Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
13.04.2026 10:34

Koalition will weiteren Anstieg der Krankenkassenbeiträge verhindern

BERLIN (dpa-AFX) - Die Koalition will einen weiteren Anstieg der Krankenkassenbeiträge durch eine große Gesundheitsreform abwenden. Grundlage sollen die Vorschläge sein, die eine Expertenkommission vorgelegt hat, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach zweitägigen internen Beratungen der Koalitionsspitzen mitteilte. Ende April solle ein entsprechender Gesetzentwurf im Kabinett verabschiedet werden. "Unser Ziel ist, dass dieses Gesetz bis zur Sommerpause im Deutschen Bundestag verabschiedet wird."

Merz kündigte "eine der größten Sozialstaatsreformen unseres Landes" an. "Es ist Jahrzehnte her, dass in diesem Umfang einmal das gesetzliche Krankenversicherungssystem reformiert worden ist. Wir werden es tun."

Um ein Milliardenloch bei den Krankenkassen zu stopfen und noch höhere Beiträge zu vermeiden, hatte eine von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission eine Liste von 66 Empfehlungen erarbeitet.

Merz ließ offen, von welchen Punkten aus der umstrittenen Liste die Koalition eventuell absehen will. "Wir haben diese Ideen, die Vorschläge der Kommission im Grundsatz gebilligt und das Ministerium beauftragt, den Gesetzentwurf jetzt fertigzustellen", sagte der Kanzler. Warken war bei den Beratungen der Koalitionsspitzen am Sonntag dabei.

Ausgabenbremse

Erreicht werden soll die Beitragsstabilität durch eine Begrenzung der Ausgaben: Die Koalition will die Ausgaben an den Einnahmen ausrichten. Merz kündigte "entsprechende Korrekturen auch im Leistungsangebot" an. "Wir wollen auf der Ausgabenseite vermeiden, dass es Beitragssatzsteigerungen gibt." CSU-Chef Markus Söder erläuterte: "Wir können nicht mehr ausgeben als wir einnehmen."

Indirekt stimmten die Koalitionsspitzen auf erwartbaren Widerspruch seitens betroffener Berufsgruppen ein. Söder sagte "einzelne Diskussionen" voraus. Doch die Situation zwinge die Verantwortlichen zu einer nicht einfachen Konzeption. Merz stellte klar: "Alle Betroffenen, alle Leistungsbereiche werden dabei einen Beitrag leisten müssen." So viele Vorschläge der Expertenkommission wie möglich sollten umgesetzt werden.

Um welche Vorschläge es geht

Die Vorschläge der Expertinnen und Experten reichen von höheren Zuzahlungen für Medikamenten, über Bremsen für Ärztehonorare bis zu einer Steuer auf gezuckerte Getränke. Sogenannte Leistungserbringer, also etwa Praxen und Kliniken, sollen dadurch zu einer Konsolidierung der Finanzen beitragen, dass ihre Vergütungen nicht stärker steigen als die Einnahmen der Kassen.

In der Koalition besonders umstritten war in den vergangenen Tagen ein Vorschlag mit großem Einsparvolumen, eine Finanzierung der Beiträge von Bürgergeldempfängern aus Steuer- statt aus Beitragsmitteln. Insgesamt geht es um eine laut Kommission 15 Milliarden Euro umfassende Lücke bei den GKV-Finanzen für 2027. Wie in diesem und im vergangenen Jahr drohen ohne Reformen im nächsten Jahr höhere Zusatzbeiträge für Millionen Versicherte.

Rente soll folgen

Direkt im Anschluss an eine Reform der Krankenversicherung will die Koalition wie angekündigt das Alterssicherungssystem erneuern, bekräftigten die Spitzen. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sagte, auch diese Reform werde die Koalition "sehr zügig" umsetzen. Söder sagte: "Das sind die zwei großen Sozialreformen, die unser Land braucht." Das müsse die Koalition machen./bw/DP/men



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:   3 4 5 6 7    Berechnete Anzahl Nachrichten: 2.091     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
13.04.2026 19:24 Trump: Der Iran hat angerufen, 'wollen einen Deal machen'
13.04.2026 18:46 ROUNDUP 4: In Budapest folgt auf die wilde Party das große ...
13.04.2026 18:33 ROUNDUP/Kreise: US-Blockade der Straße von Hormus hat begon...
13.04.2026 18:03 Deutschland und Südafrika fordern weitere Iran-Verhandlungen
13.04.2026 17:45 US und Iran ohne Einigung - Pakistan will Differenzen ausrä...
13.04.2026 17:07 ROUNDUP/Entlastungsprämie: Viele Beschäftigte könnten lee...
13.04.2026 17:06 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 13.04.2026 - 17.00 Uhr
13.04.2026 17:00 Trump droht mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden
13.04.2026 16:20 Von der Leyen will schnelle Zusammenarbeit mit Magyar
13.04.2026 16:16 US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren
13.04.2026 16:04 Wegen hoher Spritpreise? Weniger Verkehr rund um Ostern
13.04.2026 15:33 ROUNDUP/Kreml: Wahl in Ungarn beeinflusst Krieg in der Ukrai...
13.04.2026 15:19 Estland: 16 Handlanger Russlands seit Anfang 2025 gefasst
13.04.2026 14:59 Verkehrsministerium: Keine Neuauflage des 9-Euro-Tickets
13.04.2026 14:51 ROUNDUP 3: Koalition entlastet Autofahrer und stößt Krisen...
13.04.2026 14:37 Mihalic: Konzerne profitieren, Bürger kaum entlastet
13.04.2026 14:24 ROUNDUP: IW kritisiert Entlastungspaket als teuer und wenig ...
13.04.2026 14:23 Reiche nennt Entlastungspaket 'wichtiges Signal'
13.04.2026 14:18 Von der Leyen zu Iran-Krise: 22 Milliarden Euro mehr für En...
13.04.2026 14:04 IW-Prognose: Bevölkerung Deutschlands schrumpft wieder
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
14.04.2026

GREENTHESIS SPA
Geschäftsbericht

FORMOSA PLASTICS
Geschäftsbericht

DESTINY PHARMA HLDGS PLC
Geschäftsbericht

JUMBO SA
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services