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| 05.03.2026 13:41 Nach Drohnenangriff: Mehr Schutz für Zypern läuft an NIKOSIA/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri nahe Limassol wollen Großbritannien und Zypern die Luftabwehr der Mittelmeerinsel verstärken. Dies erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen mit seinem zyprischen Kollegen Vasilis Palmas, wie der zyprische Staatssender RIK berichtete. Drohnenangriff auf britischen Stützpunkt In der Nacht zum Montag hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen. Ein Regierungssprecher in London bestätigte, dass ein Hangar getroffen wurde. Dabei seien jedoch nur minimale Schäden entstanden. Es handelte sich demnach um eine Drohne vom Typ Schahed, die aber nicht vom Iran aus gestartet worden sei. Über die mutmaßliche Herkunft der Drohne konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Zwei weitere Drohnen wurden anschließend abgefangen. Seitdem wird beim kleinsten Verdacht eines neuen Angriffs wieder Alarm in den britischen Stützpunkten geschlagen. Binnen kurzer Zeit wird wieder Entwarnung gegeben. Das versetze die Menschen auf Zypern in Angst, berichteten zyprische Medien. Mehr Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich hat nach zyprischen Regierungsangaben bereits eine Fregatte ins östliche Mittelmeer verlegt und plant, Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme auf die Insel zu bringen. Auch Italien und Spanien haben angekündigt, Schiffe in die Region zu entsenden. Griechenland hat bereits vier F-16-Kampfjets nach Zypern entsandt; zwei griechische Fregatten trafen am Mittwoch vor der Insel ein. Kritik an verspäteter britischer Reaktion Zyprische Medien kritisieren zunehmend die aus ihrer Sicht späte Reaktion Großbritanniens beim Schutz seiner Stützpunkte. Die britische Regierung hatte angekündigt, unter anderem den Zerstörer HMS Dragon zum Schutz der Basis ins östliche Mittelmeer zu entsenden. Das Kriegsschiff wird jedoch erst in der kommenden Woche vor Ort erwartet. Die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer geriet auch in Großbritannien in die Kritik, nicht ausreichend auf den Krieg im Iran vorbereitet gewesen zu sein. Zuletzt lag die HMS Dragon noch im britischen Hafen Portsmouth vor Anker und sollte mit Munition beladen werden, wie britische Medien unter Berufung auf Regierungsangaben berichteten. Mehrere Hubschrauber mit Fähigkeiten zur Drohnenabwehr sollen dagegen bereits in dieser Woche auf Zypern eintreffen./tt/DP/men Weitere Nachrichten |
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