Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
30.04.2026 12:58

Arbeitslosigkeit sinkt kaum - und wird teuer

Arbeitsmarkt

Nürnberg (dpa) - Eine seit Jahren anhaltend schwache Konjunktur und der Ölpreisschock aus dem Iran-Krieg obendrauf: Der deutsche Arbeitsmarkt dümpelt weiter vor sich hin. Eine spürbare Frühjahresbelebung oder gar eine Trendumkehr sind am Tag vor dem «Tag der Arbeit» trotz eines überraschenden Wirtschaftswachstums im ersten Quartal weit und breit nicht in Sicht. «Wir haben eine eindeutige Entwicklung ins Negative seit Ende 2022 schon beobachtet», sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, in Nürnberg. 

Defizit der Bundesagentur könnte steigen

Die verfahrene Situation mit mehr als drei Millionen Arbeitslosen seit Jahresbeginn wird allmählich auch finanziell zum Problem für die Bundesagentur. Das im Herbst errechnete Defizit von vier Milliarden Euro wird womöglich noch größer, deutete sie an. Die Behörde muss ihren Haushalt laut Gesetz auf der Grundlage der Herbstprognose der Bundesregierung aufstellen.

In ihrer Schätzung ging die Bundesagentur von einem Durchschnitt von rund 2,9 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2026 aus. Derzeit liegt die tatsächliche Zahl über dieser Annahme. Inzwischen rechnet auch die Bundesregierung mit 2,978 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt. «Wir werden das jetzt alles noch einmal neu berechnen müssen - aber ich kann jetzt schon sagen, dass das natürlich kostensteigernd ist», sagte Nahles, ohne konkrete Zahlen zu nennen. 

Die Auszahlung des Arbeitslosengeldes ist der größte Kostenfaktor für die Bundesagentur. In konjunkturell schwierigen Zeiten sind aber auch etwa Kurzarbeitergeld und Insolvenzgeld große Ausgabenposten. Pflichtleistungen der Bundesagentur sind garantiert. Wenn das Geld aus der Arbeitslosenversicherung nicht zur Deckung der Ausgaben ausreicht, muss der Bundeshaushalt einspringen - entweder mit Darlehen oder mit Zuschüssen.

DGB: Bundesagentur entlasten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte die Bundesregierung auf, auf die Rückzahlung von bereits in der Vergangenheit gewährten Liquiditätshilfen zu verzichten. Die Arbeitsmarktpolitik stehe angesichts der Weltlage und der Konjunktur in Deutschland vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Es gehe vor diesem Hintergrund nicht, die Leistungen für Arbeitslose oder die Leistungsfähigkeit der Bundesagentur in solchen Zeiten zu schleifen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Sie forderte stattdessen ein Programm zur Krisenprävention und leichteren Zugang zu Kurzarbeitergeld.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) kündigte Rückendeckung an. «Wir halten als Bundesregierung entschlossen dagegen», sagte sie. «Mit Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung, mit Maßnahmen gegen hohe Energiekosten, mit Entbürokratisierung, wirksamen Sozialstaatsreformen und erleichterter Fachkräfteeinwanderung.»

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger machte sich dagegen für mehr Reformdruck stark. Es brauche eine wirksame Begrenzung der Arbeits- und Sozialkosten und eine Arbeitsmarktpolitik, die konsequent auf Qualifizierung, Vermittlung und schnelle Job-zu-Job-Wechsel setzt, statt Stillstand abzusichern, sagte der Arbeitgeberpräsident.

3,008 Millionen Arbeitslose

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im April im Vergleich zum Vormonat nur um 13.000 gesunken. Sie liegt aber mit 3,008 Millionen weiterhin über der Drei-Millionen-Grenze, die zu Jahresbeginn überschritten worden war. Im Vergleich zum April 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 77.000, wie die Bundesagentur weiter mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im April im Vergleich zum März unverändert bei 6,4 Prozent. Im April 2025 hatte sie bei 6,3 Prozent gelegen.

