Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
10.03.2026 17:10

Iranische Fußballerinnen feiern Asyl in Australien

Asien Cup

Brisbane (dpa) - Ohne Kopftuch und mit der beliebten australischen Parole «Aussie, Aussie, Aussie» haben fünf iranische Fußballerinnen die Zusage humanitärer Visa in Australien gefeiert. Davon berichtete Australiens Innenminister Tony Burke, der den Spielerinnen die Entscheidung der Regierung an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mitteilte - und mit ihnen für ein symbolträchtiges Foto posierte.

Auf dem Bild sind die Iranerinnen ohne Kopftuch zu sehen, dafür aber mit einem Lächeln im Gesicht. Hinter Kapitänin Zahra Ghanbari (34), Fatemeh Pasandideh (21), Zahra Sarbali (32), Mona Hamoudi (32) und Atefeh Ramezanizadeh (33) lagen bange Momente der Unsicherheit und vielleicht auch des Zweifels. Die Athletinnen hatten nach dem Aus beim Asien Cup an der Gold Coast unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren.

Das restliche Team verließ Australien am späten Dienstagabend (Ortszeit) - allerdings gab es zunächst Zweifel, ob wirklich alle Spielerinnen ins Flugzeug gestiegen waren. 

Alle in Australien gebliebenen Spielerinnen könnten jederzeit in den Iran und ins Nationalteam zurückkehren, versicherte Irans Sportminister Ahmad Donjamali laut Nachrichtenagentur Isna. Er sprach von einer «politischen Verschwörung». US-Präsident Donald Trump und «feindliche Akteure» hätten versucht, den Asien Cup «propagandistisch zu instrumentalisieren».

«Sie standen unter großem Stress»

«Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie schwer diese Entscheidung für jede einzelne Frau war», sagte Burke, während er die Visa-Dokumente unterzeichnete. «Die Menschen freuen sich sehr darauf, ein neues Leben in Australien zu beginnen.» Sie seien «keine politischen Aktivistinnen», betonte der Minister. 

Die Migrationsberaterin der Regierung, Naghmeh Danai, berichtete nach Gesprächen mit den Asylsuchenden: «Sie standen unter großem Stress. Sie wussten nicht, was sie tun sollten, sie machten sich Sorgen um ihre Familie, ihr Vermögen im Iran und fragten sich, welche Entscheidung jetzt die beste sei.»

Auch Trump mischt sich ein

Beim ersten Gruppenspiel des Turniers unmittelbar nach den Luftangriffen auf den Iran durch die USA und Israel hatte das iranische Team beim Abspielen der Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet. Befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr in ihre Heimat schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Sogar Donald Trump schaltete sich ein. Der US-Präsident forderte vom australischen Premierminister Anthony Albanese Asyl für die iranischen Spielerinnen, die seiner Meinung nach bei einer Rückkehr in die Heimat «mit hoher Wahrscheinlichkeit getötet» würden. Wenig später verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social nach einem Gespräch mit Albanese zu dem Asyl-Thema: «Er kümmert sich darum!» 

«Sie werden sich in Australien zu Hause fühlen»

Burke erklärte, die Regierung habe zunächst bewusst nicht öffentlich über ihre Hilfsbemühungen gesprochen, um die Sicherheit der Spielerinnen nicht zu gefährden. «Diese Frauen sind großartige Sportlerinnen und großartige Menschen, sie werden sich in Australien sehr zu Hause fühlen», sagte er. «Australien hat die iranische Frauenfußballmannschaft in seine Herzen geschlossen.»

Regierungschef Albanese erklärte, viele Australier seien vom Schicksal der Spielerinnen bewegt gewesen. «Sie sind hier sicher und sollen sich willkommen fühlen», betonte er vor Journalisten. Auch weitere Teammitglieder ermutigte er, Asyl zu beantragen, falls sie das wollten - «wohl wissend, dass es sich um eine sehr heikle Situation handelt und die Entscheidung bei ihnen liegt.» Die Hilfe seiner Regierung stehe aber bereit. 

Iranischer Verband fordert Untersuchung wegen Trump

Trump vermutete, dass nicht alle Spielerinnen aus freien Stücken in den Iran zurückreisen würden. «Einige fühlen sich jedoch gezwungen, zurückzukehren, weil sie um die Sicherheit ihrer Familien fürchten, auch wegen Drohungen gegen Familienmitglieder, sollten sie nicht zurückkehren.»

