Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.04.2025 07:19

ROUNDUP: Forscher-Netzwerk sieht sich im Visier russischer Dienste

BERLIN (dpa-AFX) - Deutsche Organisationen mit Osteuropa-Fokus werden zunehmend zum Ziel von Ausspähmanövern russischer Geheimdienst - nicht nur im Cyberraum. "Dass auch Wissenschaftler und ihre Organisationen hier in Deutschland ins Visier russischer Dienste geraten, ist eine neue Entwicklung", berichtet der Vorstandsvorsitzende des Akademischen Netzwerks Osteuropa (Akno), Philipp Schmädeke, der Deutschen Presse-Agentur. Vor 2021 habe diese Form der Repression vor allem Oppositionelle im Exil sowie Journalistinnen und Journalisten betroffen, jetzt auch Forscher.

Einbrüche und Cyberangriffe

"Bei einer unserer Partnerorganisation wurde dreimal eingebrochen", sagt der Vorsitzende des in Berlin ansässigen Netzwerks. Gegen Akno habe es bereits zwei Cyberangriffe gegeben. Diese Hackerattacken habe man allerdings erfolgreich abwehren können, "da wir mit so etwas gerechnet hatten". Das Netzwerk, das nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren 1.200 Menschen aus Russland, Belarus und der Ukraine finanziell unterstützt hat, geht laut Schmädeke davon aus, dass ein russischer Geheimdienst hinter den Cyberangriffen steckt. Das nachzuweisen sei natürlich schwierig, räumt er ein.

Verdächtige Person

"Das Gleiche gilt, wenn - wie schon geschehen - ein Mensch, der nicht zu unserem Netzwerk gehört, mehrfach im Umfeld von nicht öffentlich angekündigten Treffen, die wir organisieren, auftaucht", sagt Schmädeke. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Russland und Belarus, die Akno unterstützt, mussten ihre Heimat aufgrund von Verfolgung, Berufsverboten oder Ähnlichem verlassen.

Forscher aus der Ukraine, denen der Verein hilft, kamen aufgrund des Krieges nach Deutschland, einige aus den von Russland besetzten Gebieten auch aufgrund von Repressionen. Das Netzwerk bemüht sich, Kontakte zwischen den Wissenschaftlern und verschiedenen deutschen Universitäten zu knüpfen. Doch Berlin bleibt der Ort in Deutschland, an den es die meisten von ihnen zieht - weil Bekannte oder Verwandte schon dort leben.

Ende März war eine mutmaßlich aus Russland gesteuerte Cyberattacke auf die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) bekanntgeworden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Verfassungsschutz sind in die Analyse des Vorfalls involviert. Auch Akno hatte schon Kontakt mit den Sicherheitsbehörden.

Netzwerk gilt in Russland als "unerwünscht"

Die DGO ist von den russischen Behörden als "extremistische Organisation" eingestuft worden, wogegen das Auswärtige Amt protestiert hat. Akno gilt in Russland seit Dezember 2023 als "unerwünschte ausländische Organisation". Seither ist dem Verein jegliche Tätigkeit in Russland untersagt.

Treffen und Kommunikation absichern

"Wir betreiben viel Aufwand, was Sicherheitsfragen angeht", berichtet der Vorsitzende. Dabei gehe es auch darum, Mitarbeitende zu schützen, die teils keine deutschen Staatsbürger sind. Der Sicherheitsaufwand sei nötig, binde aber Ressourcen, die das Netzwerk lieber für andere Zwecke einsetzen würde. Auch schränke diese Form der Repression Akno in seiner Öffentlichkeitsarbeit ein. Schmädeke sagt, von Universitäten und anderen Institutionen wünsche er sich manchmal mehr Solidarität - "so meiden etwa einige deutsche Universitäten den öffentlichen Kontakt mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, seitdem diese von Russland als sogenannte extremistische Organisation eingestuft wurde".

Wie lang der Arm des russischen Geheimdienstes sein kann, zeigte sich am 23. August 2019 in Berlin, als der ehemalige Kommandeur einer tschetschenischen Miliz ermordet wurde. Der Russe, der in der Nähe des Tatorts festgenommen und später zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, kam am 1. August 2024 durch einen Gefangenenaustausch frei.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnte kürzlich: "Die Gefahren durch Spionage, Sabotage und Desinformation sind mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine seit 2022 stark gestiegen." Die Hemmschwelle für Aktionen gegen Deutschland sei auf russischer Seite gesunken./abc/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   15 16 17 18 19    Berechnete Anzahl Nachrichten: 422     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.01.2026 11:35 ROUNDUP/Spektakel mit Spaß: Eintracht und BVB mit 'Werbung'...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Was Kanzler Merz in Indien vorhat
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Bund lehnt Länder-Vorstoß für Boarding-Ausweisko...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Warken weist Vorwürfe von US-Minister scharf zurück
11.01.2026 11:30 HBO Max in Deutschland: Was kann der neue Streamingdienst?
11.01.2026 11:25 Zugang zum Internet im Iran weiter blockiert
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken a...
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Iranische Führung blockiert weiter Zugang zum Inte...
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Bauern mit gedrückten Erwartungen für 2026
11.01.2026 11:02 Südkorea will Drohnenflug nach Nordkorea untersuchen
11.01.2026 11:01 Ukraine: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben
11.01.2026 11:01 Klingbeil: Grönlands Zukunft ist nicht Sache der USA
11.01.2026 11:00 Eine Tote nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland
11.01.2026 11:00 Berichte: Israel und Hamas bereiten sich auf neue Kämpfe vor
11.01.2026 10:58 Bericht: Iran droht mit Gegenangriff auf Israel und US-Basen
11.01.2026 10:58 Linke: Mehr Hilfe und Schutz für iranische Aktivisten
11.01.2026 10:57 Warken weist Vorwürfe von US-Minister scharf zurück
11.01.2026 10:55 Weniger neue Bausparverträge - Branche meldet Normalisierung
11.01.2026 10:53 Klingbeil will mehr Kooperation bei kritischen Rohstoffen
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.01.2026

ANACLE SYSTEMS LTD
Geschäftsbericht

LASER EYE
Geschäftsbericht

VOXX INTERNATIONAL CORP.
Geschäftsbericht

ORIGIN AGRITECH
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services