Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
29.05.2024 17:54

Inflation im Mai gestiegen - Dienstleistungen teurer

Konjunktur

Wiesbaden (dpa) - Das Leben in Deutschland hat sich im Mai wieder stärker verteuert. Zum ersten Mal in diesem Jahr gewann die Inflation wieder an Tempo. Die Verbraucherpreise lagen um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte. Der Rückgang der Inflation war bereits im April bei einer Rate von 2,2 Prozent ins Stocken geraten. Manche Volkswirte halten das Inflationsproblem noch nicht für gelöst.

«Es wird holprig», sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Nach Einschätzung von ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski verdeutlichen die aktuellen Daten, «wie hartnäckig die Inflation bleibt». Deutsche-Bank-Volkswirt Sebastian Becker sieht dagegen keinen Grund zur Beunruhigung. Die Inflationsrate könnte dank fallender Energiepreise im Sommer - zumindest temporär - «unter die symbolisch wichtige 2-Prozent-Hürde fallen.»

Energie billiger - Dienstleistungen deutlich teurer

Im Mai kostete Energie den vorläufigen Angaben zufolge 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, obwohl seit 1. April für Erdgas und Fernwärme wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gilt. Um die hohen Energiepreise als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine abzufedern, hatte die Politik die Mehrwertsteuer dafür vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 auf 7 Prozent gesenkt.

Für Nahrungsmittel mussten Verbraucherinnen und Verbraucher nach den vorläufigen Daten im Mai insgesamt 0,6 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

Dienstleistungen verteuerten sich voraussichtlich um 3,9 Prozent. Besonders deutlich zogen die Preise für Versicherungsdienstleistungen an, wie aus Daten Statistischer Landesämter hervorgeht. Auch für den Gaststätten-Besuch mussten die Menschen teilweise mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Höhere Teuerungsraten schwächen die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Reallöhne deutlich gestiegen

Volkswirte hatten mit einem Anziehen der Inflation im Mai gerechnet. Das liege vor allem an den stark steigenden Löhnen, die die Preise der arbeitsintensiven Dienstleistungen nach oben treiben würden, erläuterte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. «Das Inflationsproblem ist noch lange nicht gelöst.»

Im ersten Quartal sorgten Tarifsteigerungen und Inflationsausgleichsprämien für einen deutlichen Anstieg der Nominallöhne der Beschäftigten um 6,4 Prozent. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum nur um 2,5 Prozent kletterten, ergab sich ein Zuwachs der Reallöhne um 3,8 Prozent. Das war das stärkste Plus seit Einführung der Statistik im Jahr 2008, wie das Bundesamt mitteilte.

Der Anstieg der Reallöhne stärkt die Kaufkraft der Verbraucher, das kann den Konsum als wichtige Konjunkturstütze ankurbeln. Im ersten Quartal hatten die Menschen ihr Geld allerdings noch zusammengehalten. Das könnte sich nun ändern.

Kauflaune der Verbraucher hellt sich weiter auf

Die Kauflaune der Menschen in Deutschland verbesserte sich derweil zum vierten Mal in Folge, wie aus der aktuellen Konsumklima-Studie der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM hervorgeht. Allerdings sei die Neigung zu größeren Anschaffungen noch immer gebremst.

Auch ein statistischer Effekt spielte beim Inflationsanstieg im Mai eine Rolle. «Die Einführung des Deutschlandtickets liegt jetzt ein Jahr zurück. Der damit verbundene preisdämpfende Effekt fällt somit aus dem Vorjahresvergleich heraus», erläuterte Volkswirt Friedrich Heinemann vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW.

Gegenüber dem Vormonat April stiegen die Verbraucherpreise den vorläufigen Angaben zufolge im Mai um 0,1 Prozent.

EZB-Zinserhöhung zeichnet sich ab

Die extrem hohen Inflationsraten der vergangenen beiden Jahre sind inzwischen Geschichte. Im Jahresschnitt erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche Abschwächung der Inflation in Europas größter Volkswirtschaft auf 2,3 Prozent nach 5,9 Prozent im vergangenen Jahr.

Die Euro-Währungshüter streben für den Euroraum mittelfristig Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Nach der beispiellosen Serie von Erhöhungen im Kampf gegen die zeitweise extrem hohe Inflation zeichnet sich eine erste Zinssenkung im Juni ab. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt am Donnerstag (6. Juni) zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung zusammen.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 666     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
21.06.2024 20:14 EQS-Adhoc: DEMIRE verschiebt Veröffentlichung des geprüfte...
21.06.2024 20:12 Russland setzt neue tonnenschwere Bombe im Krieg gegen Ukrai...
21.06.2024 20:06 EQS-Adhoc: Korrektur der Veröffentlichung vom 21.06.2024, 1...
21.06.2024 19:50 ROUNDUP: Milliarden-Risiko wegen Klagen zu Corona-Masken
21.06.2024 19:43 Zverev beißt sich durch - Halbfinale in Halle der Lohn
21.06.2024 19:41 Aktien New York: Dow stagniert - Erneut Gewinnmitnahmen bei ...
21.06.2024 19:34 Habeck startet China-Besuch mit klaren Ansagen
21.06.2024 19:17 Milliarden-Risiko wegen Klagen zu Corona-Masken
21.06.2024 19:03 Viele Tote bei mutmaßlichem israelischem Angriff auf Zelte ...
21.06.2024 18:55 Jubel und Tränen nach erstem Ukraine-Sieg
21.06.2024 18:45 EQS-Adhoc: LEHNER INVESTMENTS AG: Verlust deutlich höher al...
21.06.2024 18:44 Apple führt neue KI-Funktionen vorerst nicht in der EU ein
21.06.2024 18:41 Jefferies hebt Ziel für Rolls-Royce auf 580 Pence - 'Buy'
21.06.2024 18:40 Dax schließt im Minus - insgesamt gute Woche
21.06.2024 18:39 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Triste Konjunturdaten belaste...
21.06.2024 18:39 Jefferies belässt Oracle auf 'Buy' - Ziel 150 Dollar
21.06.2024 18:38 Jefferies belässt Ferrari auf 'Hold' - Ziel 375 Euro
21.06.2024 18:36 Bericht: Aer Lingus streicht Flüge nach Deutschland wegen S...
21.06.2024 18:25 Aktien Wien Schluss: Bankaktien ziehen ATX nach unten
21.06.2024 18:17 Aktien Europa Schluss: Verluste am Verfallstag
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
22.06.2024

NIIT TECHNOLOGIES
Geschäftsbericht

VEDANT FASHIONS LTD.
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

MG MED INC
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

QMS MEDICAL ALLIED SERVICES LIMITED
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services