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14.07.2026 09:04



Crédit Mutuel Asset Management: Börsennotierte Immobilien und Artenvielfalt: Zwischen echter ökologischer Renaturierung und "Biodiversitätsfassade"

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EQS-News: La Française Group / Schlagwort(e): Monatszahlen/Immobilien
Crédit Mutuel Asset Management: Börsennotierte Immobilien und Artenvielfalt:
Zwischen echter ökologischer Renaturierung und "Biodiversitätsfassade"

14.07.2026 / 09:04 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Börsennotierte Immobilien und Artenvielfalt: Zwischen echter ökologischer
Renaturierung und "Biodiversitätsfassade"

Von Alexandre Le Gad, Credit and ESG Analyst, Crédit Mutuel Asset Management

Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft
innerhalb der Groupe La Française, der Holdinggesellschaft für den
Asset-Management-Bereich der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.

Biodiversität entwickelt sich zu einem zentralen Thema für börsennotierte
Immobilienunternehmen und Bauträger. Zwar ist dieses Thema gegenüber
klimabezogenen Herausforderungen noch nicht ganz so ausgereift, doch gewinnt
es angesichts strengerer Umweltauflagen und wachsenden Drucks seitens
Investoren und Behörden zunehmend an Bedeutung. Die Debatte geht
mittlerweile weit über die reine CO-Effizienz hinaus. Die Fähigkeit eines
Unternehmens, städtische Ökosysteme zu erhalten oder wiederherzustellen,
prägt zunehmend die Attraktivität sowohl von Immobilien als auch von
Stadtgebieten und trägt dazu bei, lebendigere, gemischt genutzte und
lebenswerte Lebensräume zu schaffen. Solche Initiativen tragen zudem zur
Schaffung eines breiteren gesellschaftlichen Mehrwerts bei und können
letztlich die Bewertung der Vermögenswerte stützen. [1]

Mehrere Regierungen beschleunigen diesen Wandel durch gezielte
regulatorische und politische Maßnahmen. In Großbritannien verlangt das
"Biodiversity Net Gain"-Rahmenwerk [2] nun, dass die meisten neuen
Immobilienprojekte eine Verbesserung der Biodiversität um mindestens 10 %
nachweisen müssen. Dies zwingt Bauträger dazu, Aspekte der Biodiversität
bereits in den frühesten Planungsphasen zu berücksichtigen. Dieser Wandel
ermutigt den Immobiliensektor zunehmend, der Stadterneuerung - also der
Umgestaltung oder Sanierung bestehender Objekte und Brachflächen sowie der
Renaturierung von Flächen - Vorrang vor sogenannten "Greenfield"-Projekten
zu geben, bei denen von Grund auf neu gebaut wird. Dieser Trend zeigt sich
besonders deutlich im Sektor Büroimmobilien, wo steigende Leerstandsquoten
in Stadtrandgebieten in den letzten Jahren die wirtschaftlichen Argumente
für Sanierungs- und Neupositionierungsstrategien gestärkt haben.

Auch außerhalb Europas setzen einige Regierungen große öffentliche
Investmentvehikel als Instrumente für den städtischen und ökologischen
Wandel ein. Ein Beispiel ist der saudische Staatsfonds "Public Investment
Fund" (PIF), der bis 2030 [3] ein verwaltetes Vermögen von mehr als 3,8
Billionen US-Dollar erreichen will. Der Fonds finanziert mehrere
Megaprojekte, die Biodiversitäts- und Klimaresilienz-Ziele beinhalten. Dazu
zählen NEOM und das "Red Sea Project", das entlang der Küste des Roten
Meeres entwickelt wird und sich verpflichtet hat, 75 % seiner natürlichen
Ökosysteme zu erhalten und bis 2040 einen Netto-Naturschutzgewinn von +30 %
zu erzielen. Über ökologische Aspekte hinaus veranschaulichen solche
Projekte auch, wie Biodiversität zunehmend als Instrument zur Steigerung der
Attraktivität und Differenzierung von Regionen bei groß angelegten
Immobilien- und Tourismusprojekten genutzt wird, indem sie das Image der
Reiseziele, die wahrgenommene Lebensqualität und deren Attraktivität für
Investoren, Unternehmen, Touristen und einkommensstarke Einwohner
verbessern.

