Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
21.04.2024 14:50

Nawalnaja warnt: Putin ist unberechenbar

GMUND (dpa-AFX) - Kremlgegnerin Julia Nawalnaja hält Russlands Präsidenten Wladimir Putin für unberechenbar - und schließt nicht aus, dass der Kremlchef irgendwann doch Atomwaffen einsetzen könnte. "Wir wissen nicht, was wir von ihm zu erwarten haben", sagte die Witwe des verstorbenen russischen Oppositionellen Alexej Nawalny in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Sie fügte hinzu: "Wahrscheinlich würde er es tun." Es sei wie zu Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine: Sie hätte damals auch nicht mit dem Angriff Putins gerechnet, weil es derart starke Verbindungen zwischen den beiden Ländern gebe. "Aber er hat beschlossen, es zu tun. Er macht den Menschen Angst und hält sie in Angst. Niemand weiß, was Putin morgen machen wird." Sie sei sich nicht sicher, ob der Kremlchef wirklich eine "starke Strategie" habe.

In der Festnahme mehrerer mutmaßlicher russischer Spione sieht Nawalnaja ein weiteres Zeichen dafür, dass Putin seinen Kampf längst auch im Herzen Europas mit allen Mitteln führt. "Putin hat nicht jetzt damit angefangen - er macht es schon die ganze Zeit. Er beginnt Kriege, er tötet seine Gegner", sagte sie und fügte hinzu: "Ich bin immer davon ausgegangen, dass es in Europa viele russische Spione gibt, das ist offensichtlich. Für mich ist das deshalb nun nichts Neues." Nawalnaja bedauerte vielmehr, dass Europa die von Russland ausgehenden Gefahren nicht schon viel früher benannt habe. "Mir wäre es lieber, wenn Europa dies viel häufiger und früher thematisiert hätte. Dann hätten wir wahrscheinlich einige Kriege und einige Morde verhindern können."

In Bayern wurden am vergangenen Mittwoch zwei deutsch-russische Staatsbürger festgenommen, die für Moskau Ziele für mögliche Sabotageakte in Deutschland ausgekundschaftet haben sollen. Beide sitzen in Untersuchungshaft. In Polen ließ der dortige Geheimdienst einen Mann festnehmen, der dem russischen Militärgeheimdienst angeblich bei der Planung eines Attentats auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj helfen wollte.

Nawalnaja kündigte in dem dpa-Interview am Tegernsee erneut einen entschlossenen Kampf gegen Putin an - und forderte eine möglichst starke Unterstützung des Westens. Sie selbst habe keine Angst, betonte sie - auch wenn sie natürlich mit einem gewissen Risiko lebe. "Und dieses Risiko wird noch steigen, wenn ich gute Arbeit leiste", fügte sie hinzu.

Die 47-Jährige träumt davon, eines Tages nach Russland zurückzukehren. "Ich möchte in Russland leben. Meine Kinder träumen davon, nach Russland zurückzukehren. Ich möchte zum Grab meines Mannes gehen. Das ist mir sehr wichtig. Und ich hoffe, dass ich das sehr, sehr bald tun kann. Ich träume davon, so schnell wie möglich dorthin zu kommen."

Ihr Mann, Alexej Nawalny, starb am 16. Februar nach Behördenangaben im Straflager mit dem inoffiziellen Namen "Polarwolf" in der sibirischen Arktisregion Jamal. Die Umstände seines Todes sind nicht geklärt. Nach Angaben von Nawalnys Team ist im Totenschein von "natürlichen" Ursachen die Rede. Nawalnys Angehörige sprechen von Mord. Seine Ehefrau wurde am Freitag am Tegernsee mit dem "Freiheitspreis der Medien" geehrt, der alljährlich beim Ludwig-Erhard-Gipfel vor Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft verliehen wird.

Eine Lösung des Ukraine-Konfliktes sieht Nawalnaja derzeit nach eigenen Worten nicht. "Die ganze Welt versucht, einen Weg zu finden, um dieses Problem zu lösen, und niemand hat bisher einen Weg gefunden." Es werde deshalb keine einfache Lösung geben. Sie hoffe auf eine Versöhnung zwischen Russen und Ukrainern. "Aber Putin hat beide Länder in eine Situation gebracht, in der es sehr schwierig sein wird, die Beziehungen wieder aufzubauen."

Wann die Opposition in Russland groß genug sein könnte, um Putin zu destabilisieren, vermochte Nawalnaja nicht vorherzusagen. "Ich hoffe wirklich und glaube, dass es viel früher passieren wird, als wir erwarten." Niemand wisse, wann und warum dies passieren könnte. Aber viele Menschen seien schon jetzt müde vom Krieg. "Sie unterstützen den Krieg nicht, aber sie haben große Angst, dies laut auszusprechen, weil sie dies noch am selben Tag ins Gefängnis bringen könnte." Sie hoffe deshalb, dass das russische Volk weitere Mobilisierungen von Soldaten nicht unterstütze. "Wenn die Regierung versucht, immer mehr Menschen für den Krieg zu mobilisieren, wird der Widerstand dagegen zunehmen."

Nawalnaja betonte: Russland sei nicht Putin. "Es gibt viele Anti-Kriegs-Aktivisten und Anti-Putin-Aktivisten." Und diese bräuchten "die Unterstützung aus dem Westen"./ctt/tre/had/mau/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 333     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
20.05.2024 19:44 ROUNDUP 3: Internationale Haftbefehle gegen Netanjahu und Ha...
20.05.2024 19:32 RBC belässt JPMorgan auf 'Outperform' - Ziel 211 Dollar
20.05.2024 19:10 EQS-News: Afrika-Paris-Erklärung zu Energiewende, Klimagere...
20.05.2024 19:04 US-Regierung: Antrag auf Haftbefehl 'empörend' und 'beschä...
20.05.2024 19:04 ROUNDUP: Britischer Skandal um infizierte Blutkonserven soll...
20.05.2024 19:00 Hamas fordert Haftbefehle gegen alle israelischen Befehlshab...
20.05.2024 18:54 Aktien Osteuropa Schluss: Börsen schließen großteils mit ...
20.05.2024 18:49 Goldman hebt Ziel für Grand City auf 11,60 Euro - 'Neutral'
20.05.2024 18:45 Aktien Wien Schluss: Ruhiger Handel am Pfingstmontag
20.05.2024 18:27 ROUNDUP: Trump-Prozess nähert sich aufsehenerregendem Urteil
20.05.2024 18:26 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderates EuroStoxx-Plus im r...
20.05.2024 18:20 Dax gelingt am Feiertag guter Wochenauftakt
20.05.2024 18:13 Präsidentschaftswahl im Iran könnte Ende Juni stattfinden
20.05.2024 18:11 ROUNDUP: Tesla-Protestcamp geht in die Verlängerung
20.05.2024 18:10 Aktien Europa Schluss: Moderates EuroStoxx-Plus im ruhigen H...
20.05.2024 18:08 Tesla-Protestcamp geht in die Verlängerung
20.05.2024 18:08 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax gelingt am Feiertag gu...
20.05.2024 17:48 Aktien Frankfurt Schluss: Dax gelingt am Feiertag positiver ...
20.05.2024 17:42 Protestcamp gegen Tesla kann weitermachen
20.05.2024 17:36 Deutsche Anleihen: Kursverluste
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
21.05.2024

OODASH AB
Geschäftsbericht

AUDIUS SE
Geschäftsbericht

YARN SYNDICATE
Geschäftsbericht

Y.S.P.SOUTHEAST AS
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services