Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
25.03.2025 16:10

ROUNDUP: Erstmals Banker wegen Cum-Cum-Aktiengeschäften angeklagt

WIESBADEN (dpa-AFX) - Zum ersten Mal in der deutschen Justizgeschichte sind Banker angeklagt, die mit Cum-Cum-Aktiengeschäften Geld verdient haben. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine Anklage gegen fünf Banker zugelassen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Dabei handle es sich um ehemalige Top-Manager der Deutschen Pfandbriefbank. Durch ihre Cum-Cum-Geschäfte sollen dem Fiskus knapp 40 Millionen Euro verloren gegangen sein.

Das Verfahren ist an der dritten Strafkammer des Landgerichts Wiesbaden anhängig, wie eine Sprecherin des Gerichts sagte. Wann der Prozess in Wiesbaden beginnt, stehe noch nicht fest.

Cum-Cum-Geschäfte gelten als großer Bruder der Cum-Ex-Aktiengeschäfte, mit denen Banken und andere Investoren den deutschen Staat geschätzt um einen zweistelligen Milliardenbetrag prellten. Cum-Cum-Geschäfte waren bei Banken und Sparkassen noch weiter verbreitet, sind aber juristisch kaum aufgearbeitet. Während einige Täter wegen Cum-Ex-Deals zu teils hohen Haftstrafen verurteilt wurden, darunter die Schlüsselfigur Hanno Berger, steht bei Cum-Cum der erste Strafprozess noch aus.

Steuerschaden wesentlich größer als bei Cum-Ex

Der Mannheimer Finanzwissenschaftler Christoph Spengel schätzt den Steuerschaden aus Cum-Cum-Deals auf rund 28,5 Milliarden Euro. Nur einen Bruchteil davon habe sich der deutsche Staat zurückgeholt, kritisiert die Bürgerbewegung Finanzwende.

Bei Cum-Cum-Geschäften generierten Banken illegale Steuervorteile für ausländische Inhaber deutscher Aktien. Mithilfe der Deals wollten vermögende ausländische Aktionäre eine Regel im deutschen Steuerrecht umgehen. Sie sieht vor, dass sich deutsche Anleger Steuern auf die Dividenden von deutschen Aktien erstatten lassen können, ausländische Anleger aber nicht.

Milliardenschwere Rückforderungen

Das Landgericht Wiesbaden hatte im Februar 2024 eine Anklage der Staatsanwaltschaft Wiesbaden in dem Cum-Cum-Fall nicht zugelassen. Daraufhin legten die Strafverfolger Beschwerde am OLG Frankfurt ein, das den Beschluss aufhob, erklärte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts (Aktenzeichen: Az. 3 Ws 231/24).

Juristen sprechen dem Verfahren Signalwirkung zu und rechnen mit weiteren Anklagen. Nach einer früheren Umfrage der Finanzaufsicht Bafin haben 54 Banken eingeräumt, an Cum-Cum-Geschäften beteiligt gewesen zu sein. Die Bafin schätzt die Belastungen durch Rückforderungen aus den Geschäften auf gut 4,6 Milliarden Euro.

Die Deutsche Pfandbriefbank existiert in der Form nicht mehr. Ein Teil der Bank firmiert heute als pbb Deutsche Pfandbriefbank. Ein Sprecher sagte dem "Handelsblatt", dass die heutige Bank nichts mit den Geschäften von damals zu tun habe./als/DP/he



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 348     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
10.02.2026 18:59 ROUNDUP: Deutschland überholt USA bei Spitzenposten in Nato
10.02.2026 18:02 WDH: Erneut Zehntausende Stellen in der Autoindustrie abgeba...
10.02.2026 17:09 ROUNDUP 3: Regierungskrise in London abgewendet? - «Starmer...
10.02.2026 17:07 ROUNDUP: Wann haben die Warnstreiks an Schulen und Kliniken ...
10.02.2026 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 10.02.2026 - 17.00 Uhr
10.02.2026 16:56 Erneut Zehntausende Stellen in der Autoindustrie abgebaut
10.02.2026 16:55 Ärztepräsident warnt vor Verunsicherung von Patienten
10.02.2026 16:45 Berlin weist Macrons Vorstoß für EU-Schulden zurück
10.02.2026 16:41 Banken fordern vor EU-Gipfel Kurswechsel bei Regulierung
10.02.2026 16:09 EU-Chefdiplomatin: Brauchen Debatte zu atomarer Abschreckung
10.02.2026 16:00 EU-Parlament stimmt für leichtere Abschiebung in Drittstaat...
10.02.2026 15:40 Gewerkschaften fordern Arbeitgeberangebot mit mehr Gehalt
10.02.2026 15:11 Mercosur-Deal: EU-Parlament ebnet Weg für Schutz für Bauern
10.02.2026 15:09 EU-Parlament macht Weg für neues Klimaschutzziel frei
10.02.2026 14:51 USA: Einzelhandelsumsätze stagnieren im Dezember
10.02.2026 14:43 ROUNDUP/Fokus Iran: Netanjahu fliegt zu Gesprächen mit Trump
10.02.2026 14:32 ROUNDUP/Wohnung, verzweifelt gesucht: Branche macht wenig Ho...
10.02.2026 14:31 Deutschland überholt USA bei Spitzenposten in Nato
10.02.2026 14:07 Kassenärzte für höhere Steuern auf Tabak und Alkohol
10.02.2026 13:37 RWE-Chef Krebber: Netzausbau wird zum Nadelöhr
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
10.02.2026

INTERNATIONAL PETROLEUM
Geschäftsbericht

CETTIRE LTD.
Geschäftsbericht

MOBERG PHARMA
Geschäftsbericht

THAI STEEL CABLE PUBLIC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services