Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.01.2026 06:35

ROUNDUP: Wie neue Pläne für Medizin-Cannabis polarisieren

BERLIN (dpa-AFX) - Legales Cannabis wird tonnenweise für Konsum auf Rezept importiert - doch Regierungspläne gegen Missbrauch stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Polizei- und Ärzte-Vertreter begrüßen einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für Verschärfungen bei Medizinal-Cannabis. Patientenverbände und die Cannabisbranche warnen gegenüber dem Gesundheitsausschuss des Bundestags dagegen vor einer solchen Verschärfung. Das zeigen Stellungnahmen zu einer Anhörung des Gesundheitsausschusses heute in Berlin.

Die Stellungnahmen der von den Fraktionen vorgeschlagenen Sachverständigen geben Einblicke in Gebrauch und Auswüchse der psychoaktiven Pflanze als Medikament. Seit April 2024 fällt Medizinal-Cannabis nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz. Nun soll es per Gesetz strenger reguliert werden.

Die Gewerkschaft der Polizei skizziert, was falsch gelaufen sei: "In Verbindung mit der erleichterten Online-Bestellpraxis wurde ein unvorhergesehener Effekt der Teillegalisierung sichtbar", so die GdP. "Immer mehr Menschen, die Cannabis zu Genusszwecken konsumieren, nutzen Privatrezepte aus dem Internet, um sich den Zugang auf scheinbar legalem Weg zu verschaffen." Immer mehr Plattformen würden gleich das Rezept mitorganisieren. Wenige Klicks, ein kurzer Online-Fragebogen - und Cannabis sei bestellt.

Warum Regeln verschärft werden sollen

Bereits der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) hatte in einem Interview von explodierenden Verschreibungszahlen und "Dealern im weißen Kittel" gesprochen. Die Importe nahmen laut Regierung im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 400 Prozent zu: auf 80 Tonnen Medizinal-Cannabis. Künftig soll es nur noch nach persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt verschrieben und nach Apotheker-Beratung abgegeben werden dürfen. Per Versand soll es die Substanz gar nicht mehr geben.

Die Gewerkschaft der Polizei findet das nötig, ebenso die Bundesärztekammer. Den Ärztevertretern geht der Entwurf sogar nicht weit genug: Im Gegensatz zu Arzneimitteln mit dem Cannabiswirkstoff hätten Cannabisblüten "hohes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial" und sollten gar nicht mehr verordnet werden dürfen.

Große Rolle des Schwarzmarkts

Ganz anders der Branchenverband Cannabiswirtschaft. Er fürchtet "eine massive Verschlechterung" des Zuganges für Patientinnen und Patienten. Stark gestiegene Einfuhrmengen räumt er zwar ein. Außer Acht gelassen würden unter anderem aber "wissenschaftliche Verwendungen und notwendige Vernichtungen" sowie Nachholeffekte. Folge des Gesetzes wäre laut Verband "ein erneutes Ausweichen auf den Schwarzmarkt".

Der spielt trotz Teillegalisierung wohl schon für viele Freizeitkonsumenten eine Hauptrolle. Der Zugang zu legalem Cannabis sei für sie "sehr hochschwellig", wie aus der Darstellung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hervorgeht.

Patienten finden Verschärfung unnötig

Patientenvertreter warnen vor den Regierungsplänen. "Wir alle führen dank Cannabis-Medizin ein besseres Leben", so das CannabisSelbsthilfeNetzwerk (CSN). Ein Arzt-Gespräch oder persönliche Beratung seien in der Regel nach Jahren mit so einer Therapie nicht notwendig. Der Deutsche Hanfverband warnt, viele Hausärzte und Apotheker seien angesichts von hunderten Cannabissorten auch überfordert.

Cannabis als Medizin kann laut Ärztekammer bei dauerhaften Schmerzen helfen, bei Muskelkrämpfen bei Multipler Sklerose, Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie oder ungewolltem Gewichtsverlust, etwa bei AIDS.

Nicht berauscht im Dienst und auf der Straße

Auch der Straßenverkehr rückt in den Blick. "Jede Cannabis-Fahrt ohne ärztliche Kontrolle ist ein rollendes Pulverfass auf unseren Straßen", warnt der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, Manfred Wirsch. Das Gesetz solle ohne Abstriche kommen.

Auf den Umstand, dass auch Polizeibeschäftigte Medizinal-Cannabis "zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit benötigen" können, weist ferner die Gewerkschaft der Polizei hin. Hier sei eine Nulltoleranz-Strategie angebracht: "Der Dienst kann - um nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch die eigenen Kolleg:innen zu schützen

- nicht berauscht abgeleistet werden."/bw/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   22 23 24 25 26    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.017     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.03.2026 09:18 EZB-Ratsmitglied sieht schnellere Zinserhöhung als bisher g...
11.03.2026 09:17 Berenberg belässt Roche auf 'Hold' - Ziel 340 Franken
11.03.2026 09:16 Jefferies belässt Wacker Chemie auf 'Hold' - Ziel 63 Euro
11.03.2026 09:16 JPMorgan belässt Rheinmetall auf 'Overweight' - Ziel 2130 E...
11.03.2026 09:12 AKTIE IM FOKUS: Porsche AG nach Zahlen weiter auf Erholungsk...
11.03.2026 09:08 Aktien Asien: Kurse ziehen weiter an
11.03.2026 09:07 ROUNDUP: 'Geschosse' treffen Schiffe in und nahe Straße von...
11.03.2026 09:07 Original-Research: Uzin Utz SE (von Montega AG): Kaufen
11.03.2026 09:06 IRW-News: ACCESS Newswire: Context Management ermöglicht pr...
11.03.2026 09:05 G7-Energieminister offen für Freigabe von Ölreserven
11.03.2026 09:05 EQS-News: Nordic Semiconductor stärkt Führungsposition der...
11.03.2026 09:05 SPD widerspricht Merz bei Reform der Schuldenbremse
11.03.2026 09:02
11.03.2026 09:00 Original-Research: Aiforia Technologies Oyj (von NuWays AG):...
11.03.2026 09:00 Original-Research: ATOSS Software SE (von NuWays AG): BUY
11.03.2026 09:00 Original-Research: Multitude AG (von NuWays AG): BUY
11.03.2026 09:00 EQS-News: FIT GROUP AG kündigt Einzelheiten für geplanten ...
11.03.2026 08:59 Bernstein belässt Renault auf 'Outperform' - Ziel 43 Euro
11.03.2026 08:52 Forscher: Fluchtwege aus dem Iran nach Europa versperrt
11.03.2026 08:48 Uniper-Dividende: Bund darf sich auf viele Millionen freuen
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.03.2026

VICPLAS INTL
Geschäftsbericht

URGENT.LY INC.
Geschäftsbericht

UNIBEL
Geschäftsbericht

TYRANNA RESOURCES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services