Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
23.01.2026 15:05

ROUNDUP/Iran: Exekutionen sind nicht gestoppt - Kriegssorge wächst

TEHERAN (dpa-AFX) - Irans Justiz hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach die Exekution von 800 Demonstranten gestoppt worden sei. "Diese Behauptung ist völlig falsch. Weder existiert eine solche Zahl noch hat die Justiz eine derartige Entscheidung getroffen", zitierte der staatliche Rundfunk den Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad.

US-Präsident Donald Trump hatte vor einer Woche gesagt, ein Militärangriff auf die Führung der Islamischen Republik sei ausgeblieben, weil die Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hätten. Während der Protestwelle gegen die autoritäre Regierung hatte er den Demonstranten wiederholt seine Unterstützung zugesichert und rote Linien für die Führung in Teheran gezogen - bisher ohne Konsequenzen.

Trump: "Riesige Flotte" auf dem Weg Richtung Iran

Unterdessen steigt wieder die Sorge vor einem Krieg: Trump teilte am Donnerstag mit, eine "riesige Flotte" sei auf dem Weg in die Gewässer nahe dem Iran. Zuvor hatten US-Medien über die Verlegung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" und begleitender Schiffe berichtet.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, warnte daraufhin vor einem Angriff: Die Streitkräfte stünden bereit "mit dem Finger am Abzug".

Türk: Aggressive Rhetorik ist kontraproduktiv

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf warnte der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, vor einer militärischen Eskalation. "Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv." Dass jemand für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werde, könne nicht "durch militärische Gewalt aus dem Iran oder von außerhalb" erreicht werden, sagte er.

Seit mehr als zwei Wochen ist die Bevölkerung im Iran weitgehend vom Internet abgeschnitten. Am Donnerstag und Freitag konnten einige Nutzer erstmals wieder Nachrichten über Messenger verschicken. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Freitag weiterhin nur minimalen Datenverkehr im Internet des Iran. Einwohner der Hauptstadt Teheran berichteten telefonisch von der weit verbreiteten Sorge vor neuen Angriffen - sei es durch Israel oder die USA.

Iranische Journalisten kritisieren Internetsperre

Auch iranische Medien kritisierten die Blockade. "Journalistisches Arbeiten ohne Internet ist wie Schwimmen mit gefesselten Händen", sagte Mehdi Rahmanian, Chefredakteur der Tageszeitung "Shargh". Mit Hohn reagierte das Webportal "Digiato": "Unter diesen Umständen sollten wir umgehend das Brieftauben-System wieder einführen."

Aktivisten verifizieren mindestens 5.000 Tote bei Protesten

Die Proteste im Iran wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor und schlug sie nieder. Inzwischen sind die Demonstrationen völlig verstummt.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben inzwischen 5.002 Tote, darunter 4.714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9.787 Todesfälle würden untersucht. Zudem seien rund 26.800 Menschen festgenommen worden, hieß es in dem Bericht bei HRANA.

Payam Akhavan, Professor für internationales Recht, sprach am Freitag als ziviler Vertreter vor dem UN-Menschenrechtsrat. Die jüngste staatliche Repression im Iran bezeichnete der iranisch-kanadische Jurist als "schwersten Massenmord in der jüngeren Geschichte des Iran".

Staat: "Terroristen" verantwortlich für Tausende Tote

Nach offizieller staatlicher Darstellung gab es bei den Aufständen 3.117 Tote. Die Regierung macht die Erzfeinde Israel und USA für die vielen Toten verantwortlich, die in den Nächten vom 8. und 9. Januar gezielt "zahlreiche terroristische Handlungen" in weiten Teilen des Landes verübt haben sollen.

Dem gegenüber stehen zahlreiche Videos, die trotz der Internetsperre nach außen drangen. Sie sollen Sicherheitskräfte zeigen, die auf offenbar unbewaffnete Demonstranten schießen. Noch nie in der Geschichte der Islamischen Republik wurden so viele Demonstranten bei Protesten getötet.

Amnesty: Bewaffnete Patrouillen in Städten

Amnesty International kritisierte die staatlichen Repressionen scharf und sprach von einem "beispiellosen Ausmaß". Schwer bewaffnete Einheiten der Sicherheitskräfte seien landesweit im Einsatz und hätten ein dichtes Netz aus Kontrollpunkten und bewaffneten Patrouillen in Städten und auf Überlandstraßen errichtet, heißt es in einem Bericht.

"Durch die anhaltende Sperre des Internets isolieren die Behörden bewusst über 90 Millionen Menschen vom Rest der Welt, um ihre Verbrechen zu vertuschen und sich ihrer Verantwortung zu entziehen", sagte Diana Eltahawy, stellvertretende Regionaldirektorin für den Nahen Osten laut einer Mitteilung./arb/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   3 4 5 6 7    Berechnete Anzahl Nachrichten: 782     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
17.03.2026 16:47 Israels Armeesprecher: Greifen Hisbollah mit Entschlossenhei...
17.03.2026 16:46 Barclays belässt Deutsche Bank auf 'Overweight' - Ziel 39 E...
17.03.2026 16:44 Barclays belässt Delivery Hero auf 'Overweight' - Ziel 36,9...
17.03.2026 16:42 Barclays belässt Fraport auf 'Overweight' - Ziel 90,50 Euro
17.03.2026 16:40 Barclays belässt Springer Nature auf 'Overweight'
17.03.2026 16:30 Bauministerin: 'Schrottimmobilien' notfalls enteignen
17.03.2026 16:30 Ex-Minister: Keine Region Russlands kann sich sicher fühlen
17.03.2026 16:30 Weidel kritisiert USA für Krieg und fordert Öl aus Russland
17.03.2026 16:29 WDH: Selenskyj wirbt in London um Unterstützung
17.03.2026 16:27 Umfrage: Union baut Vorsprung aus, Grüne überholen SPD
17.03.2026 16:25 Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1531 US-Do...
17.03.2026 16:20 Bauministerin: «Schrottimmobilien» notfalls enteignen
17.03.2026 16:20 Bundesamt moniert Software-Sicherheit im Gesundheitswesen
17.03.2026 16:15 Schleswig-Holstein startet Initiative zur Zuckersteuer
17.03.2026 16:15 Ölpreise steigen - Förderung auf wichtigen Ölfeldern beei...
17.03.2026 16:13 ROUNDUP/Aktien New York: Erholung geht weiter vor US-Zinsent...
17.03.2026 15:52 Aus Protest: Chef des US-Zentrums für Terrorbekämpfung geht
17.03.2026 15:50 EQS-News: SANY und OCHA unterzeichnen Partnerschaftsabkommen...
17.03.2026 15:49 Wegner nennt trotz Vorwürfen keine Details zu Telefonaten
17.03.2026 15:49 ROUNDUP: Hisbollah und Israel greifen weiter gegenseitig an
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
18.03.2026

WITAN INVESTMENT TRUST PLC
Geschäftsbericht

TAMASKA OIL & GAS LTD
Geschäftsbericht

GUNSON RESOURCES
Geschäftsbericht

SMARTBROKER HOLDING AG
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services