Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
27.05.2022 20:50

Berlin lehnt Investitionsgarantien wegen Menschenrechten in China ab

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat erstmals wegen der Menschenrechtslage in der chinesischen Provinz Xinjiang Investitionsgarantien für ein Unternehmen abgelehnt. Betroffen seien insgesamt vier Anträge auf Verlängerung von Garantien, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Ein Firmenname wurde nicht genannt. Dem "Spiegel" zufolge dürfte es sich um Volkswagen handeln.

Das Ministerium verwies auf die Menschenrechtslage in Xinjiang. Diese habe sich in den vergangenen Jahren zugespitzt und ist "durch Zwangsarbeit und massenhafte Internierungen von Angehörigen der Uiguren-Minderheit gekennzeichnet". Die Bundesregierung übernehme deswegen keine Investitionsgarantien für bestimmte Projekte in China mehr. Dies betrifft Vorhaben in Xinjiang selbst oder Projekte mit Geschäftsbeziehungen dorthin. Die jetzt abgelehnten Anträge hatten laut Ministerium einen Bezug zu einer Betriebsstätte in Xinjiang beziehungsweise ließ er sich nicht ausschließen.

Ein VW -Sprecher bestätigte lediglich, dass der Konzern die Investitionsgarantien beantragt hat. "Wir haben bisher keine Antwort auf unsere Anträge seitens der Bundesregierung erhalten. Wir erwarten eine Entscheidung", sagte er. Auch eine Ablehnung sei möglich. Aus Unternehmenskreisen verlautete, die Investitionsentscheidung wäre von einer Ablehnung nicht betroffen.

Investitionsgarantien der Bundesregierung dienen der Außenwirtschaftsförderung. Sie schützen Investitionen deutscher Unternehmen zum Beispiel in Schwellenländern wie China und greifen dann, wenn Firmen etwa enteignet werden oder ein Staat verbindliche Zusagen bricht. Im vergangenen Jahr beliefen sich neu übernommene Investitionsgarantien laut Wirtschaftsministerium auf 2,6 Milliarden Euro.

Seit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung wurden demnach 13 Anträge auf Übernahme oder Verlängerung von Investitionsgarantien in China gebilligt. Sie hätten keinen Bezug zu Xinjiang gehabt.

Die chinesische Führung steht wegen ihres Umgangs mit der Minderheit der Uiguren in der Region seit Jahren in der Kritik. Menschenrechtlern zufolge sind dort Hunderttausende Menschen in Umerziehungslager gesteckt worden. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte in dieser Woche, die Volksrepublik sei zwar ein großer Handelspartner, aber es gebe auch bei Menschenrechten "sehr relevante Probleme".

Die Staatsführung in Peking wirft Uiguren in Xinjiang Separatismus, Extremismus und Terrorismus vor, während sich die muslimische Minderheit politisch, religiös und kulturell unterdrückt fühlt. Staatschef Xi Jinping sagte zuletzt zur Menschenrechtslage: "Länder brauchen keine gängelnden Lektoren." Unterschiedliche Wege einzelner Staaten müssten respektiert werden./sey/DP/he



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
VOLKSWAGEN AG VZ 127,480 EUR 01.07.22 17:35 Xetra
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.246     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
01.07.2022 18:07 ROUNDUP/Startschuss auf Schloss: Tschechien übernimmt EU-Ra...
01.07.2022 18:07 Aktien Europa Schluss: Schwache Woche endet wenig bewegt
01.07.2022 18:00 Ölpreise legen merklich zu
01.07.2022 17:59 ROUNDUP: Meeresschützer schlagen nach UN-Konferenz Alarm: '...
01.07.2022 17:58 ROUNDUP: Botschafter Melnyk nach Aussagen über Nationaliste...
01.07.2022 17:57 EU-Kommission schlägt Eine-Milliarden-Kredit für Ukraine vor
01.07.2022 17:53 Aktien Frankfurt Schluss: Dax startet kraftlos in die zweite...
01.07.2022 17:48 Schaulaufen der WM-Kandidaten: Routiniers gefordert
01.07.2022 17:47 ROUNDUP: Putin preist Russland gegenüber Indien als verläs...
01.07.2022 17:46 Rüstungsexportgenehmigungen im Wert von vier Milliarden Euro
01.07.2022 17:46 DGAP-News: Valora schliesst den Erwerb von Frittenwerk ab un...
01.07.2022 17:45 DGAP-Stimmrechte: flatexDEGIRO AG (deutsch)
01.07.2022 17:45 DGAP-News: ams-OSRAM AG: ams OSRAM gibt Vollzug des Verkaufs...
01.07.2022 17:45 ROUNDUP 2/Kubicki: RKI-Chef Wieler entlassen - Contra von La...
01.07.2022 17:38 Deutsche Anleihen: Erneut deutliche Kursgewinne
01.07.2022 17:35 Bundesregierung arbeitet an Preis-Umlage für Fall schwerer ...
01.07.2022 17:35 TAGESVORSCHAU: Termine am 04. Juli 2022
01.07.2022 17:35 WOCHENVORSCHAU: Termine bis 15. Juli 2022
01.07.2022 17:29 Regierungskrise in Sofia: Petkows Partei soll neues Kabinett...
01.07.2022 17:28 GESAMT-ROUNDUP: Weiter Kämpfe in Ostukraine - Mehr Tote dur...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
01.07.2022

USU SOFTWARE AG
Ordentliche Hauptversammlung

Italien
Verbraucherpreisindex vorläufige Schätzung

Europäische Union
Umsätze der Industrie

USA
ISM - Einkaufsmanagerindex

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services