Im April 2025 war der Rückgang mit einem Minus von 36.000 Arbeitslosen deutlich größer ausgefallen, galt aber damals schon als schwach. Für die Statistik griff die Bundesagentur in diesem Jahr auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. April vorlag.

Arbeitslosengeld für über eine Million Menschen

Im April erhielten den Angaben der Nürnberger Statistiker zufolge 1,07 Millionen Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld. Das sind 93.000 mehr als vor einem Jahr. 3,826 Millionen erwerbsfähige Menschen erhielten Bürgergeld. Das sind 125.000 weniger als noch vor einem Jahr. Bürgergeld erhalten Menschen nicht nur, wenn sie gar nicht arbeiten, sondern auch dann, wenn sie ihren geringen Lohn aufstocken müssen, um das Existenzminimum zu erreichen.

Auf dem Ausbildungsmarkt sind noch immer 211.000 junge Leute ohne eine Ausbildungsstelle oder eine andere Alternative. Gleichzeitig sind bei den Arbeitsagenturen von den 380.000 gemeldeten Lehrstellen noch 217.000 unbesetzt. Häufig können die freien Stellen aber nicht besetzt werden, weil die Bewerber entweder räumlich zu weit entfernt sind oder das Qualifikationsprofil nicht erfüllen. Immerhin: Nach erfolgreicher Ausbildung ist die Übernahmequote junger Leute in den Betrieben hoch, betonte Nahles.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   8 9 10 11 12    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.721     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.04.2026 13:26 UBS belässt Alphabet-A-Aktie auf 'Neutral' - Ziel 375 Dollar
30.04.2026 13:25 ROUNDUP 2: BASF-Chef: Ludwigshafen zentral für Zukunft des ...
30.04.2026 13:22 Gewichtssenker-Hersteller Lilly erhöht nach überraschend g...
30.04.2026 13:18 EQS-Stimmrechte: Brenntag SE (deutsch)
30.04.2026 13:17 RBC belässt ING auf 'Sector Perform' - Ziel 27 Euro
30.04.2026 13:13 VW-Gewinn bricht ein - Rüstung und China-Autos sollen helfen
30.04.2026 13:13 RBC belässt Volkswagen auf 'Outperform' - Ziel 131 Euro
30.04.2026 13:12 Britische Notenbank belässt Leitzins bei 3,75 Prozent
30.04.2026 13:11 Freedom of Speech Award für Hongkonger Verleger Jimmy Lai
30.04.2026 13:11 Jefferies belässt Atoss Software auf 'Buy' - Ziel 140 Euro
30.04.2026 13:10 Berenberg belässt Adidas auf 'Hold' - Ziel 190 Euro
30.04.2026 13:09 RBC belässt Stellantis auf 'Sector Perform' - Ziel 7 Euro
30.04.2026 13:09 Medwedew nennt Zahl neuer russischer Frontsoldaten
30.04.2026 13:08 Goldman hebt Ziel für Volvo B auf 396 Kronen - 'Buy'
30.04.2026 13:07 Original-Research: Cardiol Therapeutics Inc (von First Berli...
30.04.2026 13:06 UBS belässt Amazon auf 'Buy' - Ziel 304 Dollar
30.04.2026 13:05 Goldman hebt Ziel für DWS auf 65 Euro - 'Neutral'
30.04.2026 13:05 IRW-News: Antimony Resources Corp. : Antimony Resources Corp...
30.04.2026 13:04 Goldman hebt Ziel für ABB auf 72 Franken - 'Neutral'
30.04.2026 13:04 UBS belässt Meta auf 'Buy' - Ziel 908 Dollar
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
30.04.2026

VIRGIN MONEY UK PLC
Geschäftsbericht

SIMM TECH
Geschäftsbericht

KEYSTONE POSITIVE CHANGE INVESTMENT TRUST PLC
Geschäftsbericht

INTERNATIONAL BANCSHARES CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services