Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.04.2024 05:36

Autokonzerne erzielen Rekordzahlen - Probleme sichtbar

Studie

Stuttgart (dpa) - Die größten Autokonzerne der Welt haben einer Analyse zufolge im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn Rekorde aufgestellt. Im Schlussquartal gab es in der Branche aber Bremsspuren, wie die aus der Untersuchung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Für die aktuelle Analyse hat EY die Finanzkennzahlen der 16 größten Automobilkonzerne ausgewertet. 

Dank hoher Neuwagenpreise und einem Absatzplus von sieben Prozent fuhren die Konzerne demnach einen Gesamtumsatz von gut zwei Billionen Euro ein - und damit 13,7 Prozent mehr als 2022. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um gut 15 Prozent und erreichte rund 176 Milliarden Euro. Ein wichtiger Grund für die Zuwächse war jedoch ein Sondereffekt: Der schwache Yen verhalf japanischen Autokonzernen demzufolge zu einem Gewinnplus von rund zwei Dritteln und einem Umsatzwachstum von 22 Prozent. Weniger dynamisch ging es beim Rest zu: Die deutschen Hersteller verzeichneten zusammen ein Gewinnwachstum von sieben Prozent, bei den US-Konzerne rutschte der Ertrag sogar um fast 30 Prozent ab.

Die Profitabilität stieg leicht: Die durchschnittliche Ebit-Marge, die den operativen Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz setzt, lag bei 8,6 Prozent. Sie bleibe damit das dritte Jahr in Folge auf dem Niveau von mehr als acht Prozent. Zum Vergleich: In den fünf Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Gewinnmarge bei durchschnittlich 5,5 Prozent gelegen.

Mercedes-Benz ist profitabelster Autokonzern 

Mit 12,8 Prozent profitabelster Autokonzern war im vergangenen Jahr Mercedes-Benz. Die Stuttgarter führen demnach die Rangliste vor der Opel-Mutter Stellantis (12,1 Prozent) und BMW (11,9 Prozent) an. Im Gegensatz zum Zweit- und Drittplatzierten sank die Marge der Stuttgarter im Vorjahresvergleich aber. Den stärksten Rückgang 2023 verzeichnete jedoch Tesla: Die Marge des Elektroautoherstellers sank im Vergleich zum Vorjahr von 16,8 auf 9,2 Prozent, womit sich das Unternehmen im Mittelfeld platzierte. Der Volkswagen-Konzern landete auf dem zehnten Platz. Schlusslicht war der US-Autobauer Ford.

Im vierten Quartal trübte sich das Bild im Vergleich zum ganzen Jahr aber ein: Der Umsatz stieg unterdurchschnittlich um neun Prozent, der Gewinn schrumpfte um fünf Prozent. EY-Marktbeobachter Constantin Gall teilte mit: «Im vergangenen Jahr konnte die Branche noch von hohen Neuwagenpreisen und der wiederhergestellten Lieferfähigkeit profitieren. Allerdings wurden auch die Probleme, vor denen die Branche steht, immer deutlicher».

EY-Experte sieht Branche mit mehreren Problemen konfrontiert

Als ein Problem der Branche machte Gall die schwächelnde Konjunktur aus. Der Absatz von Neuwagen liegt demnach weit unter dem Vor-Corona-Niveau: Im vergangenen Jahr haben die Hersteller etwa 66 Millionen Autos verkauft, im Jahr 2019 waren es knapp 76 Millionen Fahrzeuge. Die Folge: «Überkapazitäten sind aktuell ein echtes Problem für die Hersteller, aber auch für die Zulieferer. Und von einer Konjunkturaufhellung, die zu einem echten Nachfrageschub führen könnte, ist derzeit nichts zu sehen», sagte Gall. 

Auch der stockende Hochlauf der E-Mobilität belaste das Geschäft: «Im Vertrauen auf einen rasanten Anstieg der Nachfrage nach Elektroautos wurden Milliardeninvestitionen getätigt, und nun wachsen die Zweifel – in der Politik, in der Branche und bei den Kunden», sagte Gall. Die aktuellen Milliardengewinne seien fast ausschließlich Verbrennermodellen zu verdanken. Bis die Branche mit Elektroautos echtes Geld verdiene, werde es noch lange dauern. 

