Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
03.12.2022 16:37

Ampel will Abzocke bei Energiepreisen unterbinden

Gas- und Strompreisbremse

Berlin (dpa) - Bei der Gas- und Strompreisbremse soll überzogenen Tariferhöhungen für Kundinnen und Kunden ein Riegel vorgeschoben werden. Dazu sollen Preiserhöhungen bis Ende 2023 verboten werden - es sei denn, der Versorger weist nach, «dass die Erhöhung sachlich gerechtfertigt ist», heißt es in Gesetzentwürfen der Bundesregierung, die in den Bundestag eingebracht wurden.

Das Wirtschaftsministerium erläuterte, die Missbrauchskontrolle solle Preiserhöhungen unterbinden, die sich nicht durch steigende Beschaffungskosten rechtfertigen lassen. Nicht jede Erhöhung sei automatisch illegal, sondern Anhebungen, die «missbräuchlich und ungerechtfertigt» sind.

Die von der Ampel-Koalition geplante Gas- und Strompreisbremse soll stark gestiegene Kosten für Haushalte und Unternehmen abfedern. Eine bestimmte Verbrauchsmenge soll dafür staatlich subventioniert werden, darüber hinaus gelten aber weiterhin aktuelle, hohe Marktpreise. Der FDP-Energieexperte Michael Kruse sagte der «Bild»-Zeitung: «Mitnahmeeffekte, die Versorgungsunternehmen zu höheren Tarifen animieren, wollen wir verhindern.» Die Bremsen sollen ab März 2023 greifen, vorgesehen ist aber eine rückwirkende Entlastung ab Januar.

Tariferhöhungen für 2023 im Briefkasten

Gerade bekommen viele Haushalte Schreiben mit Tariferhöhungen für 2023. Das habe es schon häufig zum Jahresende gegeben, erläuterte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Grund seien gesetzliche Fristen: Wenn Preisanhebungen zu Anfang Januar kommen sollen, müssten sie vier bis sechs Wochen vorher angekündigt werden. Was die Höhe angehe, könnten tatsächliche Beschaffungskosten weitergegeben werden, nicht aber darüber hinausgehende missbräuchlich Steigerungen.

Es solle also verhindert werden, dass künftige Preiserhöhungen schon allein deshalb erfolgen könnten, «weil ja ohnehin der Staat über den Preisdeckel die Kosten trägt». Das wäre missbräuchlich, und das gelte es zu vermeiden, sagte der Sprecher. Für Kunden gilt laut Ministerium generell, dass vertraglich eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen sind. Bei Meinungsverschiedenheiten, ob eine Forderung berechtigt ist, könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher aber an die Verbraucherzentralen wenden oder andere Rechtsberatung suchen.

Energiebranche: Verbot richtig, aber...

Die Energiebranche nannte ein klares Missbrauchsverbot absolut richtig. «Es darf nicht passieren, dass einzelne Unternehmen die Krise ausnutzen», sagte die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae. Sichergestellt sein müsse aber, «dass angemessene und nach den allgemeinen Regeln zulässige Anpassungen weiterhin möglich sind». Dazu sehe man in den Entwürfen keinen Widerspruch. Extreme Preisanstiege im Großhandel stellten die Versorger vor enorme Herausforderungen. Sie müssten in der Lage sein, stark gestiegene Beschaffungskosten an die Kunden weiterzugeben.

Das geplante Missbrauchsverbot bei den Preisbremsen zielt auf die Arbeitspreise - also die Cent pro Kilowattstunde, die sich je nach Verbrauch in der Jahresrechnung niederschlagen. «Der Arbeitspreis multipliziert mit Ihrem Jahresverbrauch wird zum Grundpreis addiert und ergibt so Ihren Abrechnungsbetrag auf der Jahresrechnung», heißt es in einer grundsätzlichen Erläuterung der Bundesnetzagentur.

Bei möglichen Verfahren vor dem Bundeskartellamt soll gelten: Nicht das Amt muss beweisen, dass ein Missbrauch vorliegt - sondern das Unternehmen, dass dies nicht der Fall ist. Das Kartellamt soll Versorger verpflichten können, missbräuchliches Handeln abzustellen oder Geldsanktionen zu zahlen. Wirtschaftliche Vorteile sollen auch abgeschöpft werden können, erläuterte das Ministerium. Die geplanten Missbrauchsregelungen sollen neben ohnehin geltenden Instrumentarien des allgemeinen Kartell- und Wettbewerbsrechts gelten.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 421     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
06.02.2023 17:28 WDH: Britische Pflegekräfte beginnen größten Streik ihrer...
06.02.2023 17:27 ROUNDUP/Studie: Ukraine-Flüchtlinge brauchen 600 000 zusät...
06.02.2023 17:27 Ölpreise drehen ins Minus
06.02.2023 17:26 Kreise: Selenskyj erwägt offensichtlich Reise nach Brüssel
06.02.2023 17:23 Rentenreform geht in Frankreichs Nationalversammlung ins Ple...
06.02.2023 17:20 ROUNDUP/Steinmeier appelliert: Müssen die deutsche Demokrat...
06.02.2023 17:15 EQS-DD: WashTec AG (deutsch)
06.02.2023 17:15 KORREKTUR: NRW muss zig Millionen Masken und Kittel verbrenn...
06.02.2023 17:13 Zahl der Toten in der Türkei steigt nach Erdbeben auf 1541
06.02.2023 17:06 IRW-News: Canada Silver Cobalt Works : Canada Silver Cobalt ...
06.02.2023 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 06.02.2023 - 17.00 Uhr
06.02.2023 17:05 Steinmeier: Deutsche Demokratie muss wehrhaft gemacht werden
06.02.2023 17:05 Studie: Rückhaltegebiete effizientester Schutz bei Übersch...
06.02.2023 16:59 ROUNDUP/Aktien New York: Indizes geben zu Wochenbeginn weite...
06.02.2023 16:58 Autopreise, Jobrisiken, Elektro-Wende - Zoff um EU-Abgasnorm
06.02.2023 16:58 Gewerkschaft fordert Tarifvertrag für Lieferando-Fahrer
06.02.2023 16:56 EU beruft Krisentreffen zur Koordinierung von Hilfe nach Erd...
06.02.2023 16:55 Expertin: Katastrophenvorsorge bei Erdbeben verbessern
06.02.2023 16:50 EQS-DD: Neon Equity AG (deutsch)
06.02.2023 16:50 EQS-DD: publity AG (deutsch)
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
06.02.2023

SIAM FOOD
Geschäftsbericht

LOTTE RENTAL CO. LTD.
Geschäftsbericht

ZAIN BAHRAIN BSC
Geschäftsbericht

JK DAIRY FOODS
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services