Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
22.01.2026 14:16

ROUNDUP 2/'Kauft nicht bei Amazon': Kommt jetzt der große US-Boykott?

KOPENHAGEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Einige Verbraucher schauen in diesen Tagen ganz genau hin: Was aus den USA stammt, landet bei manchem nicht mehr im Einkaufswagen. Vor allem in Dänemark verleitet der Grönland-Konflikt einige zum Boykott US-amerikanischer Lebensmittel.

Apps helfen den Dänen sogar, Produkte aus den USA im Supermarkt zu meiden. Eine dieser Apps ist "UdenUSA" ("Ohne die USA"). Sie schlägt Alternativen vor, mit denen Verbraucher stattdessen europäische Unternehmen unterstützen können. Die Idee scheint auf Anklang zu stoßen: Im dänischen App-Store lag "UdenUSA" am Donnerstag auf Platz 1 der Download-Hitliste der kostenlosen Apps. Auf Platz 3 fand sich eine weitere App, die dabei hilft, US-Produkte zu umgehen.

Im Nachbarland Deutschland ist die unmittelbare Betroffenheit zwar geringer, dennoch beschäftigt das Thema viele Menschen. "Sicher werden einige überlegen, welche Maßnahmen, sie ergreifen können, um amerikanische Produkte zu meiden", sagt Katharina Gangl, Direktorin des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen.

Entscheidend sei, ob sich eine soziale Bewegung bilde, die bestimmte Konsumgüter oder Unternehmen gezielt ins Visier nimmt, die Trump unterstützen. Ein Verzicht auf Apple -Produkte, Amazon oder Facebook sei naheliegend. Auch McDonald's und Amazon könnten laut Gangl betroffen sein. Sie hält dies jedoch erst dann für realistisch, wenn sich die Lage weiter zuspitzt. Dann könnte ein Aufruf wie "Kauft nicht bei Amazon, sondern bei Otto" möglicherweise erfolgreich sein.

"Empörung und Abscheu deutlich spürbar"

Ralf Deckers vom Handelsforschungsinstitut IFH Köln sagt: "In der Bevölkerung sind Empörung und teils auch Abscheu deutlich spürbar." Ein gewisser Anti-Amerikanismus sei in Deutschland traditionell verbreitet. Eine IFH-Umfrage zeigt: Für 61 Prozent kommen bestimmte amerikanische Produkte wie Tesla nicht mehr infrage, 36 Prozent lehnen sie komplett ab. Die repräsentative Befragung mit knapp 500 Teilnehmer wurde im März 2025 gemacht, damals brach der Zollstreit aus. Aktuellere Daten liegen nicht vor.

Spüren US-Unternehmen in Deutschland den Ärger? Der Onlinehändler Amazon, die Fastfoodkette McDonald's, der Lebensmittelhersteller Mars sowie CCEP, der Abfüller von Coca-Cola , äußerten sich auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht.

Burger King Deutschland betonte, das Unternehmen agiere eigenständig und sei stark lokal verwurzelt. "Unsere Gäste differenzieren klar zwischen unseren Restaurants in Deutschland und internationalen Diskussionen."

Folgen für Supermärkte und Discounter?

Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet bislang keine Auswirkungen. In Deutschland seien keine Veränderungen in den Verkaufszahlen amerikanischer Produkte zu erkennen, teilt Lidl mit. Andere Handelsketten wie Aldi oder Edeka äußerten sich nicht konkret. "Wir nehmen keinen Protest wahr. Die entsprechenden Produkte werden weiter nachgefragt", sagt Philipp Hennerkes vom Branchenverband BVLH.

Bei einer möglichen Eskalation zeige sich nur punktuell und kurzfristig ein Vermeidungsverhalten, sagt Experte Deckers, "weil viele Menschen ihre eingeübten Konsumgewohnheiten nur ungern infrage stellen". In der Branche wird auf weitere Faktoren verwiesen. Viele bekannte US-Produkte wie Coca-Cola, M&M's, Pringles und Kellogg's werden in Europa hergestellt. Oft wissen Verbraucher zudem nicht, welche Marken zu US-Unternehmen gehören. Auch Rabattaktionen beeinflussen das Kaufverhalten.

