Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
19.04.2024 15:49

ROUNDUP 2: G7 wollen Krieg zwischen Israel und Iran unbedingt verhindern

(aktualisierte Fassung)

CAPRI (dpa-AFX) - Nach dem mutmaßlichen israelischen Vergeltungsschlag gegen den Iran setzt der Westen alles daran, jede Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten zu vermeiden. Die Außenminister der Siebenergruppe demokratischer Industrienationen (G7) riefen nach einem Treffen auf Capri am Freitag alle Seiten auf, eine Eskalation unbedingt zu vermeiden. Ausdrücklich galt der Appell auch Israel. Der Ukraine stellten die G7 im Krieg gegen Russland mehr militärische Hilfe gegen Luftangriffe in Aussicht. Konkrete Zusagen gab es aber nicht.

Trotz aller Appelle aus der Ukraine, nicht vergessen zu werden, wurde das Frühjahrstreffen der Außenminister auf der italienischen Mittelmeerinsel vom Konflikt im Nahen Osten dominiert. Groß ist die Sorge, dass Israel auf den massiven Angriff aus dem Iran vom vergangenen Wochenende mit gleicher Münze antwortet. Damit würde der jahrzehntelange Konflikt im Nahen Osten nach mehr als sechs Monaten Krieg im Gazastreifen eine neue Dimension erreichen.

Keine Bestätigung für israelischen Angriff

Mit einer Bewertung des mutmaßlichen Vergeltungsschlags auf Ziele im Iran in der Nacht zum Freitag hielt sich die Siebenergruppe - USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Frankreich, Italien und Deutschland - mit Bewertungen auffallend zurück. Außenministerin Annalena Baerbock berichtete, dass man die Nacht über ständig in Kontakt gestanden habe. Ebenso wie alle anderen bestätigte sie die Berichte über israelische Angriffe offiziell aber nicht.

US-Außenminister Antony Blinken wiederholte auch auf mehrfache Nachfrage nur, er werde darauf nicht "nicht näher eingehen - außer zu sagen, dass die Vereinigten Staaten an keinen Offensivoperationen beteiligt waren". Baerbock mahnte, jetzt sei "die Stunde, wo alles dafür getan werden muss, dass keine Eskalationsstufe mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region entsteht". Sie rief alle Seiten auf, "daran zu arbeiten, eine weitere Eskalation zu vermeiden". "Als G7 tun wir das unermüdlich."

Appell mit Nachdruck auch an Israel

Die Sorge um eine größere militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran - und möglicherweise weiteren Akteuren - spiegelt sich auch in der Abschlusserklärung des dreitägigen Treffens wider. Italiens Außenminister Antonio Tajani als Gastgeber sagte im Namen der gesamten Gruppe: "Die G7 unterstützt die Sicherheit Israels. Aber wir rufen alle Parteien dazu auf, Eskalation zu vermeiden."

Mit der Erklärung wurde der Iran auch aufgefordert, die Unterstützung der Hamas in den Palästinensergebieten, der Hisbollah im Libanon und auch anderer nichtstaatlicher Akteure zu beenden". Die fortgesetzte Bereitstellung von Waffen und dazugehörigem Material an die Huthis im Jemen verstoße gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats und führe in der Region "zu einer gefährlichen Verschärfung der Spannungen".

Ukraine soll mehr Luftabwehrsysteme bekommen

Nach dramatischen Appellen aus der Ukraine um mehr militärische Unterstützung versprachen die G7, mehr Hilfe gegen russische Luftangriffe zur Verfügung zu stellen. "Wir sind insbesondere entschlossen, die Luftverteidigungsfähigkeiten der Ukraine zu stärken, um Leben zu retten und kritische Infrastrukturen zu schützen", heißt es in der Erklärung.