Laut Nachrichtenagentur AP berichtete das iranische Staatsfernsehen, dass der iranische Fußballverband die internationalen Verbände aufgefordert habe, Trumps «direkte politische Einmischung in den Fußball» zu überprüfen. Dass aber ausgerechnet der Weltverband FIFA, dessen Präsident Gianni Infantino beste Kontakte zu FIFA-Friedenspreisträger Trump pflegt, in dieser Sache aktiv wird, gilt als nahezu ausgeschlossen.

Emotionale Szenen bei der Abreise vom Hotel

Als der Rest des Teams, das kurz vor Ausbruch des Kriegs nach Australien gereist war, das Hotel in Richtung Flughafen verließ, kam es laut Beobachtern zu emotionalen Szenen. In einem von Medien veröffentlichten Video war zu sehen, wie eine Spielerin von einer Teamkollegin offenbar in den Bus gezerrt wurde. Am Airport der Stadt Gold Coast hatten dann Demonstranten versucht, den Bus aus Sorge um die Frauen zu blockieren.

Ähnliche Tumulte hatte es schon bei der Abreise vom Stadion nach dem letzten Gruppenspiel gegen die Philippinen am Sonntag gegeben. Die iranische Nationaltrainerin Marziyeh Jafari sagte der Nachrichtenagentur AAP nach dem Vorrunden-Aus: «Ich möchte bei meinem Land und den Iranern in meiner Heimat sein. Wir sehnen uns nach der Rückkehr.»

Im Iran hatten konservative Kommentatoren das Schweigen der Spielerinnen während der Nationalhymne im ersten Gruppenspiel als Verrat an der iranischen Führung bezeichnet. Das Team sang anschließend in seinen letzten beiden Spielen die Nationalhymne und salutierte dazu.

Parallele zur Männer-WM 2022

Die Szenen in Australien erinnerten an das Verhalten der iranischen Männer-Nationalmannschaft während der WM 2022 in Katar. Auch da blieb das Team vor dem ersten Spiel stumm und sang die Nationalhymne vor der zweiten Partie wieder mit - mutmaßlich auch auf Druck des Verbands.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   20 21 22 23 24    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.244     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
10.03.2026 21:29 EQS-DD: Beiersdorf Aktiengesellschaft (deutsch)
10.03.2026 21:05 GNW-Adhoc: Cliq Digital AG: Einberufungsverlangen der Dylan ...
10.03.2026 20:55 Jefferies senkt Ziel für Biontech auf 138 Dollar - 'Buy'
10.03.2026 20:52 EU-Kommission wirbt für niedrigeren Strompreis für Haushalte
10.03.2026 20:51 US-Regierung: Mehr als 5.000 Ziele im Iran getroffen
10.03.2026 20:50 Jefferies hebt Ziel für Traton auf 33 Euro - 'Hold'
10.03.2026 20:47 RBC belässt Commerzbank auf 'Sector Perform' - Ziel 37 Euro
10.03.2026 20:44 EU-Kommission wirbt für niedrigeren Strompreis für Haushalte
10.03.2026 20:25 EQS-News: DeFi Technologies erhält Benachrichtigungsschreib...
10.03.2026 19:56 ROUNDUP: Wie der Mercedes-Vans-Chef den Absatz wieder steige...
10.03.2026 19:55 ROUNDUP: Reiseverband: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfre...
10.03.2026 19:52 Devisen: Euro bleibt im US-Handel über 1,16 US-Dollar
10.03.2026 19:52 ROUNDUP 3: Ölpreis schwankt - Doch keine US-Eskorte für Ö...
10.03.2026 19:51 EQS-DD: Verve Group SE (deutsch)
10.03.2026 19:51 EQS-DD: Verve Group SE (deutsch)
10.03.2026 19:51 EQS-DD: Verve Group SE (deutsch)
10.03.2026 19:49 IRW-News: NatBridge Resources Ltd. : NatBridge treibt Konsol...
10.03.2026 19:47 EQS-News: Montero schließt Erkundungsprogramme im Rahmen de...
10.03.2026 19:45 Aktien New York: Schleppende Erholung - Stark schwankender ?...
10.03.2026 19:43 Wie der Mercedes-Vans-Chef den Absatz wieder steigern will
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.03.2026

VIVENDI SE
Geschäftsbericht

TULLOW OIL PLC
Geschäftsbericht

PUTCO HOLDINGS
Geschäftsbericht

OMNIA METALS GROUP
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services