Konsumforscher Ole Kelm von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sagt: "Die Nutzung von Boykott-Apps wird keinen großen Effekt auf die Verkaufszahlen amerikanischer Produkte haben." Dafür seien die Unternehmen zu groß. Allerdings fürchteten viele Konzerne Imageschäden, die durch Boykottaufrufe oder entsprechende Berichterstattung entstehen könnten.

Viele Dänen wollen US-Waren boykottieren

In Dänemark hatte es schon im vergangenen Jahr Initiativen gegeben, mit denen die Menschen ein Zeichen gegen Trumps Handelspolitik setzen wollten - so hatten etwa dänische Supermärkte Waren europäischer Produzenten mit einem Stern auf dem Preisschild gekennzeichnet.

Auch die Idee für "UdenUSA" kam den jungen Entwicklern im vergangenen Jahr, als Trump erstmals ernsthaft damit drohte, Grönland zu übernehmen. "Wir haben gemerkt, dass es vielen Menschen wichtig ist, auf Lebensmittel aus den USA zu verzichten", sagt App-Entwickler Pipper der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es ist nicht immer so leicht, die im Supermarkt auch zu erkennen." Deshalb habe man den Dänen ein Werkzeug an die Hand geben wollen. Vor wenigen Tagen ist die App an den Start gegangen.

Aus einer Welle des Protests entstand in Dänemark 2025 die Facebook-Gruppe "Boykottiert Waren aus den USA", in der sich Dänen dazu austauschen, wie sie amerikanische Produkte am besten meiden können. Inzwischen hat die Gruppe mehr als 110.000 Mitglieder. Zur Einordnung: Dänemark hat rund sechs Millionen Einwohner./wbj/DP/mis



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
AMAZON.COM INC. 212,650 USD 11.03.26 21:00 Nasdaq
APPLE INC 260,810 USD 11.03.26 21:00 Nasdaq
COCA-COLA CO 77,630 USD 11.03.26 21:00 NYSE
MCDONALD'S CORPORATI... 325,210 USD 11.03.26 21:00 NYSE
TESLA INC. 407,820 USD 11.03.26 21:00 Nasdaq
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   5 6 7 8 9    Berechnete Anzahl Nachrichten: 982     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.03.2026 19:56 Flugbetrieb am BER für eine halbe Stunde unterbrochen
11.03.2026 19:49 EQS-DD: SAP SE (deutsch)
11.03.2026 19:43 Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern
11.03.2026 19:41 EQS-DD: SAP SE (deutsch)
11.03.2026 19:40 EQS-Stimmrechte: DEUTZ AG (deutsch)
11.03.2026 19:35 EQS-DD: SAP SE (deutsch)
11.03.2026 19:27 EQS-DD: SAP SE (deutsch)
11.03.2026 19:16 G7 will Schifffahrt durch Straße von Hormus absichern
11.03.2026 19:15 ROUNDUP: Rätseln um Irans obersten Führer - wo ist Chamene...
11.03.2026 19:13 Trump ermutigt Öltanker zur Durchfahrt der Straße von Hormus
11.03.2026 19:02 Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen
11.03.2026 18:52 Spitzen von Union und SPD im Kanzleramt zusammengekommen
11.03.2026 18:46 Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon
11.03.2026 18:40 Aktien New York: Dow gibt nach - Oracle stützt Technologie-...
11.03.2026 18:28 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - Energiepreis-Unsic...
11.03.2026 18:22 ROUNDUP 4: VW-Tochter Porsche bleibt bei Zielen verhalten - ...
11.03.2026 18:20 Aktien Wien Schluss: ATX verliert leicht
11.03.2026 18:17 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Vortagserholung weitge...
11.03.2026 18:15 EQS-News: Ridgewood Infrastructure gibt den Verkauf von APP ...
11.03.2026 18:12 IEA will wegen Iran-Krieg Rekordmenge Ölreserven freigeben
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.03.2026

VICPLAS INTL
Geschäftsbericht

URGENT.LY INC.
Geschäftsbericht

UNIBEL
Geschäftsbericht

TYRANNA RESOURCES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services