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14.01.2026 12:21

OTS: Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG / Brauwirtschaft verliert - ...

    Brauwirtschaft verliert - Veltins legt leicht zu / Mit attraktiven
Marken und solider Performance stärkt sich Veltins in der
Biermarktkrise (FOTO)
Meschede-Grevenstein (ots) -

- Sortenliebling Pülleken wächst um 13,6 %
- Veltins Pils steht für zwei Drittel des Ausstoßes
- Privatbrauerei hält Gastro-Stammgeschäft die Treue

Die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, verbesserte im Geschäftsjahr
2025 ihren Ausstoß auf 3.369.000 hl (+0,3 %) und zeigte sich angesichts der
stabilen Performance unbeeindruckt vom konsumbedingt schwächelnden Biermarkt.
"Gerade in einer schwierigen konjunkturellen Marktphase weiß der Verbraucher
starke Marken als verlässliche Wegbegleiter zu schätzen", sagte Dr. Volker Kuhl,
Sprecher der Geschäftsführung der Brauerei C. & A. Veltins, bei der Vorstellung
der Geschäftszahlen. Auch beim Umsatz legte die Familienbrauerei zu und
erreichte ein Ergebnis von 461 Mio. Euro (+0,4 %). Wachstumszugpferd innerhalb
des breit aufgestellten Sortenportfolios war die Marke Pülleken, die um 13,6 %
zulegte. Auch die alkoholfreien Produkte entwickelten sich mit Zuwächsen von
10,4 % dynamisch.

Verbraucherattraktives Sortiment trägt spürbare Früchte

Während der deutsche Biermarkt 2025 mit rund fünf Millionen Hektolitern
innerhalb eines Jahres so viel Menge verlor wie seit 75 Jahren nicht mehr,
entzog sich die Brauerei C. & A. Veltins dieser dramatischen Marktentwicklung
und schloss das Geschäftsjahr mit einem leichten Zugewinn deutlich über Markt-
und Wettbewerbsniveau ab. "Unsere Investitionen in ein breites,
verbraucherattraktives Sortiment tragen spürbare Früchte, denn die ergänzenden
Marken können heute Mengeneinbußen im Stammgeschäft exzellent ausgleichen", so
Dr. Volker Kuhl. Die Marke Veltins Pils erreichte einen Gesamtausstoß von 2,32
Mio. hl (-1,8 %) und steuert heute zwei Drittel zum Gesamtabsatz der
sauerländischen Privatbrauerei bei. Der nationale Marktanteil wuchs auf 6,6 %,
während er im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen auf 14,1 % hochschnellte und damit
Platz zwei markiert.

Fassbiergeschäft mit 443.900 hl weiter auf Kurs

Das helle Pülleken und das zugehörige Naturradler Zitrönken bauten ihre Position
als Sortenlieblinge der Verbraucher im Hellbiersegment weiter aus. Angesichts
der großen Marktnachfrage gelang es 2025, mit 373.600 hl immerhin 13,6 % mehr
abzusetzen. Das helle Pülleken reklamiert im wachsenden Sortensegment der
Hellbiere unverändert Platz drei für sich; in NRW ist die junge Marke im Handel
weiterhin Marktführer. "Die Hälfte aller hellen Biere zwischen Rhein und Weser
geht heute als helles Pülleken zum Durst", so Dr. Volker Kuhl. Mit der
Einführung von Veltins Helles Lager rief die Familienbrauerei bereits 2024 einen
Sortenneuanfang aus und verstärkte das Marktengagement 2025 im ersten
vollständigen Geschäftsjahr. Das mild-süffige Lagerbier mit internationaler
Reputation bilanzierte 49.000 hl. Die Spezialitätenmarke Grevensteiner konnte
sich aufgrund des Sparbemühens der Verbraucher der verlustreichen
Sortenentwicklung im nationalen Biermarkt nicht entziehen, trug aber 111.700 hl
(-13,5 %) zum Ergebnis bei. Freude bereitete das alkoholfreie Segment mit den
Veltins Fassbrausen sowie den alkoholfreien Bieren und Radlern, das auf 241.300
hl anwuchs und damit um 10,4 % zulegte. Das Fassbiergeschäft erreichte 443.900
hl. "Damit sind wir angesichts der Rahmenbedingungen im Vertriebskanal von
Gastronomie und Events weiter auf Kurs", so Rainer Emig, Geschäftsführer
Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins.

