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| 20.05.2026 08:01 APA ots news: Erste Gesamtstrategie für nachhaltige Logistik in Wien Erster österreichweiter Gesamt-Plan für nachhaltigen
Wirtschaftsverkehr im Gemeinderat beschlossen. Ziel ist
weniger Verkehr, mehr Effizienz und Kostenökonomie
Wien (APA-ots) - Der städtische Wirtschaftsverkehr nimmt von Jahr zu Jahr
zu. Egal ob
für den Handel, die Gastronomie, die Bau- und Industrielogistik oder
Paketdienste, laut aktuellen Zahlen macht der Wirtschaftsverkehr in
Wien bis zu 20 Prozent aus, das ist ein Fünftel des gesamten
städtischen Verkehrs. Wien hat sich zum Ziel gesetzt die Logistik zu
optimieren und gleichzeitig klimafit und effizient zu gestalten. Mit
dem "Masterplan Urbane Logistik" liegt erstmals eine Gesamtstrategie
für nachhaltige Logistik vor. Er wurde von Stadt Wien und
Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit den Wiener Stadtwerken und den
Wirtschaftstreibenden Wiens erstellt.
Der Masterplan ist ein best of vorhandener Ansätze in der
Logistik und führt sämtliche Ideen von mehr Umweltfreundlichkeit bei
der "letzten Meile" bis zu Paketboxen im "Hausschlapfen-Radius"
zusammen. Das zentrale Prinzip sind die drei Vs: V ermeiden, V
erlagern, V erbessern. Das bedeutet nicht zwingend erforderliche
Verkehrswege vermeiden, verbleibende Wege auf nachhaltige
Transportmittel und -konzepte verlagern und im Sinne einer
umweltfreundlichen Logistik verbessern.
"Mit dem Master-Plan für den Wirtschaftsverkehr haben wir eine
gute Basis für eine klima- und zukunftsfitte Logistik. Gemeinsam mit
den Wirtschaftstreibenden gibt es nun klare und mittel- bis
langfristige Planungssicherheit für Unternehmen. Bislang hat jeder
Player für sich die beste Lösung gesucht, jetzt haben wir alle an
einen Tisch geholt. Danke dafür auch an die hervorragende
Zusammenarbeit bei der Wiener Wirtschaftskammer, den Wiener
Stadtwerken und allen Beteiligten , sagt Gemeinderat Omar Al-Rawi (
SPÖ), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität
und Wiener Stadtwerke.
"Mit der Umsetzung dieses Masterplans führen wir die urbane Logistik
gemeinsam mit der Wiener Wirtschaft in die Zukunft. Von
Grätzelladezonen und Paketboxen im Hausschlapfenradius bis zu
innovativen Fahrzeugen und Zero-Emission-Zonen: Mit diesem Plan
schaffen wir reibungslose Abläufe, reduzieren den CO2-Ausstoß durch
unnötige Fahrten, entlasten die Menschen in Wien von Lärm und Abgasen
und erhöhen die Verkehrssicherheit. Gscheite Citylogistik bringt
allen was" , freut sich Angelika Pipal-Leixner , Mobilitätssprecherin
NEOS Wien über den gemeinsamen Plan.
"Moderne Städte brauchen eine moderne Logistik", sagt Christian
Holzhauser , Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der
Wirtschaftskammer Wien. "Wiener Unternehmen und die Wirtschaftskammer
Wien haben in den vergangenen Jahren innovative Lösungen für
effiziente und umweltfreundliche Logistik entwickelt. Mit dem
Masterplan Urbane Logistik werden diese erfolgreichen Konzepte nun
gemeinsam mit der Stadt Wien gebündelt und weiterentwickelt. Dies ist
ein wichtiger Schritt, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und Wien
zukunftssicher aufzustellen. Davon profitieren unsere Unternehmen und
alle Wienerinnen und Wiener."
"Die Wiener Stadtwerke investieren bis 2030 über 10 Milliarden
Euro in die Mobilitäts- und Energiewende und leisten damit einen
zentralen Beitrag zur Stärkung und Dekarbonisierung des
Wirtschaftsstandorts Wien - denn neben der Personenmobilität ist auch
die Gütermobilität entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele.
Als Wiener Stadtwerke möchten wir hier unseren Beitrag leisten. Mit
Lösungen unserer Unternehmen wie Wien Energie und WienIT - von
Elektromobilität bis CO-freier Zustellung - bringen wir konkrete
Services in die Umsetzung des Masterplans ein und übernehmen
Verantwortung für eine zukunftsfitte urbane Logistik", ergänzt Monika
Unterholzner , stv. Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.
Zentrale Aussagen des Masterplans Urbane Logistik
- Umweltfreundliche "letzte Meile":
Die Stadt Wien strebt an, den Fahrzeugeinsatz in der Logistik auf der
letzten Meile mit umweltfreundlicheren, leiseren und
flächeneffizienteren Fahrzeugen zu forcieren, indem sie für bestimmte
Anwendungsfälle den Einsatz alternativer Zustellfahrzeuge wie
beispielsweise (E)-Lastenräder oder vergleichbare Fahrzeugkonzepte
ermöglicht und fördert.
