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| 28.02.2026 08:31 Rabatte auf Stromer bleiben trotz neuer Prämie hoch BOCHUM (dpa-AFX) - Die Rabatte auf Elektroautos bleiben hoch. Im Februar lagen sie für die wichtigsten in Deutschland verkauften Modelle stabil bei hohen 19,5 Prozent, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer errechnet hat, und damit fast einen Prozentpunkt höher als bei Verbrennern. Damit ist die Befürchtung, dass die Hersteller einen Teil der Prämie schlucken, indem sie selbst weniger Rabatt bieten, wenn der Staat die Autos billiger macht, bisher nicht eingetreten. Dies sei eigentlich eine typische Verhaltensweise, sagt Dudenhöffer. In der alten Umweltprämie seien solche Mitnahmeeffekte zum Teil vorgekommen. Auf der anderen Seite gebe es aber auch so gut wie keine höheren Rabatte, sagt Dudenhöffer. "Das Problem sind die Einkommens- und Kindergrenzen. Wer 45.000 Euro Familieneinkommen hat und zwei Kinder unter 18 Jahren wird wohl kaum Neuwagen kaufen", betont er. Kritik an der Konstruktion der Prämie Zudem sei die Konstruktion der Prämie schwierig. Bei früheren Förderungen habe man gewusst, welche Prämie anfalle, wenn man wusste, was das Auto kostet. Die schlechte Kalkulierbarkeit mache die neue Prämie im Vergleich dazu quasi zum Würfelspiel. "Und Autobauer würfeln nicht." Dudenhöffer sieht die neue Prämie schon seit längerem kritisch. Unter anderem, weil sie den deutschen Herstellern seiner Ansicht nach kaum helfen werde, weil deren Autos für die Menschen, die die höchste Förderung beziehen zumindest im Fall von Mercedes , BMW , Audi und Porsche tendenziell zu teuer sind. Er befürchtet daher, dass die Prämie chinesischen Anbietern die Tür zum deutschen Markt öffnen könnte. Von dort sieht er aktuell auch einzelne Angebote mit sehr hohen Rabatten. Insgesamt glaubt Dudenhöffer aber nicht, dass die Prämie große Kaufimpulse auslösen wird. Ob er damit recht hat, wird sich allerdings voraussichtlich erst in einigen Monaten in den Neuzulassungszahlen zeigen, da zwischen Bestellung und Zulassung eines Autos in der Regel einige Zeit vergeht./ruc/DP/mis Weitere Nachrichten |
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