Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
23.02.2026 10:27



FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Wieder Zollstreitigkeiten, und dann noch ein drohender Iran-Krieg - an den Märkten kehrt keine Ruhe ein. Außerdem bleibt das Thema: KI-Blase oder nicht? Die am Mittwoch anstehenden Nvidia-Zahlen könnten darüber mehr verraten.

23. Februar 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Die neuen Zolldrohungen aus den USA sorgen für Nervosität. Der US-Supreme Court hatte dem US-Präsidenten Trump am Freitag untersagt, Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz zu verhängen. Trump hat daraufhin erst weltweite Zölle auf Importe in die USA von 10 Prozent angekündigt, dann 15 Prozent. Dazu kommt die Angst vor einer militärischen Auseinandersetzung zwischen USA und Iran. Das Barrel Brent kostet mit 71 US-Dollar jetzt rund 10 US-Dollar mehr als zu Jahresanfang.

+++

Online-Session: 23. Februar, 12 Uhr: Europäische Unternehmensanleihen - Aktiv-ETFs und Index-ETFs im Vergleich. Mit Dr. Markus Thomas, Xenix #293

Jetzt kostenlos anmelden: live.deutsche-boerse.com/webinare

+++

"Noch ist der ?-lpreisanstieg nicht besorgniserregend, der Stimmung an den Aktienmärkten war es dennoch abträglich, ebenso wie die neue Verunsicherung in der US-Zollpolitik", kommentiert Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Allen Versicherungen der US-Regierung zum Trotz herrscht nun erstmal ein großes Chaos", schildet Berndt Fernow von der LBBW die Lage. Den bisher geschlossenen Zollabkommen sei die Geschäftsgrundlage entzogen. "Die volkswirtschaftlichen Konsequenzen der Entscheidung dürften aber zunächst begrenzt bleiben, wie auch die Marktreaktionen nahelegen", erklärt er. Überschattet werde die Entwicklung an den Kapitalmärkten aber von den Spannungen rund um Iran. "Ein erster Militärschlag kann jederzeit erfolgen."

Gold profitiert

Der DAX (DE0008469008) steht am Montagmorgen bei 25.130 Punkten nach 25.238 am Freitag zu Handelsschluss und 25.508 im Rekordhoch im Januar. Der Stoxx Europe 600 (EU0009658202) liegt knapp unter seinem Allzeithoch. Die US-Märkte hatten am Freitag noch auf die Zollentscheidung reagieren können und schlossen im Plus. Rückenwind durch die Krisenstimmung erhält der Goldpreis mit aktuell wieder 5.132 US-Dollar. Der Bitcoin verliert hingegen erneut und kostet 65.890 US-Dollar.

"Börse blickt sechs bis zwölf Monate voraus"

"Unter normalen Umständen könnte man eine deutlich schwächere Börse erwarten", meint Tim Oechsner von der Steubing AG. Der entscheidende Punkt dieses Jahr sei aber, dass die Kapitalmärkte weniger auf Schlagzeilen als auf Fundamentaldaten reagierten.

"Die Unternehmensgewinne in Europa und den USA waren robust, und US-Wirtschaft und -Arbeitsmarkt zeigen sich widerstandsfähiger als erwartet." Dazu kämen die Leitzinssenkungen. "Dadurch sind die Risiken zwar präsent, aber nicht marktbeherrschend."

Von einer Entkopplung von Realwirtschaft und Börse will er daher nicht sprechen, sondern von unterschiedlichen Zeithorizonten. "Die Börse blickt sechs bis zwölf Monate voraus, die Realwirtschaft spiegelt die Gegenwart wider." In Deutschland scheine darüber hinaus die Talsohle durchschritten. "Die moderate Bewertung des DAX im Vergleich zu den heiß gelaufenen US-Indizes ist eine wichtige Triebfeder für den deutschen Aktienmarkt."

"Tal der Tränen" hinter sich gelassen

Der DZ Bank zufolge sind die jüngsten Einkaufsmanagerindizes ein weiteres Indiz dafür, dass Deutschland das wirtschaftliche Tal der Tränen allmählich hinter sich gelassen haben dürfte. Eine Erholung zeichne sich ab. "Zwar wird diese mit einer enormen Erhöhung der Staatsschulden für Infrastruktur und Verteidigung erkauft, aber immerhin zeigt sie Wirkung", erklärt Analyst Christoph Swonke.

