Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
28.04.2025 16:42

Verband: Strompreiszone-Teilung lohnt sich wirtschaftlich

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Eine Aufsplittung der deutschen Strompreiszone würde sich einer Analyse des europäischen Netzbetreiberverbands Entso-E zufolge wirtschaftlich lohnen. Dabei weise eine Teilung der sich bislang über ganz Deutschland und Luxemburg erstreckenden Strompreiszone in fünf kleine Zonen die höchste wirtschaftliche Effizienz mit Kostenvorteilen von 339 Millionen Euro aus, wie aus der Studie hervorgeht.

Starke Einschränkungen

Die Autoren verweisen jedoch ausdrücklich auf große Unsicherheiten der Annahmen, veraltete Daten und das Nicht-Betrachten einiger Aspekte in der Analyse. Die Autoren geben weiterhin zu bedenken, dass manche Verbraucher durch eine Aufteilung möglicherweise mehr zahlen müssten.

Eine Gebotszone - auch Strompreiszone - ist ein geografisches Gebiet innerhalb des Strommarktes, in dem Strom gekauft und verkauft werden kann. Innerhalb einer Preiszone bildet sich der Großhandelspreis aus Angebot und Nachfrage. Analysiert wurde nun die Aufteilung der deutsch-luxemburgischen Strompreiszone in zwei, drei, vier und fünf einzelne Zonen.

Debatte läuft schon lange

Die Aufteilung Deutschlands in mehrere Strompreiszonen wird seit einigen Jahren diskutiert, weil die Energiewende zu einem Ungleichgewicht der Stromversorgung geführt hat: In Süddeutschland mit seinen großen Industriestandorten reicht die Stromproduktion nicht mehr, um den Bedarf zu decken, im Norden wird mehr Strom produziert als verbraucht. Durch eine geografische Aufteilung des Marktes rechnen einige mit einem Sinken der Strompreise im Norden und einem Anstieg im Süden.

Deutschland hat nun laut der EU-Verordnung über den Elektrizitätsbinnenmarkt sechs Monate Zeit, auf die Studie zu reagieren. Im Koalitionsvertrag der designierten Bundesregierung aus SPD und Union heißt es: "Wir halten an einer einheitlichen Stromgebotszone fest."

Industrie spricht sich dagegen aus

In einer gemeinsamen Stellungnahme nennen der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und der Verband der Automobilindustrie eine Aufteilung des deutschen Strommarkts "weder sinnvoll noch verhältnismäßig". Eine Aufsplittung in mehrere Preiszonen würde "zu massiven Unsicherheiten für die Industrie führen und zudem das Investitionsklima für erneuerbare Energien erheblich eintrüben - ohne dass den erheblichen Risiken und signifikanten Kosten nennenswerte ökonomische Vorteile gegenüberstünden", teilten sie mit.

Auch der europäische Windenergieverband WindEurope sieht die Vorschläge kritisch. "Es mag Argumente dafür geben, bestehende Gebotszonen auf den Strommärkten aufzuteilen", sagte Geschäftsführer Giles Dickson. "Aber das würde die Unsicherheit über die künftigen Einnahmen von Kraftwerken erhöhen. Und das würde die Investitionen in neue erneuerbare Energien untergraben." Der Ausbau der erneuerbaren Energien habe im Moment oberste Priorität, dafür brauche es größtmögliche Sicherheit.

Der Verband kommunaler Unternehmen lehnt eine Aufteilung entschieden ab. "Eine Spaltung hätte schwerwiegende wirtschaftliche und energiepolitische Folgen und würde die angestrebte Energiewende gefährden", teilte Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing mit./rdz/DP/nas



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   7 8 9 10 11    Berechnete Anzahl Nachrichten: 500     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 20:52 Devisen: Eurokurs stabilisiert sich etwas nach Tief seit ein...
09.01.2026 20:48 Kritik an Nestlés Rückruf bestimmter Babynahrung
09.01.2026 20:40 Merz, Macron und Starmer rufen iranische Führung zu Gewaltv...
09.01.2026 20:27 Weitere Proteste in iranischen Millionenmetropolen
09.01.2026 20:13 Jefferies belässt Infineon auf 'Buy' - Ziel 48 Euro
09.01.2026 20:08 ROUNDUP/Kolumbiens Präsident: Trump erwog 'militärische Op...
09.01.2026 20:05 Selenskyj: Russland will unsere Städte ausschalten
09.01.2026 20:03 Diplomatie: USA entsenden Delegation nach Venezuela
09.01.2026 20:02 Aktien New York: Arbeitsmarkt weckt Zinshoffnungen - S&P 500...
09.01.2026 19:52 EQS-Stimmrechte: Kontron AG (deutsch)
09.01.2026 19:35 JPMorgan belässt Schneider Electric auf 'Overweight'
09.01.2026 19:32 Rennfahrer-Ikone Hans Herrmann mit 97 Jahren gestorben
09.01.2026 19:32 Krisenkonzern Baywa trennt sich von neuem Chef
09.01.2026 19:30 Russischer Angriff: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheits...
09.01.2026 19:14 Krisenkonzern Baywa trennt sich von neuem Chef
09.01.2026 19:14 IRW-News: ACCESS Newswire: PromiCell, Inc. hält Vortrag auf...
09.01.2026 19:13 ROUNDUP 2/Britische Regierung gegen Musks KI Grok: 'Beleidig...
09.01.2026 19:10 ROUNDUP 3/EU-Einigung: Weg für Mercosur-Handelsabkommen ist...
09.01.2026 18:51 EU-Einigung: Weg für Mercosur-Handelsabkommen ist frei
09.01.2026 18:48 Bericht: Mehr als 50 Demonstranten im Iran getötet
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.01.2026

Jordanien
Verbraucherpreisindex (CPI)

AL-SHEHILI METAL INDUSTRIES CO
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services