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| 12.01.2026 17:30 Warnstreiks beim Fischproduzenten Deutsche See BREMERHAVEN (dpa-AFX) - Bei den Tarifverhandlungen bei dem Bremerhavener Fischhändler und -Produzenten Deutsche See hat die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) zu Warnstreiks aufgerufen. Am zentralen Produktionsstandort in Bremerhaven sind nach Gewerkschaftsangaben knapp 800 Menschen beschäftigt; ein Großteil werde die Arbeit am Dienstag zwischen 0.00 und 24.00 Uhr niederlegen, sagte ein NGG-Sprecher. In der Niederlassung Bremerhaven soll der Warnstreik demnach zwischen Dienstag 18.00 und Mittwoch 18.00 Uhr stattfinden. Insgesamt arbeiten bei dem Unternehmen rund 1.800 Beschäftigte. Deutschlandweit gibt es noch 19 Niederlassungen. Arbeitgeber bietet nur Inflationsausgleich Die Gewerkschaft fordert einen Anschlusstarifvertrag mit 12 Monaten Laufzeit bis zum 30. September 2026, 12 Prozent mehr Geld für alle Entgeltgruppen, 300 Euro mehr Ausbildungsvergütung sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Das Unternehmen selbst habe bislang nur einen Inflationsausgleich bei 27 Monaten Laufzeit angeboten, hieß es seitens der NGG. Für die unteren Entgeltgruppen sei lediglich eine Angleichung an den Mindestlohn vorgeschlagen worden, für die Auszubildenden nur minimale Anpassungen. Eine unbefristete Übernahme sei bislang abgelehnt worden. Eine Unternehmenssprecherin sagte, sich derzeit zu den laufenden Tarifverhandlungen nicht äußern zu wollen. NGG: Deutsche See provoziert bewusst Die Gewerkschaft habe ihre Forderungen aufgrund der Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2026 und die notwendige Wahrung der Entgeltabstände aufgestellt, hieß es. "Wer trotz steigender Mindestlöhne, hoher Arbeitsbelastung und großer Verantwortung der Beschäftigten jede echte Verbesserung verweigert, provoziert den Konflikt bewusst", sagte NGG-Verhandlungsführer Björn Bauer. In der dritten Verhandlungsrunde am 28. November habe die Geschäftsführung der Deutschen See erklärt, dass es keinen finanziellen Spielraum für Verbesserungen gebe, erklärte ein Gewerkschaftssprecher. Eine weitere Verhandlungsbereitschaft sei nicht signalisiert worden./eks/DP/men Weitere Nachrichten |
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