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21.09.2025-

Militär und Netzengpässe bremsen Bayerns Windkraft aus

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Trotz einer Zunahme an Genehmigungsanträgen für Windkraftanlagen kommt der Ausbau in Bayern weiterhin nur schleppend voran. Zwar wurden im vergangenen Jahr 280 Anträge und in den ersten vier Monaten dieses Jahres 107 Anträge genehmigt. Dem gegenüber stehen bis Ende August lediglich zehn neue Windkraftanlagen, die 2025 neu ans Netz gingen. Dies geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Von 2010 bis einschließlich April 2025 wurden 1.783 Windräder mit einer Leistung von rund 6,5 Gigawatt beantragt. Im Zeitraum von 2010 bis Juni 2025 gingen aber nur 850 Anlagen mit rund 2,3 Gigawatt in Betrieb.

Netzengpässe bremsen Windräder

Die Datensammlung des Ministeriums erlaubt einen genauen Einblick in die praktischen Umsetzungsprobleme, mit denen Antragsteller für neue Windenergieanlagen (WEA) in Bayern konfrontiert sind: Allein in Mittelfranken warten 438 WEA auf eine Möglichkeit, den gewonnenen Strom überhaupt in das Stromnetz einspeisen zu können. Auch in Oberbayern (27 WEA) und Unterfranken (30 bis 50) gibt es derartige Probleme mit Netzengpässen.

Flaschenhals Militär

Ein weiterer Flaschenhals zeigt sich den Angaben zufolge bei Projekten, die im Umfeld von militärisch genutzten Gebieten entstehen sollen. Für 418 Windkraftanlagen gibt es noch keine Lösung - bei einigen Projekten sei das Verfahren aber noch "in Bearbeitung". Für 289 Anlagen konnte eine Lösung oder zumindest eine Teillösung gefunden werden. Unter anderem sorgen hohe Rotorhöhen oft für Probleme, weil dadurch Tiefflugstrecken gestört werden können.

"In Bayern stockt es mit dem Ausbau der Windkraft an allen Ecken und Enden", sagte der energiepolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Martin Stümpfig. Zwar würden endlich die Antragszahlen steigen, "den neu beantragten Windrädern stehen aber eine Vielzahl von Hürden gegenüber, welche die bayerische Staatsregierung in keiner Weise abbaut". Überall, wo es Probleme gebe, herrsche Stillstand und keine Lösungen seien in Sicht.

Auch Genehmigungsbehörden bremsen in einigen Regionen

In Regionen mit einem massiven Nachholbedarf und weniger Problemen mit dem Netzanschluss gebe es laut Stümpfig zudem noch Schwierigkeiten bei den Genehmigungsbehörden. "So sind in Niederbayern trotz einer sehr geringen Zahl von beantragten Windkraftanlagen auch sechs Monate nach Antragseingang noch Zweidrittel der Anlagen nicht genehmigt. Und in der Oberpfalz sind es über die Hälfte der Anlagen, die auch ein halbes Jahr nach Antrag noch auf eine Genehmigung warten."

Stümpfig betonte: "Diese vielfältigen Hürden erklären, weshalb den gestiegenen Antrags- und Genehmigungszahlen bisher nur so wenige Inbetriebnahmen gegenüberstehen. Wenn endlich die Genehmigung vorliegt, stehen andere Probleme im Weg." Mehr als 150 Anlagen seien zwar genehmigt, aber noch nicht in Betrieb. "Und davon haben 85 Anlagen schon die Genehmigung seit über einem Jahr."

Stümpfig: Staatsregierung wird eigenes Ausbauziel so nie erreichen

Seiner Ansicht nach ist die Staatsregierung für die Verzögerungen mitverantwortlich. Sie "hätte alle Möglichkeiten aktiv bestehende Hürden aus dem Weg zu räumen". Diese weigere sich jedoch, die Planungen durch verbindliche Vorgaben im Landesplanungsgesetz zu beschleunigen, und unternehme nichts, um beim Militär, bei den Stromnetzen und Genehmigungsbehörden aktiv zu unterstützen. "Das Ziel 1.000 neue Windräder bis 2030 in Betrieb zu nehmen, ist so niemals zu erreichen."

Ministerium fordert schnelleren Netzausbau vom Bund

Das zuständige Wirtschaftsministerium betonte auf Anfrage, dass sich etwa bei den Netzengpässen eine grundlegende Entspannung erst ergebe, wenn der erforderliche Netzausbau erfolgt sei. Vom Bund fordere Bayern daher schlankere Verfahren für die Netzoptimierung und Netzverstärkung sowie Verfahrenserleichterungen für Ersatzneubauten.

Zu den Verzögerungen wegen militärischer Belange betonte ein Ministeriumssprecher, Bayern stehe "seit Jahren in stetigem Austausch mit den Streitkräften der Bundeswehr und auch der US-Army". An den Bezirksregierungen gebe es zudem seit Anfang 2024 die Funktion eines Koordinators "Windenergie und Militär", um bei Konflikten zu unterstützen und zu koordinieren.

"Der Ausbau der Windenergie und die militärischen Belange müssen gemeinsam gedacht werden, um Flächenkonflikte frühzeitig zu lösen", sagte der Sprecher. Ziel sei es, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die militärischen Belange zu wahren./had/DP/stw

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