Überraschung: V+ Saure Zungen Cherry und Pülleken Alkoholfrei

Im Segment der innovativen Biermixe steuerte die Marke V+ im zurückliegenden
Geschäftsjahr 269.500 hl (-5,5 %) zum Ergebnis bei und ist auch 2026 für eine
Überraschung gut. Rainer Emig kündigte im 25. Jahr der V+-Marktaktivitäten die
neue Sorte V+ Saure Zungen Cherry an. Sie erscheint rechtzeitig zum Frühsommer.
"Wir haben den Anspruch, mit V+ gerade bei den Verwendern der jungen Erwachsenen
neue, einprägsame Geschmackserlebnisse zu schaffen - das gehört zur DNA von V+
dazu." Als weiteres Produkt kommt 2026 das Pülleken als alkoholfreie Variante
hinzu. Überdies sind saisonale Fassbrause-Sorten in Vorbereitung. Seit
Jahresbeginn ist die Marke Karamalz vollumfänglich in die Produktions- und
Vertriebsabläufe integriert, sodass die gesamte Produktpalette ab Rampe
Grevenstein verfügbar ist. "Wir halten die Taktzahl von Produkteinführungen
hoch, führen jedes Produkt aber mit Augenmaß in den Markt ein", ergänzte der
Vertriebsgeschäftsführer. Die Brauerei C. & A. Veltins stehe für genussvolle
Produkte und mache in dieser Frage keinerlei Zugeständnisse.

92 % aller Gebinde sind als Mehrweg unterwegs

"Mit Weitsicht und Beharrlichkeit gelang es dank zunehmender Innovationskraft
und Marktdurchdringung, die Konsum- und Branchenveränderungen in Handel und
Gastronomie mitzugestalten", so Dr. Volker Kuhl. Rund 92 % aller Gebinde wurden
in Mehrweggebinden bereitgestellt. Im Gebindemix liegen der Flaschenanteil bei
79,2 %, der Fassbieranteil bei 13,2 % und der Dosenanteil bei 7,6 %. Für die
Brauerei C. & A. Veltins ist das ein klares Bekenntnis zur traditionellen
Mehrwegorientierung und ein nachhaltiges Signal für Markenstärke und
Marktverankerung. So erhöhte sich der Veltins-Bierausstoß seit Beginn des
Jahrzehnts um etwa 25 %, während der deutsche Biermarkt im selben Zeitraum
nahezu 11 % an Menge verlor. Die werthaltige Premium-Positionierung konnte trotz
erneut erhöhter Wettbewerbsintensität nachhaltig zementiert werden, um im
kontinuierlichen Geschäftsverlauf qualitative Wachstumssignale in den Markt zu
senden. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich seit Jahrzehntbeginn um 64
Arbeitskräfte auf 754.

Brauwirtschaft vor tiefgreifendem Strukturprozess

Anders als für weite Bereiche der Brauwirtschaft gestaltete sich das
Geschäftsjahr 2025 für die sauerländische Familienbrauerei erfreulich. Während
in der nationalen Brauwirtschaft die Geschäfte mit deutlich gebremstem Schaum
verliefen, konnte die Brauerei C. & A. Veltins schon im ersten Halbjahr über dem
Vorjahr abschneiden. Rainer Emig: "Die Verbraucher hatten trotz eines
unverändert schwierigen Konsumumfeldes das Veltins-Sortenportfolio mit
verlässlichem Abverkauf goutiert." Das durchgängig warme und kontinuierlich
biertaugliche Frühjahrs- und Sommerwetter hatte - anders als sonst üblich - der
Brauwirtschaft diesmal nicht geholfen, die Marktverluste im gesamten Biermarkt
abzudämpfen oder gar aufzufangen. Als ein Minusfaktor schlug die Gastronomie zu
Buche, die deutlich weniger Bier verkaufte als noch im Jahr zuvor. Der Handel
litt weiter unter dem Sparbemühen der privaten Haushalte. "Die Volumenverluste
sind mit rund fünf Millionen Hektolitern für Deutschlands Brauereien eine
schwere Last", urteilte Dr. Volker Kuhl. "Für viele Betriebe wird sich in naher
Zukunft leider die Existenzfrage stellen. Die geringer werdenden Verkaufsmengen
bei einem unverändert herausfordernden Kostenniveau werden vielerorts den
Marktaustritt bedeuten." Das zurückliegende Geschäftsjahr mit einer wachsenden
Anzahl von Betriebsaufgaben sieht Dr. Kuhl erst als Anfang eines tiefgreifenden
Strukturprozesses der Brauwirtschaft.

