Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.03.2025 12:51

ROUNDUP: Habecks 'Abschlussbilanz' - Sorge um klimapolitisches Erbe

BERLIN (dpa-AFX) - Als Grünen-Kanzlerkandidat hat Robert Habeck ein enttäuschendes Wahlergebnis eingefahren, als Klimaschutzminister ist er voraussichtlich nur noch wenige Wochen im Amt - und er sieht sein klimapolitisches Erbe in Gefahr. Habeck nutzte die Vorstellung von CO2-Emissionsdaten in Berlin zu einer "Abschlussbilanz". Das soll an eine "Eröffnungsbilanz" zu seinem Amtsantritt erinnern. Habecks Botschaft: Er hat geliefert. Seine Sorge: Halten Union und SPD Kurs?

Habeck sieht Trendwende

Der Wirtschafts- und Klimaschutzminister sieht Deutschland bei Klimazielen auf Kurs. Die vergangenen drei Jahre würden wahrscheinlich als "Wendepunkt" der deutschen Klimapolitik wahrgenommen werden. Das sei durch Kärrnerarbeit des Ministeriums erreicht worden. Habeck verwies unter anderem auf große Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien und beim Ausbau der Stromnetze. Im Gebäudesektor sieht er eine "Trendumkehr". Hintergrund ist das umstrittene Heizungsgesetz, das einen schrittweisen Heizungstausch vorsieht.

CO2-Emissionen gesunken

Laut Umweltbundesamt sanken die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 3,4 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Zur besseren Vergleichbarkeit werden andere Treibhausgase in CO2 umgerechnet. Die gesetzlich erlaubte, angepasste Jahresemissionsgesamtmenge von 693,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten werde recht deutlich unterschritten. Die Projektionsdaten zeigten, dass das Ziel, die Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu mindern, in greifbarer Nähe sei.

Von den einzelnen Sektoren leiste die Energiewirtschaft einen überproportionalen Beitrag zur Emissionsminderung, hieß es. Im Industriesektor spielte auch die schwache Konjunktur eine Rolle, so dass die Emissionen nahezu konstant blieben. Habeck sagte aber, selbst mit guten Wachstumsraten in der Zukunft könne Deutschland die Klimaschutzziele bis 2030 erreichen.

Sorgenkind Verkehrsbereich

Im Gebäudesektor wurden Emissionsvorgaben nicht eingehalten, größtes Sorgenkind ist aber der Verkehr. Aktuell - und auch bis zum Jahr 2030

- bleibt laut Umweltbundesamt (UBA) der Sektor Verkehr weit entfernt

von seinen Zielen. Der Markthochlauf von Elektroautos müsse wieder deutlich mehr Fahrt aufnehmen, sagte UBA-Präsident Dirk Messner. Staatlich geförderte Leasingmodelle für kleine und effiziente Elektroautos mit geringen monatlichen Raten könnten den Hochlauf nach französischem Vorbild unterstützen. Am vereinbarten EU-weiten Ausstieg für Neuzulassungen von fossilen Verbrennerautos 2035 sollte unbedingt festgehalten werden. Das will die Union allerdings ändern.

"Der Verkehrsbereich hat überhaupt nicht geliefert", so Habeck. Das habe auch an einer politischen Blockadehaltung gelegen, sagte er mit Blick auf den früheren Koalitionspartner FDP. Die FDP hatte zum Beispiel ein generelles Tempolimit abgelehnt. Habeck sagte zudem, rückblickend sei das Streichen der staatlichen Förderung für Elektroautos Ende 2023 ein Fehler gewesen. Die Koalition musste damals nach einem Haushaltsurteil sparen. Der Minister machte klar, es sei damals um "Kleckerbeträge" gegangen - verglichen mit den Summen, um die es nun beim geplanten Sondervermögen für Infrastruktur von 500 Milliarden Euro geht.

Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen, als wieder gespeichert werden können. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Mit den jetzigen Maßnahmen erreiche Deutschland bis zum Jahr 2040 eine Minderung der Emissionen um rund 80 Prozent gegenüber 1990, das gesetzliche Ziel sehe aber eine Minderung von mindestens 88 Prozent vor, so das Umweltbundesamt.

Appell an künftige Regierung

Habeck, appellierte an die mögliche neue Bundesregierung aus Union und SPD, den Kurs fortzusetzen. Sie hätten in der Vergangenheit aber nicht bewiesen, dass sie bereit seien, mutige Schritte nach vorn zu gehen. "Also: große Koalition war Weltmeister in Ziele herausposaunen und Amateurliga in der Umsetzung der Ziele."