- Paketboxen im "Hausschlapfen-Radius"
Die Stadt Wien unterstützt die Wiener Stadtwerke beim Aufbau eines
dichten Netzes von "White Label Smart Lockern" (betreiberunabhängige
"Paketboxen" wie jene im Nextbox-Netzwerk), um die Paketzustellung
auf der letzten Meile zu optimieren. Diese öffentlich zugänglichen
Paketboxen ermöglichen rund um die Uhr die flexible Übergabe von
Paketen und anderen Waren. Damit werden fehlgeschlagene
Zustellversuche und unnötige Leerfahrten vermieden oder ermöglichen
eine Bündelung von Logistikwegen, was zu weniger Verkehr und
Emissionen führt. Die Nutzung des öffentlichen Raums für
Logistikzwecke soll jedoch auf das notwendige, praktikable Minimum
beschränkt werden.
- Prüfung von Zero Emission Zones
Um auch im Wirtschaftsverkehr die entsprechenden Ziele hinsichtlich
CO2-Einsparung zu erreichen, sollen sogenannte "Zero Emission Zones"
geprüft werden. Jedenfalls soll dies in enger Zusammenarbeit mit
lokalen und regionalen Wirtschaftstreibenden sowie einer
wissenschaftlichen Begleitung erfolgen. Voraussetzung dafür sind
jedoch entsprechende Anpassungen bundesgesetzlicher Regelungen (StVO,
IG-L).
- Bezirkslogistikkonzepte
Für Gebiete mit besonderen Herausforderungen im Bereich des
Wirtschaftsverkehrs bzw. der Logistik plant die Stadt die Entwicklung
räumlich abgegrenzter Konzepte, die in enger Abstimmung mit den
Bezirken und der Wirtschaftskammer Wien sowie unter Einbeziehung
lokaler Akteur*innen - gegebenenfalls auch bezirksübergreifend -
umgesetzt werden.
Als Leuchtturmprojekt dazu soll in den nächsten Jahren ein
Bezirkslogistik-Konzept für den ersten Bezirk erarbeitet werden.
- Ausbau der E-Ladeinfrastruktur
Um für die zwingend notwendige Umstellung der Fuhrparks im
Logistikverkehr von fossilen auf alternative, lokal emissionsfreie
Antriebe nachhaltigere Rahmenbedingungen zu schaffen, muss die E-
Ladeinfrastruktur mit Augenmerk auf Schnelllader besonders auch für
den Wirtschaftsverkehr weiter ausgebaut werden. Der bedarfsgerechte,
barrierefreie und weitere Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur
wird durch die Stadt Wien kontinuierlich weiterverfolgt und
umgesetzt.
- Ladezonen: unabhängig vom Betrieb und für Anwohner*innen
Die Nutzung ausgewiesener Ladezonen soll effizienter gestaltet
werden, um auch das Verkehrsaufkommen durch bessere Möglichkeiten zur
Routenplanung für Dienstleister*innen zu reduzieren und das Parken in
zweiter Reihe beziehungsweise auf Rad- und Fußwegen zu verhindern.
Dabei sollen durch eine multifunktionale Nutzung auch Anrainer*innen
kurze Ladetätigkeiten ermöglicht und der Ausbau von Grätzl-Ladezonen
forciert werden.
Weitere Themen im Masterplan Urbane Mobilität betreffen u.a. die
Güterlogistik per Wasserweg, den Ausbau von Zulaufstrecken im
Schienengüterverkehr, die Förderung von Anschlussbahnen sowie die
weitere Modernisierung des Hafen Wiens.
Zentrale Koordinierungsstelle für Logistik
Logistik umfasst nicht nur ein breites Themenfeld,
dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl an Akteur*innen innerhalb
und außerhalb der Stadt Wien. Um die vielfältigen Bestrebungen und
Vorhaben zur Urbanen Logistik in Wien zielgerichtet voranzutreiben,
soll eine Koordinationsrolle innerhalb der Stadt Wien etabliert und
in enger Kooperation mit den Wiener Stadtwerken ausgeführt werden.
Angesiedelt ist die Rolle innerhalb der Abteilung für
Stadtentwicklung und Stadtplanung. Die Koordinationsrolle soll die
Logistikthemen der Stadt bündeln und steuern, parallele Projekte
koordinieren und aktuelle Entwicklungen innerhalb der Stadt und ihrer
Unternehmen kommunizieren. Kern dieser Aufgabe wird die Umsetzung des
Masterplans Urbane Logistik darstellen. Hauptziel ist es, den
internen und externen Wissensaustausch zu fördern sowie Kontaktpunkte
und Schnittstellen zu optimieren.
Hier geht es zum Masterplan Urbane Logistik:
https://www.wien.gv.at/stadtplanung/masterplan-urbane-logistik
(Schluss) sh/ea
Rückfragehinweis:
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
Sarah Hierhacker, MA
Leitung Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +43 01 4000 81923
E-Mail: sarah.hierhacker@spw.at
Website: https://www.rathausklub.spoe.at
NEOS Wien Rathausklub
Christoph Pflug
Pressesprecher
Telefon: +43 664 849 15 50
E-Mail: christoph.pflug@neos.eu
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/198/aom
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