Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.01.2026 06:26

2025 war drittwärmstes Jahr - Pariser Klimaziel in Gefahr

READING/BONN (dpa-AFX) - Das abgelaufene Jahr 2025 ist das drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. "2025 war nur geringfügig kühler als 2023, und 2024 bleibt das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen", erklärte Samantha Burgess, Vize-Direktorin des EU-Programms Copernicus, in einem Briefing zur Veröffentlichung der "Global Climate Highlights".

2025 war demnach 0,01 Grad weniger warm als 2023 und 0,13 Grad kühler als 2024. Die weltweite Durchschnittstemperatur lag bei 14,97 Grad. Die vergangenen elf Jahre waren die elf wärmsten jemals. "2025 war ein weiteres außergewöhnliches Jahr für den Planeten", hielt Burgess fest.

Erster Drei-Jahres-Zeitraum über 1,5 Grad

An den Daten, die der Klimawandeldienst Copernicus in Kooperation mit anderen europäischen und US-amerikanischen Organisationen veröffentlicht, lässt sich ablesen, wie sich die Klimakrise weiter zuspitzt: Die weltweiten Temperaturen der Jahre 2023 bis 2025 waren im dreijährigen Durchschnitt mehr als 1,5 Grad höher als im vorindustriellen Zeitalter. "Das ist das erste Mal, dass ein Drei-Jahres-Zeitraum diese Grenze überschreitet", heißt es in dem Bericht.

Die Autoren weisen darauf hin, dass es hierbei Abweichungen bei den Berechnungen anderer Organisationen geben kann, da nicht exakt die gleichen Datensätze verwendet würden. Auch die Weltwetterorganisation wollte am Mittwoch Daten zu den weltweiten Temperaturen im Jahr 2025 veröffentlichen.

Das Pariser Klimaziel, mit dem die Weltgemeinschaft die verheerendsten Folgen der Klimakrise abwenden will, gilt zwar trotz der mehrjährigen Überschreitung offiziell noch nicht als verfehlt, da dafür die 1,5-Grad-Grenze noch langfristiger überschritten werden muss. Experten gehen aber weit überwiegend davon aus, dass es nicht gehalten werden kann - und dass es selbst für die 2 Grad knapp wird.

Gehe die Erderwärmung im aktuellen Tempo weiter, werde die 1,5-Grad-Grenze gegen Ende des Jahrzehnts als überschritten gelten - etwa zehn Jahre früher als lange angenommen, hieß es von Copernicus. "Die Emissionen sind nicht so schnell gesunken wie erwartet", erklärte Burgess.

Erderwärmung entwickelt sich nicht linear

Dass 2025 nicht noch heißer gewesen sei als 2024, es also Schwankungen gebe, widerspreche nicht der Tatsache, dass sich die Erde langfristig weiter erwärme, betonten die Copernicus-Experten. Das gelte sogar dann, wenn ab morgen keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen würden, da sich diese lange in der Atmosphäre hielten. "Bei CO2 reden wir über Jahrhunderte", betonte Laurence Rouil vom Copernicus-Atmosphärendienst.

Dass es an manchen Orten auch unterdurchschnittliche Temperaturen gegeben habe oder es auch derzeit in vielen Regionen sehr kalt sei, gehöre zur normalen Variabilität des Wetters. "Eine kalte Region heißt nicht, dass der Klimawandel nicht real ist. Der globale Kontext zählt", so Burgess. Copernicus-Direktor Carlo Buontempo ergänzte: "Wenn man herauszoomt und sich das große Ganze anschaut, ist das Bild sehr eindeutig."

Warum war es in den vergangenen drei Jahren so warm?

Die ungewöhnlich hohe Durchschnittstemperatur liege am Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre - durch weitere Emissionen und weniger Aufnahme von CO2 durch natürliche Senken, zu denen etwa Wälder gehören. Darüber hinaus seien die Temperaturen an der Oberfläche der Ozeane außergewöhnlich hoch gewesen, was unter anderem am sogenannten El-Niño-Phänomen liege.