"Nvidia-Zahlen für gesamten Aktienmarkt richtungsweisend"

Was die Berichtssaison angeht, wird mit Spannung auf die am Mittwoch anstehenden Zahlen von Nvidia gewartet. "Diese könnten für den KI-Sektor, aber auch für den gesamten Aktienmarkt richtungsweisend sein", bemerkt Christian Henke von IG.

Außerdem legen noch einzelne Unternehmen wie Salesforce, Dell und Berkshire Hathaway ihre Bücher offen. In Europa und Deutschland berichten unter anderem Fresenius Medical Care, Bayer, Münchener Rück, Allianz und BASF. "Die gestiegene Unsicherheit infolge der geopolitischen Verwerfungen dürfte sich deutlich in den Geschäftszahlen und in den Ausblicken der Unternehmen niederschlagen", meint LBBW-Analyst Frank Klumpp.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Montag, 23. Februar

10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex Februar.

Dienstag, 24. Februar

16.00 Uhr. USA: Verbrauchervertrauen Conference Board Februar. Der bessere Arbeitsmarktbericht stützt, erklärt die DekaBank und prognostiziert 89 Punkte nach 84,5 im Vormonat.

Donnerstag, 26. Februar

11.00 Uhr. Euroraum: Economic Sentiment Februar. Laut DekaBank werden die zwei größten Baustellen für die europäische Wirtschaft kleiner: die deutsche Wirtschaft und die Industrie. Das werde sich im Economic Sentiment der EU-Kommission zeigen.

Freitag, 27. Februar

8.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise Februar. Die deutsche Inflationsrate dürfte nach Einschätzung der Commerzbank im Februar leicht von 2,1 auf 2 Prozent gefallen sein und damit genau auf dem Ziel der EZB liegen. Für die Kernteuerungsrate rechnet die Bank mit stabil 2,5 Prozent.

Von Anna-Maria Borse, 23. Februar 2026, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   11 12 13 14 15    Berechnete Anzahl Nachrichten: 517     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
23.02.2026 14:10 EU-Kommission will von USA Klarheit zu Zöllen
23.02.2026 14:09 POLITIK: Bericht: Knapp 500 Milliarden Euro für Ukraine-Wie...
23.02.2026 14:05 Kiew: 400 Quadratkilometer und acht Dörfer zurückerobert
23.02.2026 14:05 ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Novo Nordisk auf 'Hold' - ...
23.02.2026 14:00 Union und SPD uneinig über Rückkehr zur Atomkraft
23.02.2026 13:51 ROUNDUP: Mehr Fördermittel für grünen Stahl aus Salzgitter
23.02.2026 13:51 Chemie-Tarifgespräche für 585.000 Beschäftigte fortgesetzt
23.02.2026 13:46 CSU-Vorstand sieht Social-Media-Altersgrenze skeptisch
23.02.2026 13:46 ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Novo Nordisk auf 'Buy' - Zie...
23.02.2026 13:45 JPMorgan belässt Novo Nordisk auf 'Overweight' - Ziel 350 K...
23.02.2026 13:43 ROUNDUP 2/ Ifo-Index steigt: Hoffen auf Aufschwung trotz Tru...
23.02.2026 13:43 Chemie-Tarifgespräche für 585.000 Beschäftigte fortgesetzt
23.02.2026 13:42 Pro Asyl: Zugang zum Arbeitsmarkt braucht Sprachkurse
23.02.2026 13:40 Weiterhin weniger IC-Züge von Stuttgart nach Zürich
23.02.2026 13:39 IRW-News: MCF Energy Ltd. : MCF Energy veröffentlicht Updat...
23.02.2026 13:37 Deutschland will vor Zoll-Deal Klarheit über Trumps Pläne
23.02.2026 13:36 Ukraine beharrt auf russischen Reparationszahlungen
23.02.2026 13:35 Kommt 'Made in Europe'? EU stellt Vorschlag erst später vor
23.02.2026 13:35 Mehr Geld für grüne Stahlproduktion bei Salzgitter
23.02.2026 13:32 EQS-Stimmrechte: SAP SE (deutsch)
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
24.02.2026

TRNPACO
Geschäftsbericht

TALKMED GROUP LIMITED
Geschäftsbericht

SERVCORP
Geschäftsbericht

PROPELL HOLDINGS LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services