Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
04.04.2025 12:10

Steinmeier: Europa muss mehr für Abschreckung tun

MÜNSTER (dpa-AFX) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Europa zu mehr Anstrengungen für seine Sicherheit und Verteidigung aufgerufen. "Wir Europäer müssen uns jetzt auf das besinnen, was uns wichtig ist. Und wir müssen uns um unseren Schutz verstärkt selber kümmern", mahnte Steinmeier zu Beginn der 2. Westfälischen Friedenskonferenz in Münster. Er sprach von einem "doppelten Epochenbruch" und verwies dabei auf die Politik der Regierungen in Moskau und Washington.

Europa soll für Abschreckung und Verteidigung mehr investieren

Derzeit investierten die EU-Staaten 326 Milliarden Euro pro Jahr für Verteidigung - das reiche angesichts einer völlig veränderten Bedrohungslage aber nicht aus, mahnte der Bundespräsident. "Wir wissen, dass wir gemeinsam mehr für Abschreckung und Verteidigung tun müssen." Es sei gut, dass Deutschland mit den jüngsten Bundestagsbeschlüssen - eine Lockerung der Schuldenbremse im Grundgesetz ermöglicht neue Schulden in Milliardenbeträge für Verteidigung - konsequent diesen Weg gehe.

Europa brauche auch deutsche Streitkräfte, die mit modernster Ausrüstung und größerer Personalstärke glaubwürdig zur Abschreckung beitragen, sagte Steinmeier. Das Nato-Verteidigungsbündnis "vorschnell für tot zu erklären" und durch ein vages Fernziel einer europäischen Armee zu ersetzen, halte er für falsch. Aber entschiedene Schritte zur gemeinsamen europäischen Verteidigung seien möglich und nötig.

Zur aktuelle Debatte über die seit Jahren ausgesetzte Wehrpflicht sagte Steinmeier, eine Pflicht, bei den Streitkräften oder in sozialen Einrichtungen tätig zu werden, "um unserem Land eine Zeitlang zu dienen", gehöre aus seiner Sicht dazu. Wer Frieden sichern oder wiederherstellen wolle, müsse ernst genommen werden in seiner Verteidigungs- und Durchhaltefähigkeit.

Europa soll sich keine "Katzentisch-Rolle" einreden

Zugleich brauche es eine aktive Außenpolitik. "Abschottung und Sprachlosigkeit sind ganz offenbar keine Antwort auf die Krisen unserer Zeit", unterstrich das Staatsoberhaupt. Diplomatie dürfe nicht den Autokraten dieser Welt überlassen werden. Und Europa solle sich nicht "ständig in eine randständige Rolle am Katzentisch der Weltbühne hineinreden" und sich auch "nicht ständig selbst unterschätzen."

Derzeit stehe man vor einem "doppelten Epochenbruch, der in dieser Form, in dieser Radikalität" nicht zu erwarten gewesen sei, sagte Steinmeier. Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 habe Präsident Wladimir Putin die europäische Sicherheitsordnung in Trümmer gelegt. Zudem nannte es Steinmeier bestürzend, dass die neue US-Regierung unter Donald Trump "in rascher Folge die bisher als sicher und verbindlich geltenden Regeln und Prinzipien unserer transatlantischen Partnerschaft und unserer westlichen Wertegemeinschaft angreift", manche diese wohl sogar beseitigen wollten.

Disruption gelte als das neue Zauberwort. Nicht nur in den USA, auch in Europa gebe es eine beunruhigend wachsende Zustimmung und Sympathie für den Kampf gegen das sogenannte Establishment, der letztlich ein Kampf gegen Demokratie und demokratische Institutionen sei, warnte Steinmeier.

Im Anschluss wollte er der 103-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer den erstmals vergebenen "Sonderpreis des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens" überreichen. Zu der 2. Westfälischen Friedenskonferenz kamen mehrere hundert 400 Gäste. Leitfrage ist in diesem Jahr, unter welchen Voraussetzungen ein wehrhafter Frieden in Europa und der Welt zu erreichen ist./wa/DP/men



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   3 4 5 6 7    Berechnete Anzahl Nachrichten: 454     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.01.2026 19:40 Bund kurz vor Einstieg bei Stromnetzbetreiber Tennet
12.01.2026 19:36 EQS-News: Nexus Uranium erreicht nächste Stufe im staatlich...
12.01.2026 19:30 OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP/Iran: Botschafter europäischer...
12.01.2026 19:28 EQS-Adhoc: Symrise AG beschließt das Geschäft mit Terpenen...
12.01.2026 19:21 Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor 'Ära ohne Wachstum'
12.01.2026 19:21 Jähes Ende für «Legende» Xabi Alonso bei Real Madrid
12.01.2026 19:20 RBC belässt Heidelberg Materials auf 'Sector Perform'
12.01.2026 19:14 Lufthansa will erst Ende Januar wieder in den Iran fliegen
12.01.2026 19:13 Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor «Ära ohne Wachstum»
12.01.2026 19:08 Union kritisiert SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer
12.01.2026 19:01 IRW-News: Globex Mining Enterprises Inc.: Brunswick gibt ver...
12.01.2026 18:55 Presse: SPD legt Konzept zu Erbschaftssteuer vor
12.01.2026 18:50 ROUNDUP: Wadephul trifft Weltbank-Präsidenten vor Gespräch...
12.01.2026 18:40 ROUNDUP/Iran: Botschafter europäischer Länder einbestellt
12.01.2026 18:39 Moskau: Oreschnik-Angriff galt Flugzeugwerk in Lwiw
12.01.2026 18:36 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne - EuroStoxx-...
12.01.2026 18:28 Mexikos Präsidentin: US-Einsatz gegen Drogenkartelle ausges...
12.01.2026 18:24 ROUNDUP: SPD erwägt 'Deutschland-Korb' für Lebensmittel
12.01.2026 18:23 Aktien Wien Schluss: ATX wieder in Rekordlaune
12.01.2026 18:18 JPMorgan senkt Ziel für Kion auf 73,80 Euro - 'Overweight'
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
13.01.2026

GAMES WORKSHOP GROUP PLC
Geschäftsbericht

LIHIT LAB
Geschäftsbericht

SUEDZUCKER AG
Geschäftsbericht

WHITEWATER ACQUISITION CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services