Eine günstige Zeit für mutige Existenzgründer

Mit Kontinuität wurden die Veltins-Exportbemühungen in den Schwerpunktmärkten
Italien, Spanien, den Niederlanden, Großbritannien und den USA vorangetrieben.
Mit einem Ausstoß von 113.000 hl blieb die Präsenz der Brauerei C. & A. Veltins
in den Auslandsmärkten stabil. Wenngleich die Brauwirtschaft unter den
krisenhaften Umsatzrückgängen in der Gastronomie deutlich zu leiden hatte, setzt
die Privatbrauerei unverändert auf das traditionelle Geschäftsfeld.
"Erfreulicherweise zeigen immer mehr Existenzgründer den Mut zum Aufbruch, um
sich mit neuen Konzepten selbstständig zu machen. Die Chancen sind in diesen
Jahren günstig, weil durch viele Betriebsaufgaben und mangels Nachfolger
Standorte zur Verfügung stehen, an die vor einigen Jahren nicht zu denken war",
ist Rainer Emig überzeugt. "Die Gastronomie, die wir im nächsten Jahrzehnt
erleben, wird eine andere sein als heute."

Investitionen beschleunigen energetische Transformation

Nach dem Abschluss der 400-Millionen-Euro-Investitionsoffensive ging es 2025 mit
ergänzenden Investitionen in Höhe von 51 Mio. Euro am Stammsitz Grevenstein
weiter. Mit Blick auf die zweite Hälfte des Jahrzehnts sind weitere Aufwendungen
nötig, um die energetische Transformation zu beschleunigen. Die Hinwendung zu
regenerativen Energien wird allein an Aufbaukosten für eine Windradinfrastruktur
rund 60 Mio. Euro erfordern. Flankierend werden Technologien erforderlich sein,
die den dauerhaften Verzicht auf fossile Brennstoffe vorantreiben.

Fakten & Kennziffern in der Zusammenfassung

Brauerei C. & A. Veltins 2025: Stabilität in der Branchenkrise

Die Brauerei C. & A. Veltins blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
zurück, in dem sich das Unternehmen deutlich gegen den branchenweiten
Negativtrend behaupten konnte. Während die deutsche Brauwirtschaft mit einem
Verlust von rund fünf Millionen Hektolitern den stärksten Rückgang seit 75
Jahren verkraften musste, steigerte die Privatbrauerei aus Meschede-Grevenstein
ihren Ausstoß leicht um 0,3 % auf 3.369.000 hl. Auch beim Umsatz legte das
Familienunternehmen zu und erreichte ein Ergebnis von 461 Mio. Euro (+0,4 %).

Markenportfolio: Ein zentraler Pfeiler dieses Erfolgs ist das breit gefächerte
Sortiment, das Mengenverluste im Stammgeschäft auffangen konnte.

Veltins Pils: Mit 2,32 Mio. hl (-1,8 %) trägt die Stamm-Marke weiterhin zwei
Drittel zum Gesamtabsatz bei. In Nordrhein-Westfalen festigte die Marke mit
einem Marktanteil von 14,1 % ihren zweiten Platz.

Pülleken: Das Hellbier bleibt der Wachstumsmotor (+13,6 %) und steht mit einem
Absatz von 373.600 hl national auf Platz drei und ist unangefochtener
Marktführer in seinem Segment in NRW.

Alkoholfreie Produkte: Das Segment aus Fassbrausen und alkoholfreien Bieren
wuchs dynamisch um 10,4 % auf 241.300 hl.

Innovationen 2026: Für das kommende Jahr sind neue Produkte wie "Pülleken
Alkoholfrei", innovative Fassbrause-Geschmacksrichtungen und die
Biermix-Variante "V+ Saure Zungen Cherry" geplant, um die junge Zielgruppe
anzusprechen.

Investitionen: Rund 60 Mio. Euro fließen in den Aufbau einer eigenen
Windradinfrastruktur, um die energetische Transformation voranzutreiben und
dauerhaft auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Mit einer Mehrwegquote von 92 %
unterstreicht die Brauerei zudem ihre ökologische Verantwortung und
Nachhaltigkeitsstrategie.

Pressekontakt:

Ulrich Biene, Telefon: 02934 - 959 325, ulrich.biene@veltins.de

Weitere Informationen der Brauerei C. & A. VELTINS im Internet verfügbar:
www.bierpresse.de, www.veltins.de, www.vplus.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24351/6196242
OTS:               Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG


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