Als er Ende 2021 Minister geworden sei, habe er eine Klimaschutzlücke von 1.200 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 geerbt, sagte Habeck. Mit neuen Projektionsdaten habe man bis 2030 sogar einen Puffer von 80 Millionen Tonnen.

"Eröffnungsbilanz" im Jahr 2021

Im Januar 2022 nahm Habeck, frisch im Amt, eine "Eröffnungsbilanz" vor und brachte eine große Grafik mit. Sie zeigte, wie weit Deutschland von seinen Klimazielen entfernt ist. Die Kernaussage damals: "Wir müssen dreimal besser sein in allen Bereichen." Die Aufgabe beim Klimaschutz sei "gigantisch" - aber: "Wir können das schaffen", sagte Habeck. Nun zeigte der Noch-Vizekanzler erneut eine Grafik - mit der Botschaft: Die Lücke zu den Klimazielen ist wesentlich kleiner geworden.

Verbände: weitere Anstrengungen notwendig

"Die guten Zahlen für das vergangene Jahr dürfen niemanden täuschen: ohne weitere Schritte verpasst Deutschland seine langfristigen Klimaziele", sagte Greenpeace Verkehrsexpertin Marion Tiemann. Der ermutigende Ausbau der erneuerbaren Energien könne fehlende Fortschritte im Verkehr und bei Gebäuden nicht auf Dauer ausgleichen. Die Deutsche Umwelthilfe forderte von der neuen Koalition unter anderem ein Tempolimit und eine energetische Sanierungsoffensive. Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte: "Union und SPD müssen jetzt die Weichen für echten Klimaschutz stellen - sonst werden wir sie vor dem Bundesverwaltungsgericht dazu zwingen."/hoe/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   7 8 9 10 11    Berechnete Anzahl Nachrichten: 763     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 13:22 UBS belässt Unilever auf 'Sell' - Ziel 4400 Pence
09.01.2026 13:22 UBS hebt Ziel für Danone auf 95 Euro - 'Buy'
09.01.2026 13:22 UBS senkt Ziel für Nestle auf 78 Franken - 'Neutral'
09.01.2026 13:22 UBS senkt Ziel für Beiersdorf auf 90 Euro - 'Sell'
09.01.2026 13:21 UBS senkt Ziel für Henkel auf 71 Euro - 'Neutral'
09.01.2026 13:11 Sicherheitsamt warnt: Cyberangriffe auf Bankkunden steigen
09.01.2026 13:11 AKTIEN IM FOKUS: Versicherer weiter schwach - Umstufungen vo...
09.01.2026 13:10 EQS-News: LIR Life startet nächste Entwicklungsphase - Setz...
09.01.2026 13:10 Ski-Star Hirscher: Kein Start in Olympia-Winter
09.01.2026 13:05 ROUNDUP 2: Sorge vor staatlicher Gewalt bei Massenprotesten ...
09.01.2026 13:04 Klingbeil: Mercosur-Abkommen hat 'enormes Potenzial'
09.01.2026 13:04 ROUNDUP: Musks KI Grok erstellt Bilder nur noch für zahlend...
09.01.2026 13:03 Sicherheitsamt warnt: Cyberangriffe auf Bankkunden steigen
09.01.2026 12:50 POLITIK/Berichte: Brandanschlag von Siedlern in Schule im We...
09.01.2026 12:45 VERMISCHTES/ROUNDUP: 380.000 Haushalte in Frankreich nach St...
09.01.2026 12:42 ROUNDUP 3: Moskau setzt bei Angriff auf Westukraine Mittelst...
09.01.2026 12:41 EQS-News: Vossloh erwirbt Nordic Tamping Service (deutsch)
09.01.2026 12:38 Stadtwerke wollen nationale Krisenreserve für Stromausfälle
09.01.2026 12:28 EQS-News: Nakiki SE schließt Anleiheemission am Montag vorz...
09.01.2026 12:23 Selenskyj fordert Reaktion der USA nach Oreschnik-Angriff du...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
10.01.2026

AVENUE SUPERMARTS LTD
Geschäftsbericht

Ägypten
Verbraucherpreisindex (CPI)

TOKYO FINANCE LTD
Geschäftsbericht

PTC INDUSTRIES LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services