Zugleich forderte die Gruppe Kremlchef Wladimir Putin auf, den Angriffskrieg gegen das Nachbarland nach jetzt schon mehr als zwei Jahren sofort zu stoppen. Russland müsse alle seine Streitkräfte "unverzüglich, vollständig und bedingungslos" abziehen. Wörtlich heißt es: "Russland kann diesen Krieg heute beenden."

Zuvor hatten Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und auch Baerbock die Partner gedrängt, Kiew baldmöglichst weitere Luftabwehrsysteme zu liefern. Die Appelle richteten sich an die USA, aber auch an Frankreich und Italien. Der italienische Außenminister Tajani versprach Hilfe aus Rom, ohne aber ins Detail zu gehen. Von französischer Seite gab es auf Capri dazu keine Äußerung. Deutschland bereitet derzeit die Lieferung eines dritten Patriot-Systems vor - der Ukraine reichen die Zusagen nach eigener Auskunft aber bei weitem nicht aus.

Andere Themen im Hintergrund

Die anderen Themen des Treffens wie das zunehmend schlechtere Verhältnis zu China, die Beziehungen zu Afrika, die kritische Ernährungslage in vielen Ländern der Welt oder Cyber-Sicherheit wurde durch die beiden großen Themen Nahost und Ukraine in den Hintergrund gedrängt. Alle Außenminister betonten aber die Bedeutung der Zusammenarbeit. Baerbock sagte: "Das ist die Stunde, wo wir als Demokratien und Wertepartner besonders eng zusammenstehen."

Mitte Juni findet in der süditalienischen Region Apulien der alljährliche G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt. Die Außenminister treffen sich danach vermutlich noch zwei Mal: im September in New York und im November wieder in Italien./cs/bk/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   8 9 10 11 12    Berechnete Anzahl Nachrichten: 624     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
21.05.2024 14:55 Bundesregierung will Rentenpaket am 29. Mai beschließen
21.05.2024 14:54 AKTIE IM FOKUS 2: UBS schickt Kurse von Redcare und DocMorri...
21.05.2024 14:53 Scholz kondoliert iranischer Regierung
21.05.2024 14:51 Minister Laumann will erneut zu Thyssenkrupp-Beschäftigten ...
21.05.2024 14:51 IRW-News: FendX Technologies Inc.: FendX stellt Update hinsi...
21.05.2024 14:50 Umfrage: 68 Prozent schätzen Verkehrsinfrastruktur als schl...
21.05.2024 14:50 ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Ziel für Lanxess auf 3...
21.05.2024 14:41 ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für Commerzbank auf 12 Eu...
21.05.2024 14:39 Aktien Frankfurt: 'Anleger weiter in Kauflaune' - trotz leic...
21.05.2024 14:37 EQS-DD: DEUTZ AG (deutsch)
21.05.2024 14:35 IRW-News: District Metals Corp.: District erhält endgültig...
21.05.2024 14:35 GNW-Adhoc: Duck Creek Technologies hebt angesehene Sponsoren...
21.05.2024 14:34 JPMorgan hebt Ziel für Zurich auf 425 Franken - 'Underweigh...
21.05.2024 14:28 Stuttgart 21: Digitalisierung der Bahn in Gefahr
21.05.2024 14:27 EQS-News: "Pentavere" von HEALWELL AI geht Partnerschaft mit...
21.05.2024 14:18 Stromleitung zwischen Deutschland und Großbritannien im Bau
21.05.2024 14:12 Polizei: Verlängerung des Tesla-Protestcamps ohne konkrete ...
21.05.2024 14:11 AKTIEN IM FOKUS: KI im Fokus - Microsoft und Nvidia knapp un...
21.05.2024 14:08 IRW-News: Collective Metals Inc.: Collective Metals gibt ein...
21.05.2024 14:06 Original-Research: PNE AG (von First Berlin Equity Research ...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
22.05.2024

ABRDN EQUITY INCOME TRUST PLC
Geschäftsbericht

AXICHEM
Geschäftsbericht

ZINZINO AB
Geschäftsbericht

ZHIHU INC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services