Mit einer El-Niño-Phase sind höhere globale Temperaturen an der Meeresoberfläche verbunden. Das alle paar Jahre auftretende Phänomen El Niño wird von wärmeren Wassertemperaturen im tropischen Pazifik ausgelöst, was durch veränderte Luft- und Meeresströmungen die Wetterbedingungen weltweit beeinflusst. Im Laufe des Jahres schwächte sich das Phänomen ab.

Was bedeutet die Klimakrise im Alltag?

Menschen spürten den Klimawandel nicht vorrangig durch die graduellen Veränderungen, sondern durch Extremwetterereignisse, erklärte Burgess. 2025 habe die Hälfte der weltweiten Landfläche mehr Tage mit starkem Hitzestress erlebt als im Durchschnitt. Dazu zählen die Autoren des Berichts Tage, die sich wie 32 Grad oder mehr anfühlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Hitzestress als Hauptursache für Todesfälle im Zusammenhang mit Wetterereignissen ein. Zudem habe Hitze in trockenen und windigen Gebieten oft zur Ausbreitung von Waldbränden beigetragen. In Europa haben die Emissionen durch Waldbrände dem Copernicus-Bericht zufolge 2025 einen Höchststand erreicht.

"Die Welt nähert sich rasch der im Pariser Abkommen festgelegten langfristigen Temperaturgrenze", warnte Buontempo. "Wir werden sie zwangsläufig überschreiten. Nun müssen wir entscheiden, wie wir mit dieser unvermeidlichen Überschreitung und ihren Folgen für Gesellschaft und Ökosysteme am besten umgehen."/swe/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   16 17 18 19 20    Berechnete Anzahl Nachrichten: 805     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
14.01.2026 06:33 WDH: Gesetzentwurf im US-Senat würde Grönland-Annexion ver...
14.01.2026 06:31 HSV-Gerücht um Kehl: Für BVB-Boss Ricken '0,0 ein Thema'
14.01.2026 06:26 2025 war drittwärmstes Jahr - Pariser Klimaziel in Gefahr
14.01.2026 06:25 Chinas Außenhandel erreicht 2025 Rekordüberschuss - Erwart...
14.01.2026 06:24 Nasa will weiter einen Atomreaktor auf dem Mond bauen
14.01.2026 06:24 Schlotterbeck nach Guirassy-Tor: 'Knoten geplatzt'
14.01.2026 06:23 Knappe Mehrheit hat Vorräte für Krisen angelegt
14.01.2026 06:16 Lob und Kritik für Verschärfung bei Medizin-Cannabis
14.01.2026 06:15 Umfrage: Klare Mehrheit stellt sich hinter Grönland
14.01.2026 06:14 US-Ansprüche: USA und Dänemark reden über Grönland
14.01.2026 06:14 Gesetzentwurf im US-Senat würde Grönland-Annexion verbieten
14.01.2026 06:13 Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
14.01.2026 06:11 Streit um Marken-Nutzung bei Eberswalder Würstchen droht
14.01.2026 06:10 Ersatzverkehr Hamburg-Berlin bleibt Geduldsprobe für Pendler
14.01.2026 06:09 Minister Rainer gegen Preisaufschläge bei Lebensmitteln
14.01.2026 06:07 Frostige Temperaturen treiben Heizkosten 2025 nach oben
14.01.2026 06:06 S-Bahnverkehr Wiesbaden-Frankfurt streckenweise gesperrt
14.01.2026 06:05 TAGESVORSCHAU: Termine am 14. Januar 2026
14.01.2026 06:05 WOCHENVORSCHAU: Termine bis 27. Januar 2026
14.01.2026 06:04 Arbeitgeber erbost über SPD-Pläne zu Erbschaftsteuer
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
15.01.2026

GLEDHOW INVESTMENTS
Geschäftsbericht

1ST SOURCE
Geschäftsbericht

SMTPC
Geschäftsbericht

COMMERCE BANCSHARES INC. (MISSOURI)
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services