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| 13.02.2026 12:25 Wadephul über die Nato: Jetzt schlägt die Stunde Europas MÜNCHEN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul sieht die europäischen Nato-Partner angesichts lautstarker US-Forderungen in der Pflicht, größere Beiträge zur gemeinsamen transatlantischen Verteidigung zu liefern. "Jetzt schlägt die Stunde Europas", sagte der CDU-Politiker kurz vor dem offiziellen Start der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Treffen, an dem auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und CSU-Chef Markus Söder teilnahmen. Dies werde sich auch beim nächsten Nato-Gipfel in Ankara zeigen, der Anfang Juli stattfinden soll. "Die Nato ist stärker geworden, sie ist größer geworden", sagte Wadephul. Sie sei das erfolgreichste Verteidigungsbündnis der Welt. Man werde die tiefen globalen Umbrüche, vor denen man stehe, "nur bestehen, wenn wir unsere Allianzen bewahren. Wenn wir zu dem stehen, was uns immer stark gemacht hat, was uns immer verteidigungsfähig gemacht hat", fügte er hinzu. Angesichts kritischer Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und anderen führenden Vertretern der US-Regierung sind Zweifel laut geworden, ob die USA weiterhin mit aller Konsequenz hinter den Nato-Verpflichtungen stehen. Tiefe globale Umbrüche fordern Nato-Partner heraus Deutschland stehe fest zur Nato und zur Europäischen Union und werde weiterhin Verantwortung übernehmen, unterstrich Wadephul. Deutschland stehe zum Ziel, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. "Darauf werden wir jetzt in Ankara in diesem Jahr aufbauen und das fortsetzen". Auch bei der Mission "Arctic Sentry" der Nato in der Arktis, mit der Brigade in Litauen und bei der Unterstützung der Ukraine übernehme Deutschland Verantwortung. Nato-Generalsekretär Rutte lobt Deutschlands Führungsrolle Nato-Generalsekretär Rutte lobte das deutsche Engagement: "Deutschland wird bis 2029 doppelt so viel ausgeben wie 2021. Die Verteidigungsausgaben werden auf über 150 Milliarden Euro steigen. Damit weist Deutschland den richtigen Weg. Genau diese Führungsrolle brauchen wir von Deutschland und Europa", sagte er. Mit Blick auf die Lage in der Ukraine verwies Rutte auf die hohen Verluste Russlands: "35.000 Tote im Dezember, 30.000 Tote im Januar." Wenn die Russen als mächtiger Bär empfangen werden wollten, "könnte man argumentieren, dass sie sich in der Ukraine im Schneckentempo bewegen"./had/DP/jha Weitere Nachrichten |
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