Darüber hinaus stocke der Absatz in China: Bis auf Volkswagen und BMW haben demnach alle untersuchten Herstellern 2023 weniger Autos auf dem chinesischen Markt verkauft. Im Durchschnitt schrumpfte der Absatz dort um 5,4 Prozent. Chinesische Elektroautohersteller griffen auch zunehmend die etablierten Hersteller auf ihren Heimatmärkten an, sagte Gall. Diese Herausforderung werde in den kommenden Jahren noch größer werden.

Dudenhöffer: Autobauer und Händler umwerben Käufer

Für Verbraucher könnte etwa die Überkapazitäten in der Branche auch zum Vorteil werden: Immer mehr Hersteller versuchen EY zufolge, Kundinnen und Kunden mit Preissenkungen, günstigen Finanzierungsangeboten und Sondermodellen zurück in die Autohäuser zu locken. «Der Wettbewerb wird wieder stark über den Preis ausgetragen», sagte Gall.

Das beobachtet auch Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Aktuell gebe es gute Angebote, allerdings vor allem bei Verbrennern, sagte Dudenhöffer. Im Schnitt wurden im April auf dem deutschen Markt bei Internetvermittlern auf diese Modelle 16,9 Prozent Rabatt gewährt. Das ist demnach deutlich mehr als im vergangenen Jahr, als es noch Lieferengpässe gegeben hatte. Bei vergleichbaren E-Modellen gab es hingegen nur 12,6 Prozent Nachlass.

Steigerungen um ein bis zwei Prozentpunkte sind Dudenhöffer zufolge bei Verbrennern noch denkbar. «Aber die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen. Die Autobauer und Händler umwerben die Autokäufer - aber nicht zu jedem Preis.» Für die Studie hatte der Experte die Rabatte ermittelt, die unabhängige Neuwagenvermittler im Internet auf ausgewählte Modelle gewähren. Untersucht wurden je 15 Verbrenner- und Elektromodelle von elf Herstellern.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   43 44 45 46 47    Berechnete Anzahl Nachrichten: 930     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
22.05.2024 07:45 EQS-News: Marinomed Biotech AG gibt die Ergebnisse für das ...
22.05.2024 07:45 ROUNDUP 2/Benko im U-Ausschuss: Der Signa-Gründer und die P...
22.05.2024 07:43 UBS belässt Alphabet A-Aktie auf 'Neutral' - Ziel 173 Dollar
22.05.2024 07:42 Berenberg lässt Siemens Healthineers auf 'Buy' - Ziel 58,20...
22.05.2024 07:40 EQS-News: FendX stellt Update hinsichtlich Entwicklung seine...
22.05.2024 07:35 ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Sartorius auf 330 Eu...
22.05.2024 07:33 Hornbach erwartet im neuen Geschäftsjahr nur leichte Zuwäc...
22.05.2024 07:32 dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Stabil auf hohem Niveau
22.05.2024 07:15 Fragen aus aller Welt: Bayers launige Pressekonferenz
22.05.2024 07:13 Ballack über Bayern: «Baustelle ist die Mannschaft»
22.05.2024 07:11 EQS-News: Greenridge Exploration gibt einen regionalen Über...
22.05.2024 07:10 NBA: Celtics gewinnen Auftakt in Conference-Finals
22.05.2024 07:10 RBC senkt Ziel für Ryanair auf 24 Euro - 'Outperform'
22.05.2024 07:08 Funkel: Lautern «größter Außenseiter» in Pokal-Geschichte
22.05.2024 07:08 Arzttermin per KI: Online-Portal Doctolib übernimmt Telefon...
22.05.2024 07:06 DAX-FLASH: Dax wenig bewegt - Anleger warten auf Nvidia-Zahl...
22.05.2024 07:05 Neuer HSV-Sportvorstand Kuntz ist «unglaublich glücklich»
22.05.2024 07:01 EQS-Adhoc: Swiss Life steigert im ersten Quartal 2024 die Fe...
22.05.2024 07:00 EQS-News: Baloise zeigt sich auch 2023 als verlässlicher Pa...
22.05.2024 07:00 EQS-News: HORNBACH Gruppe entwickelt sich im Geschäftsjahr ...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
24.05.2024

AD PEPPER MEDIA INTERNATIONAL NV
Geschäftsbericht

ZONTE METALS INC
Geschäftsbericht

ZONETAIL INC.
Geschäftsbericht

ZODIAC JRD MKJ
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services