Kiew: Bundestagspräsidentin spricht vo...
11.03.2026 13:09 Berenberg hebt Ziel für Symrise auf 81,20 Euro - 'Hold'
11.03.2026 13:08 IRW-News: Dr. Reuter Investor Relations: NurExone in großer...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.03.2026

VIVENDI SE
Geschäftsbericht

TULLOW OIL PLC
Geschäftsbericht

PUTCO HOLDINGS
Geschäftsbericht

OMNIA METALS GROUP
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services