Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
12.04.2024 13:48

Volkswirt: Große Inflationswelle ist vorbei

Preise

Wiesbaden (dpa) - Billigere Nahrungsmittel und gesunkene Energiepreise machen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland nach den vergangenen Preissprüngen Hoffnung. Im März sank die Inflationsrate auf 2,2 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren.

Das Statistische Bundesamt bestätigte vorläufige Daten. «Die Preissituation bei Energie und Nahrungsmitteln dämpfte die Inflationsrate bereits im zweiten Monat in Folge», erläuterte Behördenchefin Ruth Brand. «Im März 2024 waren Nahrungsmittel für Verbraucherinnen und Verbraucher erstmals seit Februar 2015 günstiger als ein Jahr zuvor.»

Die Teuerungsrate insgesamt war im März so niedrig wie zuletzt im Mai 2021 mit damals ebenfalls 2,2 Prozent. Niedriger war der Wert davor im April 2021 mit 2,0 Prozent. Im Februar des laufenden Jahres hatte die Inflation noch bei 2,5 Prozent und im Januar bei 2,9 Prozent gelegen. Die große Inflationswelle ist nach Einschätzung von Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater vorbei. «Die regelrechte Inflationspanik, die in Teilen der Bevölkerung durchaus zu Recht herrschte, liegt hinter uns», sagte der Ökonom der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX jüngst.

Einige Nahrungsmittel sogar günstiger

Für Nahrungsmittel zahlten die Menschen im März 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem frisches Gemüse (minus 20,1 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent) wurden günstiger. Teurer binnen Jahresfrist wurden unter anderem Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (plus 8,4 Prozent) sowie Obst (plus 4,2 Prozent).

Energie verbilligte sich trotz der zu Jahresanfang ausgelaufenen Energie-Preisbremsen und der Anhebung des CO2-Preises auf 45 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) um 2,7 Prozent. Günstiger waren unter anderem Erdgas (minus 9,2 Prozent) und Strom (minus 8,1 Prozent). Fernwärme kostetet dagegen 20,6 Prozent mehr.

Dienstleistungen verteuerten sich um 3,7 Prozent. Deutlich mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem für Versicherungen (plus 11,0 Prozent) zahlen. Der Gaststätten-Besuch kostete 6,9 Prozent mehr. Seit dem 1. Januar 2024 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise im März um 0,4 Prozent.

Abschwächung der Inflation erwartet

Im Jahresschnitt erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche Abschwächung der Inflation auf 2,3 Prozent nach 5,9 Prozent im vergangenen Jahr. Auf den letzten Metern könnte es allerdings noch holprig werden, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib unlängst. «Schon im April ist durch das Ende der Mehrwertsteuerabsenkung mit einem Preisschub bei der Gas- und Wärmeversorgung zu rechnen.»

Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Menschen können sich für einen Euro weniger leisten. Im vergangenen Jahr setzten viele Verbraucher daher den Rotstift an. Der Privatkonsum fiel als wichtige Konjunkturstütze aus.

Zinssenkung im Euroraum im Sommer erwartet

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum und Deutschland mittelfristig Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Nach einer Serie von Zinserhöhungen im Kampf gegen die zeitweise hohe Inflation rechnen Volkswirte allgemein mit einer Senkung der Zinsen im Juni. Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Nachfrage bremsen und hohen Inflationsraten entgegenwirken kann. Teurere Finanzierungen sind aber zugleich eine Last für Unternehmen und private Investoren.

Im März lag der sogenannte HVPI, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, in Deutschland bei 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. HVPI steht für Harmonisierter Verbraucherpreisindex und dient dazu, Preisänderungen in der Eurozone international vergleichbar zu machen.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   8 9 10 11 12    Berechnete Anzahl Nachrichten: 579     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
21.05.2024 12:46 Devisen: Euro legt zum Dollar etwas zu
21.05.2024 12:42 Bauern in Deutschland sehen wieder schwierigere Geschäftsla...
21.05.2024 12:37 Pistorius besucht Luftwaffenbasis in Lettland
21.05.2024 12:28 Deutsche Anleihen: Leichte Kursgewinne
21.05.2024 12:23 Studie: Ländliche Räume können von Energiewende profitieren
21.05.2024 12:15 Brüssel genehmigt deutsche Milliardenhilfe für Schienen-G?...
21.05.2024 12:14 ROUNDUP: Internet-Nutzer melden technische Störungen
21.05.2024 12:12 IRW-News: Goldstorm Metals Corp.: Goldstorm Metals bereitet ...
21.05.2024 12:12 Bitcoin steigt auf den höchsten Stand seit Anfang April
21.05.2024 12:11 Taiwaner fürchten Hongkonger Verhältnisse nach Parlaments-...
21.05.2024 12:06 EQS-News: NanoFocus AG meldet finale Zahlen für das Geschä...
21.05.2024 12:03 London: Russland greift auch in Ostukraine weiterhin an
21.05.2024 12:00 Aktien Europa: Verluste - Anleger werden vorsichtiger
21.05.2024 11:58 EQS-News: Advanced Blockchain AG: Portfoliounternehmen peaq ...
21.05.2024 11:55 Deutsche Bank Research senkt Ziel für BAT auf 3450 Pence - ...
21.05.2024 11:55 ANALYSE: Bernstein wird optimistischer für Konsumgüter - H...
21.05.2024 11:54 EQS-DD: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktienges...
21.05.2024 11:52 Deutsche Bank Research belässt L'Oreal auf 'Sell' - Ziel 35...
21.05.2024 11:50 Deutsche Bank Research hebt Ziel für BBVA auf 11,40 Euro - ...
21.05.2024 11:45 Aktien Frankfurt: Etwas schwächer auf hohem Niveau
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
22.05.2024

ABRDN EQUITY INCOME TRUST PLC
Geschäftsbericht

AXICHEM
Geschäftsbericht

ZINZINO AB
Geschäftsbericht

ZHIHU INC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services