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09.04.2025 12:00

Aktien Frankfurt: Dax wieder heftig unter Druck - Zollkonflikt eskaliert weiter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Eskalation des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs hat den Dax am Mittwoch wieder massiv unter Druck gesetzt. Auch der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU könnte sich weiter zuspitzen.

Um die Mittagszeit büßte der deutsche Leitindex 2,95 Prozent auf 19.681,96 Punkte ein. Damit knüpfte er nach den gestrigen Gewinnen an seine vorangegangene Talfahrt an - und fiel wieder hinter die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie zurück. Für den MDax ging es um 2,77 Prozent auf 24.861,65 Punkte bergab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 2,8 Prozent. Am Dienstag hatte er ebenso wie der Dax rund zweieinhalb Prozent Boden gut gemacht. Auch in Asien dominierten Kursverluste, und in New York zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab.

"Im Dax ist nach wie vor weder eine Bodenbildung zu erkennen noch ein sauberer Ansatz dazu", schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Er sieht die Gefahr, dass der Index in den kommenden Tagen neue Tiefs unterhalb von 18.800 Punkten markieren könnte. "Eine zentrale Unterstützung bleibt die 19.300er Marke. Sollte sie brechen, droht dem Dax ein Absturz bis auf 17.550 Zähler", warnte der Experte. Erst dort liege "die nächste nennenswerte Auffangzone im Markt". Zu Wochenbeginn war der Dax bis auf 18.489 Punkte abgesackt, bevor ein Stabilisierungsversuch eingesetzt hatte.

Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets sprach von einer zweiten Ausverkaufswelle, "die aus technischer Sicht die Tiefs vom Montag nicht unterbieten sollte. Dann könnte man großzügig und optimistisch ausgedrückt von einer Stabilisierung unter großen Schwankungen sprechen".

Die vergangene Woche angekündigten, länderspezifischen US-Sonderzölle sind an diesem Morgen europäischer Zeit in Kraft getreten. Bereits am Samstag war der erste Schritt des Maßnahmenpakets wirksam geworden: Pauschale Importzölle von zehn Prozent auf Waren aus allen Ländern. Zudem gelten nun weitere Sonderzölle gegen China - wegen der Gegenzölle, die das Land am Donnerstag in Kraft setzen will. Bislang gibt es keine Hinweise, dass einer der beiden Kontrahenten einlenkt.

An diesem Nachmittag soll zudem über eine erste Welle von EU-Gegenmaßnahmen abgestimmt werden. Demnach sollen Zusatzzölle auf eine Reihe von US-Waren erhoben werden. Dabei handelt es sich aber um die Reaktion auf die bereits vor rund einem Monat verhängten neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. An einem weiteren großen Maßnahmenpaket für die Zölle auf Autos und fast alle anderen EU-Exporte in die USA wird noch gearbeitet.

Am deutschen Aktienmarkt stach die Online-Apotheke Redcare mit einem Kurseinbruch von 15 Prozent negativ heraus. Damit waren die Titel abgeschlagenes MDax-Schlusslicht - zeitweise rutschten sie auf ein Tief seit Anfang Juli. Händler nannten die Reaktion auf die geplante Ausgabe neuer Wandelschuldverschreibungen übertrieben. Dies sei dem negativen Marktumfeld geschuldet. Der gesamte europäische Pharmasektor stand unter Druck. Trump droht, bald auch hohe Zölle auf die bisher davon ausgenommenen Pharmaprodukte zu verhängen.

Ebenfalls zu den größten Verlierern zählten Immobilienaktien . Auf die Ankündigung der US-Zollflut am vergangenen Mittwoch hatte die Branche zunächst noch positiv reagiert, weil die erste Reaktion am Anleihemarkt günstig ausfiel. Die Anleihenkurse stiegen und im Gegenzug sanken die Zinsen, was gut ist für die kreditsensiblen Immobilienwerte. Inzwischen ist dieser Effekt jedoch verpufft.

Für Verunsicherung am Anleihemarkt sorgt aktuell, dass der Status von US-Staatsanleihen als Zufluchtsort für Investoren auf der Suche nach einem "sicheren Hafen" immer mehr Risse bekommt. Denn Trumps Zollpaket kostet Vertrauen und schürt Inflationssorgen, sodass die Renditen von US-Staatsanleihen mittlerweile den dritten Tag in Folge deutlich gestiegen sind. Trotz aller Wertvernichtung am Aktienmarkt sei die Rendite auf zehnjährige US-Staatspapiere gestiegen - in einem vermeintlich risikofeindlichen Markt sei dies ein gewaltiges Warnsignal, schrieb Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management./gl/mis



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