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| 03.03.2026 10:40 ROUNDUP 2: Beiersdorf sieht kaum Wachstum - Aktie sackt deutlich ab (neu: Kursentwicklung, weiterer Analysten-Kommentar) HAMBURG (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. "Ich gehe nicht davon aus, dass der Markt weiter rückläufig sein wird", sagte Konzernchef Vincent Warnery der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. "Aber ich kann derzeit auch nicht sagen, dass er schnell wieder wachsen wird." An der Börse kam der trübe Ausblick überhaupt nicht gut an. Für die Aktie ging es am Dienstag im frühen Handel um zuletzt mehr als 13 Prozent auf 90,24 Euro kräftig nach unten. Damit ist der jüngste Erholungsversuch beendet, innerhalb dessen das Papier von Kursen unter 90 Euro bis auf 110 Euro geklettert war. Die im Dax notierten Beiersdorf-Anteile gehörten in den vergangenen zwölf Monaten zu den schwächsten deutschen Standardwerten. 2026 sei von einem "flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatz" auszugehen, die operative Umsatzrendite gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und ohne Sondereffekte dürfte "leicht unter" dem Vorjahresniveau liegen, hatte der Konzern überraschend am Montagabend in Hamburg mitgeteilt. Diese Ziele gelten auch jeweils für die beiden Geschäftsbereiche, also die Konsumentensparte und das Klebstoffgeschäft Tesa. Die Jahresprognose sei konservativ, sagte Warnery. Der Manager hält diese angesichts der heute bekannten Fakten aber für realistisch. Laut Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan lagen die Ergebnisse für 2025 im Rahmen der Erwartungen. Die Prognose der Hamburger für 2026 sei allerdings etwas mau. Für David Hayes vom Investmenthaus Jefferies bedeutet der Ausblick auf das laufende Jahr für den Marktkonsens einen Korrekturbedarf von etwa fünf Prozent. Der Branchenexperte erwartet zudem Diskussionen über das Wachstum der Kernmarke Nivea. Auch für Wassachon Udomsilpa von der kanadische Bank RBC steht der unter den Markterwartungen liegende Ausblick auf 2026 im Fokus. Die Signale für das erste Quartal seien sogar noch schlechter. Es sei erstaunlich, dass nach dem guten Start des Wirkstoffs Epicelline, der einen hautverjüngenden Effekt haben soll, offensichtlich so wenig Schwung aus dem vierten Quartal übrig bleibe. Im vergangenen Jahr lag der Konzernumsatz mit rund 9,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, wurde ein Wachstum von 2,4 Prozent verzeichnet. Die operative Umsatzrendite lag mit 14,0 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 13,9 Prozent. Der Erlös lag dabei etwas unter den Erwartungen von Analysten, während die Rendite diese in etwa traf. "2025 war ein anspruchsvolles Jahr für die Hautpflegebranche, geprägt von langsamerem Wachstum und anhaltender Marktvolatilität", sagte Konzernchef Warnery laut Mitteilung. Das verlangsamte Wachstum des Hautpflegemarkts und das volatile konjunkturelle Umfeld wirkten sich negativ auf die kurzfristigen Wachstumsaussichten des Bereichs Consumer aus, hieß es weiter. Für das erste Quartal wird dort ein Ergebnis noch unterhalb der anvisierten Gesamtjahresspanne erwartet. Belastend wirkten Störungen im US-Einzelhandel sowie im chinesischen Reiseeinzelhandelsgeschäft, so Beiersdorf. Unterdessen schreite die strategische Neujustierung bei Nivea voran. "Mit den Ergebnissen von Nivea sind wir weniger zufrieden, so Konzernchef Warnery. "Wir erwarten mehr". Nivea sei eine große Marke und stärker den Marktdynamiken ausgesetzt. Die Konsumentensparte wuchs im vergangenen Jahr aus eigener Kraft um zweieinhalb Prozent. Hier stützte weiterhin vor allem ein deutliches Wachstum bei den Hautpflege-Marken Eucerin und Aquaphor sowie bei Gesundheitsprodukten. Der Nivea-Umsatz stieg organisch nur leicht. Der Umsatz der Luxusmarke La Prairie war indessen organisch rückläufig, verzeichnete im Schlussquartal aber ein Wachstum. Der Bereich Tesa habe im vergangenen Jahr in einem herausfordernden globalen Umfeld agiert, das unter anderem von Zoll- und Währungsdruck, aber auch von anhaltendem Gegenwind für die Automobilindustrie insbesondere in Europa und Nordamerika geprägt gewesen sei. Auch 2026 dürfte das Marktumfeld für die Klebstoffsparte herausfordernd bleiben, vornehmlich im Autosektor, hieß es. Das Hamburger Traditionsunternehmen kündigte zudem ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. In den nächsten zwei Jahren sollen dabei Aktien für bis zu 750 Millionen Euro zurückgekauft werden. Die Dividende soll mit einem Euro je Aktie stabil bleiben. Von der direkten Gewinnbeteiligung profitiert die Familie Herz am meisten, die über die Maxingvest-Holding etwas mehr als die Hälfte der Anteile hält./err/jha/zb/tav/mis Weitere Nachrichten |
| Name | Kurs | Währung | Datum | Zeit | Handelsplatz |
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| BEIERSDORF AG | 86,520 | EUR | 03.03.26 | 11:41 | Xetra |
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