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15.01.2026 17:07

Mehr Fleisch aus besseren Ställen - Staatliches Logo später

Tierhaltung

Berlin (dpa) - Beim Kauf von Koteletts oder Kassler schauen die meisten wohl zuerst auf den Preis. Auf vielen Packungen mit Fleisch und Wurst gibt es aber auch schon Etiketten zu den Haltungsbedingungen der Tiere. Und da tut sich etwas in den Kühlregalen: Auch bei Rindfleisch, das zuletzt zu drei Vierteln aus Ställen nur mit den gesetzlichen Mindestanforderungen stammte, gibt es nach Branchenangaben nun Bewegung zu mehr Produkten mit höheren Standards. Der Start eines staatlichen Logos kommt jetzt erst später, nämlich 2027.

Nach einer im Handel schon eingeführten Kennzeichnung kamen bei Rindfleisch aus dem SB-Regal nach neuen Daten für 2024 noch 62,4 Prozent aus der untersten Stufe 1 - nach 75,6 Prozent im Jahr zuvor, wie die Trägergesellschaft zur Agrarmesse Grüne Woche mitteilte. Zugleich legte die Stufe 3 mit mehr Platz und weiteren höheren Anforderungen von 5,6 auf 16,7 Prozent zu. Die Entwicklung zeige, dass Landwirte und Handel bereit seien, Schritte für mehr Tierwohl zu gehen, wenn die Verbrauchernachfrage dies rechtfertige, hieß es.

Kennzeichnungen mit fünf Haltungsstufen 

Die seit 2019 bestehende freiwillige Kennzeichnung der Supermarktketten mit dem Aufdruck «Haltungsform» gilt für Fleisch und verarbeitete Produkte von Rind, Schwein und Geflügel. Nach einer Angleichung an das künftige staatliche Logo hat es auf den Etiketten in Rot, Blau, Orange, Hellgrün und Dunkelgrün die Zahlen 1 bis 5 für fünf Stufen mit wachsenden Anforderungen an die Haltung - von der Stufe «Stall» mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu «Bio».

In den SB-Regalen gibt es demnach praktisch kein Geflügelfleisch der untersten Stufe 1 mehr. Es dominiert Stufe 2 mit 88,6 Prozent bei Hähnchen - und 78,0 Prozent bei Putenfleisch, bei dem der Anteil der Stufe 3 nun von 5,3 Prozent auf 18,6 Prozent zulegte. Auch bei Schwein stammt der Großteil aus Stufe 2 mit 86,3 Prozent. Der zuletzt geschrumpfte Anteil der Stufe 1 wuchs aber von 1,5 auf 3,7 Prozent. Hintergrund seien Marktschwankungen, die durch Änderungen bei Haltungsvorgaben etwas verstärkt worden seien, hieß es zur Erläuterung.

Neue Anreize für Landwirte

Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Stufe 3 kommen für Bauern auch neue Anreize in Sicht. Die von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Handel und Firmen der Gastronomie getragene «Initiative Tierwohl» kündigte für 2026 zwei neue Programme mit Preisaufschlägen für zusätzliche Tierwohlanforderungen der Stufen 3 und 4 an. Am jetzigen Programm für Stufe 2 nehmen rund 13.000 Betriebe teil. Abgedeckt werden damit den Angaben zufolge bei Rindern 20 Prozent des Marktes, bei Schweinen 60 Prozent und bei Geflügel 90 Prozent.

Die private Kennzeichnung baut damit ihren Vorsprung aus. Denn die schwarz-rote Koalition schickt das seit 2023 gesetzlich geregelte staatliche Logo jetzt noch in eine zehnmonatige Warteschleife. Pünktlich zur Grünen Woche beschloss der Bundestag, dass der schon auf 1. März 2026 verschobene Start der Pflicht-Kennzeichnung vorerst für Schweinefleisch erst zum 1. Januar 2027 erfolgt. Union und SPD wollen das System bis dahin deutlich nachbessern und Mitte 2027 dann auch gleich auf Restaurants und Kantinen ausweiten. 

Staatliches Logo soll auch in Gastronomie kommen

Bundesagrarminister Alois Rainer dringt dabei auf unkomplizierte Lösungen. «Eine Ausweitung darf nicht zu ausufernder Bürokratie für die Gastronomie führen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Viele kleine Logos in Speisekarten bei allen Gerichten – das ist nicht praktikabel.» Regeln wollen Union und SPD nun zudem, dass die Kennzeichnungspflicht nicht nur für inländische Ware gilt, sondern auch für importierte. Wegen europarechtlicher Zweifel wurde darauf bisher verzichtet - die geplatzte Pkw-Maut lässt grüßen.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnte, bei den Nachbesserungen die «ohnehin mangelhafte Kennzeichnung weiter auszuhöhlen». Auf keinen Fall dürfe es unter dem Deckmantel der Praxistauglichkeit zu Abschwächungen kommen. Der Deutsche Tierschutzbund monierte, das Logo bilde anhand weniger grober Eckwerte nur den Status quo der Haltung ab. Verbindliche Anreize für bessere Bedingungen der Tiere würden damit aber nicht gesetzt.



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