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| 12.01.2026 06:16 Modi empfängt Merz in Gandhi-Gedenkstätte AHMEDABAD (dpa-AFX) - Zum Auftakt seines zweitägigen Indien-Besuchs ist Bundeskanzler Friedrich Merz von Ministerpräsident Narendra Modi in seiner Heimatregion empfangen worden. In der Millionenmetropole Ahmedabad besuchten die beiden zuerst eine frühe Wirkungsstätte des Nationalhelden Mahatma Gandhi. Dessen "unerschütterlicher Glaube an die Kraft der Freiheit und die Würde jedes Menschen inspiriert uns bis heute", schrieb der Kanzler in das Gästebuch des Ashrams, einer Meditationsstätte, in der Gandhi von 1918 bis 1930 lebte. "Dieses Menschheitserbe verbindet Inder und Deutsche als Freunde in einer Welt, die Gandhis Lehre heute wohl nötiger hat denn je." Der Pazifist Gandhi hat Indien durch gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft zur Unabhängigkeit geführt. Modi und Merz fuhren anschließend im selben Wagen zum traditionellen Drachenfestival, das den Übergang vom Winter- zum Sommerhalbjahr markiert und bei dem Tausende Papierdrachen in die Luft steigen. Erst danach beginnen die politischen Gespräche. Vor Merz waren schon Trump, Xi und Netanjahu in Ahmedabad Die Straßen der Stadt mit ihren acht Millionen Einwohnern sind gesäumt von großformatigen Plakatwänden mit den Bildern von Merz und Modi als Willkommensgruß an den Kanzler. Dass Modi den Kanzler in seiner Heimat empfängt, wird als Zeichen der besonderen Wertschätzung gesehen. Merz ist aber nicht der erste hochrangige Gast dort. Seit seinem Amtsantritt 2014 hat Modi in der für ihn so besonderen Stadt US-Präsident Donald Trump, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und den früheren japanischen Regierungschef Shinzo Abe empfangen. Bei den Gesprächen zwischen Merz und Modi wird es um den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen und die Rüstungskooperation gehen. Das vielleicht schwierigste Thema wird aber Russland sein. Modis besonderer Draht zu Putin Indien pflegt enge Beziehungen sowohl zu westlichen Partnern als auch zu Russland. Erst im Dezember war der russische Präsident Wladimir Putin in Neu-Delhi und wurde dort von Modi schon am Flughafen mit einer innigen Umarmung begrüßt. Das Land bezieht einen Großteil seines Öls aus Russland, das wiederum die Einnahmen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine steckt. Die russische Invasion hat Indien anders als die meisten anderen Länder in der UN-Vollversammlung nicht verurteilt. Andererseits könnte Modi mit seinem Draht zu Putin an den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs mitwirken. Merz dürfte über all das mit Modi sprechen./mfi/DP/zb Weitere Nachrichten |
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