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26.06.2026 17:09

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.06.2026 - 17.00 Uhr

USA: Michigan-Konsumklima verbessert sich im Juni nicht so stark wie erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im Juni stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 4,7 Punkte auf revidierte 49,5 Punkte. In einer ersten Schätzung waren noch 48,9 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten allerdings mit einer noch deutlicheren Aufwärtsrevision auf 50,0 Punkte gerechnet.

Forscher: Der deutsche Arbeitsmarkt schrumpft

NÜRNBERG - Druck von allen Seiten: Der deutsche Arbeitsmarkt ist Forschern zufolge am Schrumpfen. "Die jahrelange Wirtschaftsschwäche und die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Konflikte sowie die rückläufige Migration und das schrumpfende Arbeitskräftepotenzial setzen die Beschäftigung von verschiedenen Seiten unter Druck", sagte der Wirtschaftsforscher Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei der Vorstellung des jüngsten Arbeitsmarktbarometers.

EZB: Inflationserwartungen der Verbraucher sinken unerwartet deutlich

FRANKFURT - Die Inflationserwartungen der Verbraucher in der Eurozone sind im Mai deutlich gesunken. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von 12 Monaten eine Preissteigerung um 3,5 Prozent, wie die EZB am Freitag in Frankfurt mitteilte. Zuvor hatten die befragten Verbraucher noch wegen der höheren Energiepreise infolge des Iran-Kriegs eine Inflation von 4,0 Prozent erwartet. Volkswirte hatten für Mai mit einem Rückgang der Erwartungen gerechnet, sie waren im Schnitt aber von 3,9 Prozent ausgegangen.

Ifo: Unternehmen in Deutschland bauen vermehrt Stellen ab

MÜNCHEN - Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt haben sich wieder eingetrübt. "Die Unternehmen planen, wieder vermehrt Stellen abzubauen", meldete das Münchner Ifo-Institut. Das von ihm erhobene Beschäftigungsbarometer sank im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte. Das ist einer der schlechtesten Werte seit der Corona-Pandemie.

EU-Länder wollen Europas Stromnetze stärken

BRÜSSEL - Deutschland und die anderen EU-Länder wollen Europas Stromnetze besser verbinden und schneller ausbauen. Darauf verständigten sich Energieministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre EU-Amtskolleginnen und -kollegen bei einem Treffen in Luxemburg. Unter anderem sollen Genehmigungen schneller erteilt werden. "Unsere Stromnetze sind nicht mehr nur eine Unterstützungsinfrastruktur. Die Stromnetze bilden das Betriebssystem der Energiewende", sagte Reiche am Rande des Treffens. "Wir müssen sie schnell ausbauen."

US-Notenbanker besorgt über hohe Inflation

WASHINGTON/JERSEY CITY - In den USA haben sich Notenbanker besorgt über die vergleichsweise starke Teuerung gezeigt. Die Inflation sei "zweifellos erhöht", sagte der Präsident der regionalen Notenbank von New York, John Williams, am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Jersey City. Angetrieben werde sie durch eine Reihe von Gründen. Williams verwies auf höhere Zölle und auf den Energieschock infolge des Iran-Konflikts.

Kommunen: Finanzreform erster Schritt - aber hilft akut nicht

BERLIN - Kommunale Spitzenverbände sehen in der Finanzreform, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, "gute Ansätze" zur Vermeidung künftiger zusätzlicher Schulden. Für akute Finanzprobleme der Kommunen gebe es allerdings noch keine "große Lösung", teilten der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Das aktuelle Defizit der Kommunen von 30 Milliarden Euro pro Jahr werde maßgeblich durch die Sozialgesetzgebung des Bundes verursacht.

ROUNDUP 2/Mehr Rente ohne längere Arbeit: Was der DGB vorschlägt

BERLIN - Die Regierung hat die Marschrichtung für ihre Rentenreform schon festgelegt - da meldet sich der Deutsche Gewerkschaftsbund mit einer Alternative. Eine eigene DGB-Rentenkommission hat ein Konzept erarbeitet, das ein steigendes Niveau der gesetzlichen Rente verspricht, ergänzt durch eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge. Beides gemeinsam soll demnach im Ruhestand 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens sichern - ohne steigendes Rentenalter.

EZB vereinfacht Regeln für Großbanken im Euroraum

FRANKFURT - Die Bankenaufseher der Europäische Zentralbank vereinfachen ihre Vorgaben für große Geldhäuser im Euroraum. Die EZB-Bankenaufsicht habe mehr als aufsichtsrechtliche 130 Veröffentlichungen überprüft, rund 40 veraltete davon würden aufgehoben oder überarbeitet, erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Frank Elderson in einem Blogeintrag der Notenbank.

Neue Gesetze gegen Steuerbetrug in Kürze

PERL-NENNIG - Das Bundesfinanzministerium will bald neue Gesetze zur Bekämpfung von Steuerbetrug vorlegen. Dabei werde es zunächst um Umsatzsteuerbetrug gehen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Michael Schrodi (SPD), in Perl-Nennig (Saarland).

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl



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