Biodiversität und Immobilienbewertung

Große gewerbliche Mieter legen zunehmend Wert auf die ökologische Qualität
von Immobilien, den Zugang zu Grünflächen, thermischen Komfort und
Klimaresilienz. Infolgedessen verzeichnen Gebäude mit Umweltzertifizierungen
in der Regel weiterhin eine stärkere Vermietungsnachfrage, insbesondere in
Spitzenlagen. Mehrere Studien von Jones Lang LaSalle (JLL) und CBRE [4]
weisen auf die zunehmende Polarisierung zwischen nachhaltigen Objekten und
veralteten Gebäuden hin. Diese Studien schätzen, dass ESG-zertifizierte
Bürogebäude in Paris und London Mietaufschläge von +6 % bzw. +11 % erzielen
können, während Objekte mit schlechterer Performance mit höheren
Leerstandsquoten und zunehmendem Druck durch den sogenannten "Brown
Discount" konfrontiert sind.

Biodiversität spielt in Bewertungsmodellen nach wie vor eine untergeordnete
Rolle im Vergleich zu CO-Emissionen. Aktuelle Bewertungsaufschläge spiegeln
nach wie vor in erster Linie die Energieeffizienz, ESG-Zertifizierungen und
die allgemeine Qualität der Immobilien wider. Dennoch wird die Biodiversität
allmählich durch Faktoren wie die Qualität der Außenanlagen, die
Verringerung städtischer Wärmeinseln und die Verbesserung des Wohlbefindens
der Mieter berücksichtigt.

Die Grenzen der städtischen Begrünung

Ein Teil der heutigen "Renaturierungs"-Strategien bleibt jedoch weitgehend
kosmetischer Natur. Mehrere aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass
viele städtische Begrünungsprojekte nach wie vor in erster Linie von
ästhetischen Zielen oder ESG-Zertifizierungsanforderungen bestimmt werden
und nicht von einer echten ökologischen Verbesserung. Bei einigen Projekten
werden während der Bauphase ausgewachsene Bäume gefällt, obwohl deren
klimatische und ökologische Vorteile kurzfristig nicht durch
Neuanpflanzungen ausgeglichen werden können. Mehrere Studien, darunter auch
von PubMed Central [5] zitierte Forschungsarbeiten, schätzen, dass
ausgewachsene Bäume bis zu 70-mal mehr Luftschadstoffe absorbieren können
als junge Bäume. Andere Initiativen setzen auf nicht heimische Arten, die
mitunter schlecht an zukünftige Klimabedingungen angepasst sind, auf
wasserintensive Landschaftsgestaltungssysteme oder Begrünungslösungen, die
die lokale Artenvielfalt nur begrenzt fördern. In der Fachzeitschrift
"Diversity" (MDPI) [6] veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen zudem,
dass einheimische Arten im Allgemeinen eine höhere Klimaresilienz aufweisen,
weniger Bewässerung benötigen und einen stärkeren Beitrag für Bestäuber und
städtische Ökosysteme leisten.

Auch eine Überstandardisierung beeinträchtigt zunehmend die Strategien zur
Stadtbegrünung. Studien zu städtischen Begrünungskonzepten von "Urban Nature
and Biodiversity for Cities" [7] sowie von "ResearchGate" [8] zeigen, dass
Städte und Bauträger häufig auf eine begrenzte Pflanzenauswahl
zurückgreifen, um die Pflegekosten zu senken und den Betrieb zu
vereinfachen. Diese Homogenisierung kann die effektive Artenvielfalt
verringern und gleichzeitig die Anfälligkeit für Krankheitsausbrüche, Dürren
und extreme Wetterereignisse erhöhen. Mehrere europäische Städte
verzeichneten bereits während der jüngsten Dürreperioden hohe
Sterblichkeitsraten bei neu gepflanzten Bäumen, insbesondere wenn die Arten
nicht gut an die lokalen Bedingungen angepasst waren. In der Stadtplanung
wird die sogenannte "10-20-30-Regel" zunehmend zum Referenzrahmen: Nicht
mehr als 10 % der Bäume dürfen derselben Art, 20 % derselben Gattung
(Pflanzengruppe) und 30 % derselben botanischen Familie angehören, um
biologische und klimabedingte Risiken zu verringern. [9]

Projektübergreifende Untersuchungen zur städtischen Wärmeregulierung zeigen,
dass die kühlende Wirkung von Begrünungsmaßnahmen je nach Baumkronendichte,
Alter der Bäume, Artenauswahl und städtischer Struktur erheblich variiert,
wobei die Auswirkungen bei extremen Hitzewellen von Bruchteilen eines Grads
bis zu mehreren Grad betragen können.

