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| 05.03.2026 15:15 APA ots news: OeNB-Blog: Hartnäckiger Gender-Gap bei Finanzwissen in Österreich Vor allem junge Frauen schneiden schlechter ab, wenn es um
Finanzwissen und finanzielles Wohlbefinden geht - OeNB setzt
Schwerpunkt auf diese Zielgruppe
Wien (APA-ots) - In Österreich haben Frauen ein um 8,4 % geringeres
Finanzwissen als
Männer - eine beständige Lücke, obwohl das allgemeine Finanzwissen
steigt. Auch das finanzielle Wohlbefinden ist bei Frauen niedriger.
Daten aus dem aktuellen Austrian Survey of Financial Literacy liefern
Erkenntnisse, die helfen, die Ursachen dieser Lücke zu erklären.
Der Finanzwissen-Gender-Gap ist bei Jüngeren besonders groß,
während er bei 45- bis 74-Jährigen kaum noch wahrzunehmen ist.
Möglicherweise werden junge Frauen seltener ermutigt, finanzielle
Verantwortung zu übernehmen und holen Wissen erst später nach.
Auf Wissensfragen antworten Frauen oft vorsichtiger ("ich weiß
nicht"), statt zu raten. Die gemessene Lücke könnte daher auch
Unterschiede beim Vertrauen in das eigene Wissen oder bei
Antwortstrategien widerspiegeln.
Soziodemografische Faktoren (Einkommen, Bildung, Alter etc.)
erklären den Gender-Gap nur teilweise - selbst bei Gleichheit dieser
Merkmale bliebe eine Lücke. Bis zu einem gewissen Grad könnten
psychologische Aspekte helfen, die Differenz zu erklären. Hätten
Frauen die gleiche Risikoneigung und das gleiche Selbstvertrauen in
ihr Finanzwissen wie Männer, würden wir einen um 2 Prozentpunkte
geringeren Gender-Gap erwarten.
Hohes Finanzwissen korreliert mit größerem finanziellem
Wohlbefinden. Dieses wird mit Fragen zu finanziellen Reserven und zur
Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation erhoben.
Gezielte Finanzbildung könnte daher dabei helfen, finanzielles
Wohlbefinden zu fördern, indem sie nicht nur Fachwissen vermittelt,
sondern auch Selbstvertrauen stärkt und Rollenbilder aufbricht.
Die Forschungsergebnisse zu Finanzwissen beruhen in der Regel auf
Fragebogenstudien, die Kompetenz im Alltag nicht vollständig abbilden
können. Eine direkte Kausalität lässt sich aus den Beobachtungen
nicht ablesen. Zudem sind Frauen mit zahlreichen strukturellen
Ungleichheiten konfrontiert, die hier nicht umfassend abgebildet
werden können.
Um genau diesen Gender-Gap zu minimieren setzt die OeNB -
zusätzlich zu ihrer Tätigkeit im Rahmen der nationalen
Finanzbildungsstrategie - gezielt eigene Initiativen um vor allem
junge Erwachsene und Frauen bei Finanzentscheidungen zu unterstützen:
- My Money Guide - ein Journal für junge Erwachsene, das den Einstieg
ins finanzielle Leben begleitet.
- Geldgedanken - ein neuer Schwerpunkt, der Frauen dabei unterstützt,
ihre Gedanken zu Geld zu sortieren und Barrieren abzubauen.
- Geldgespräche - ein neues Kartenset, das gerade gelauncht wurde und
hilft, Geldthemen in Partnerschaften, Familien und Freundeskreisen zu
enttabuisieren.
- Vorsorge x Ausdauersport - eine Influencer Kooperation, die sich
rund um das Zusammenspiel von finanzieller und gesundheitlicher
Vorsorge gezielt an Frauen richtet und auf Basis des Erfolgs 2025
auch 2026 fortgeführt wird.
Da der Gender-Gap aber nicht nur in Österreich markant ist,
werden bereits auch über Ländergrenzen hinweg Aktivitäten gesetzt.
Aktuell wurde auf europäischer Ebene diese Woche folgende Initiative
gelauncht, die Finanzwissen und körperliche Fitness kombiniert:
Rund um den International Womens Day 2026 hat das Eurosystem
unter dem Vorsitz der Europäischen Zentralbank (EZB) die EuroSteps
Walking Challenge ins Leben gerufen: eine europaweite Initiative, die
körperliche Aktivität - das Zählen der täglichen Schritte - mit
kompakten Lerninhalten zum Thema Geld verbindet.
Weitere Infos finden sich auf der Website zur Finanzbildung .
Zum OeNB-Blog .
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Marlies Schroeder, MiM
Telefon: +43-1-404 20-6900
E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at
Website: https://www.oenb.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
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OTS0161 2026-03-05/15:09Weitere Nachrichten |
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