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| 08.02.2026 10:56 Roche sieht Wirksamkeit vom MS-Kandidaten Fenebrutinib durch Daten bestätigt BASEL (dpa-AFX) - Roche hat neue Ergebnisse aus einer zulassungsrelevanten Studie zu dem experimentellen Medikament Fenebrutinib am Fachkongress Actrims in Kalifornien vorgelegt. So verlangsamte der Wirkstoff bei Patienten mit primär progressiver Multipler Sklerose (PPMS) das Fortschreiten der Behinderung mindestens ebenso wirksam wie die bisher einzige zugelassene Roche-Therapie Ocrevus. Fenebrutinib senkte das Risiko einer Verschlechterung der Behinderung um 12 Prozent gegenüber Ocrevus, wie Roche am Samstagabend mitteilte. Erste Unterschiede zeigten sich bereits nach 24 Wochen, wie aus den Daten der FENtrepid-Studie hervorgeht. Besonders deutlich war der Vorteil bei der Funktion der oberen Extremitäten, wo sich das Risiko einer Verschlechterung um 26 Prozent verringerte. Die Nebenwirkungen waren den Angaben zufolge insgesamt vergleichbar mit der bestehenden Therapie. Erhöhte Leberwerte traten unter Fenebrutinib häufiger auf, waren jedoch vorübergehend und reversibel. Schwere Nebenwirkungen wurden in beiden Behandlungsgruppen ähnlich häufig beobachtet. Die nun auf dem Kongress Americas Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS) vorgestellten Daten folgen auf die Ankündigung von Roche im November 2025, dass die FENtrepid-Studie und die erste von zwei Phase-III-Studien zur schubförmigen Multiplen Sklerose (RMS) (FENhance 2) ihre primären Endpunkte erreicht haben. Sobald die Ergebnisse der zweiten RMS-Studie (FENhance 1) vorliegen, was für das erste Halbjahr 2026 erwartet wird, werden die Daten aus allen Phase-III-Studien mit Fenebrutinib den Zulassungsbehörden präsentiert, kündigte Roche an. Fenebrutinib ist ein neuer, experimenteller Wirkstoff gegen Multiple Sklerose, der als Tablette eingenommen wird und direkt ins Gehirn gelangt. Er blockiert gezielt ein Enzym namens BTK, das eine wichtige Rolle bei Entzündungen spielt. Anders als viele andere Wirkstoffe dieser Klasse bindet Fenebrutinib vorübergehend an das Enzym, statt dauerhaft - das könnte Nebenwirkungen verringern. Fenebrutinib wirkt laut Roche hochselektiv: Es trifft fast ausschliesslich sein Ziel, ohne andere Enzyme zu stören. Es beeinflusst B-Zellen im Blut, die für akute Entzündungen verantwortlich sind, und Mikroglia im Gehirn, die chronische Schäden verursachen, die langfristig zu Behinderungen führen./hr/cg/AWP/mis Weitere Nachrichten |
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