Hin zu einem praxisorientierteren Ansatz für Biodiversität

Diese Entwicklung spiegelt einen umfassenderen Wandel im
Nachhaltigkeitsansatz der Immobilienbranche wider: Die Branche entfernt sich
allmählich von auffälligen "Green-Design"-Strategien und wendet sich
Ansätzen zu, bei denen operative Effizienz, Klimaresilienz und die
langfristige Optimierung von Vermögenswerten im Vordergrund stehen.

Infolgedessen dürfte die funktionale ökologische Qualität von Projekten an
Bedeutung gewinnen - mehr als die bloße Anzahl an Grünflächen oder
gepflanzten Bäumen -, wodurch die Biodiversität nach und nach zu einem
weiteren Differenzierungsfaktor für die langfristige Qualität und
Wertentwicklung von Immobilien wird.

La Française Pressekontakt

La Française Systematic Asset Management GmbH
Bianca Tomlinson
Neue Mainzer Straße 80
60311 Frankfurt
Tel. +49 (0)69 975743 03
bianca.tomlinson@la-francaise.com
https://www.la-francaise-systematic-am.com

Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu

Disclaimer

Fertiggestellt am 8. Juli 2026. Dieser Kommentar dient ausschließlich zu
Informationszwecken. Die von der Groupe La Française geäußerten Meinungen
basieren auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich ohne vorherige
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abweichen. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen stützen
sich auf Quellen, die als zuverlässig angesehen werden; die Groupe La
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Vollständigkeit, Gültigkeit oder Relevanz.

Veröffentlicht von La Française Finance Services mit Sitz in 128 boulevard
Raspail, 75006 Paris, Frankreich, die von der Autorité de Contrôle
Prudentiel als Wertpapierdienstleister unter der Nr. 18673 beaufsichtigt und
bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr. 13007808 am 4. November 2016, eine
Tochtergesellschaft von La Française. Crédit Mutuel Asset Management: 128
Boulevard Raspail, 75006 Paris, ist eine von der Autorité des Marchés
Financiers unter der Nr. GP 97 138 zugelassen und seit dem 11. April 2025
bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr. 25003045 registriert.
Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 3.871.680 EUR, RCS Paris Nr. 388 555
021.

[1] Jones Lang LaSalle - Natural capital et valorisation immobilière -
https://www.jll.com/en-sa/insights/how-natural-capital-is-reshaping-real-estate

[2] Gov.uk - Biodiversity Net Gain (2026) -
https://www.gov.uk/guidance/understanding-biodiversity-net-gain

[3] PIF - Red Sea project -
https://www.pif.gov.sa/en/our-investments/giga-projects/red-sea-global/

[4] CBRE - The Value of Sustainable building Features (2023)-

https://mediaassets.cbre.com/-/media/project/cbre/dotcom/ceuk/finland-emerald/home/insights/value-of-sustainable-building-features.pdf

& JLL - How sustainability conscious tenants are assessing new space (2024)-

https://www.jll.com/en-us/insights/how-sustainability-conscious-tenants-are-assessing-new-space

[5] PMC - Estimating economic and environmental benefits of urban trees in
desert regions (2020) -

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7970529/?utm_

[6] Étude MDPI (Diversity) - Espèces natives, résilience climatique et
biodiversité urbaine (2025) - https://www.mdpi.com/1424-2818/17/1/56

[7] Urban Nature and Biodiversity for Cities - Résilience climatique et
refroidissement urbain (2021) -

https://www.thegpsc.org/sites/gpsc/files/final_urban_nature_and_biodiversity_for_cities.pdf

[8] ResearchGate - Étude sur la mortalité des arbres urbains (2025) -

https://www.researchgate.net/publication/396268358_Mortality_Rates_of_Urban_Trees_in_Relation_to_Tree_Species_and_Size_Development

[9] EBBEN - Diversification des espèces urbaines -
https://blog.ebben.nl/en/10-20-30-rule-santamour


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14.07.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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