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| 08.03.2026 08:38 Bas: 'Gleichstellung ist Frage des Respekts' BERLIN (dpa-AFX) - Anlässlich des Internationalen Frauentags weist Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) darauf hin, dass es im Alltag oft noch an Gleichstellung fehlt. "Noch immer arbeiten fast drei Viertel der Mütter in Teilzeit, oft nicht freiwillig", sagte Bas der Deutschen Presse-Agentur. Bas machte auch auf die Lohnlücke aufmerksam, den sogenannten Gender Pay Gap. "Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer und sind in vielen Technologiebereichen noch immer unterrepräsentiert." Es fehle aber nicht am Können, sondern liege zu oft an Rahmenbedingungen, die Frauen zwängen zurückzustecken. "Eine Zukunftsfrage" Für sie sei Gleichstellung eine Frage des Respekts und "eine Zukunftsfrage für unser Land", sagte Bas. Sie machte auf bestehende Bemühungen der Regierung für faire Bezahlung, gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gezielte Weiterbildungsangebote aufmerksam. Beispielsweise fördert das Arbeitsministerium berufliche Weiterbildung, unter anderem auch speziell für Frauen mit Migrationserfahrung, wie ein Sprecher erläuterte. Luft nach oben in Sachen Gleichberechtigung Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) sagte der "Rheinischen Post": "In Sachen Gleichberechtigung von Frauen und Männern steht Deutschland ganz ordentlich da im weltweiten Vergleich. Aber es ist durchaus noch Luft nach oben." Die Umsetzung der Gleichberechtigung sei kein nettes Zugeständnis an engagierte Frauenrechtlerinnen, sondern ein Verfassungsauftrag. Bei Vorständen und insbesondere bei Führungspositionen sei die Situation noch ausbaufähig. "Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit", sagte Prien. Die Ministerin reist zur 70. Tagung der UN-Frauenrechtskommission, die ab Montag in New York die Lage der Gleichstellung weltweit berät. Beim Internationalen Frauentag stehen heute bei vielen Veranstaltungen Themen wie Gleichberechtigung, aber auch Frieden und Abrüstung im Vordergrund. In mehreren Städten, etwa Berlin, Hamburg und München, sind Kundgebungen angekündigt./bw/DP/mis Weitere Nachrichten |
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