Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
30.04.2026 07:20

ROUNDUP 3/Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschland

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA prüfen nach Aussage von Präsident Donald Trump eine mögliche Reduzierung ihrer Truppen in Deutschland. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die Ankündigung folgt auf Trumps deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. "Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!", hatte Trump am Dienstag auf Truth Social mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden geschrieben. Es sei kein Wunder, "dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!". Er warf dem Kanzler vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Damals hatte er einige Monate vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus angekündigt, er wolle 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Mehrere Tausend davon sollten innerhalb von Europa verlegt werden, andere in die USA zurückkehren. Trump beschrieb das Vorhaben damals als Strafe für die aus seiner Sicht zu geringen deutschen Militärausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte die Pläne dann nach seinem Amtsantritt.

Tausende Arbeitsplätze hängen an US-Stützpunkten

Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert - davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.

Die US-Truppen galten in der Zeit des Kalten Krieges als Sicherheitsgarant für die Bundesrepublik und sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Regionen rund um die Stützpunkte geworden. Tausende Ortskräfte werden vom US-Militär beschäftigt, daneben hängen vor allem in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern Tausende weitere Arbeitsplätze von den US-Truppen ab.

Allein der riesige Luftwaffenstützpunkt Ramstein bei Kaiserslautern mit der größten US-Militärgemeinde außerhalb der Vereinigten Staaten generiert Schätzungen zufolge jedes Jahr Hunderte Millionen Euro an Löhnen, Gehältern, Mieten und Aufträgen in der regionalen Wirtschaft. Nahe dem Stützpunkt entsteht zurzeit das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der USA.

Dutzende große US-Militärstützpunkte in Europa

In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte, die bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner - etwa im Nahen Osten - von enormer Bedeutung sind. Sie dienen der Stationierung von Truppen, Waffen, Schiffen und Flugzeugen, Drohnen werden von dort aus gesteuert und auch Verletzte versorgt. In Deutschland gibt es neben dem den Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz etwa das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart.

Der US-Kongress beschloss Ende 2025 einen Sicherheitsmechanismus, demzufolge die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen darf. Danach müssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.

Merz berichtete über angebliche Zusage Trumps

Noch im März hatte Trump dem Bundeskanzler nach dessen Angaben zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollten. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", sagte der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit Trump.

Angesichts der kritischen Grundhaltung Trumps gegenüber den Europäern als langjährigen Verbündeten war zuvor spekuliert worden, dass der Präsident US-Soldaten auch aus Deutschland abziehen könnte. Ob Trump zusagte, dass das US-Kontingent auch in voller Truppenstärke erhalten bleibe, sagte Merz nicht.

Im Sommer vergangenen Jahres - bei einem früheren Besuch des Kanzlers in Washington - machte Trump Deutschland Hoffnung, die Zahl der dort stationierten US-Soldaten nicht zu reduzieren. Auf die Frage einer Reporterin, ob er die US-Truppen in Deutschland belassen werde, sagte er: "Ja, wir werden darüber reden." Wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten dort haben wolle, sei er dazu bereit. "Ja, das werden wir tun. Das ist kein Problem."

Wie es um das Verhältnis von Merz und Trump bestellt ist

Nimmt man Trumps jüngste Äußerungen zum Maßstab, scheint das persönliche Verhältnis zu Merz an einem Tiefpunkt angelangt zu sein. Merz trat diesem Eindruck am Mittwoch entgegen. "Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist - jedenfalls aus meiner Sicht - unverändert gut", sagte er. "Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander."

Warum Merz die US-Regierung kritisierte

Über Monate pflegten der Bundeskanzler und der US-Präsident ein recht gutes Verhältnis zueinander. Zuletzt stimmte Merz allerdings einen neuen Ton an und kritisierte die Regierung in Washington öffentlich. So warf er ihr vor, keine Exit-Strategie für den Iran-Krieg zu haben. "Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben", sagte er bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland.

"Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen", sagte der Bundeskanzler weiter. Die Amerikaner seien im Iran "ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen". Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. "Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln - oder eben sehr geschickt nicht verhandeln", sagte Merz. "Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung."

Trump ist auch auf andere Europäer nicht gut zu sprechen

Merz ist nicht der erste Spitzenpolitiker in Europa, den Trump massiv attackiert. So sind auch der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron bei dem Republikaner in Ungnade gefallen. Zuletzt krachte es nach der Kritik des US-Präsidenten am Papst sogar zwischen ihm und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni./fsp/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   25 26 27 28 29    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.727     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.04.2026 07:39 Bernstein belässt Traton auf 'Market-Perform' - Ziel 35 Euro
30.04.2026 07:36 Kanadische Polizei: Eskorte für Infantino abgelehnt
30.04.2026 07:35 EQS-Adhoc: Marley Spoon Group SE: Loss of half of the share ...
30.04.2026 07:35 dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Verluste erwartet
30.04.2026 07:33 EQS-News: Erste Group konsolidiert Erste Bank Polska und fü...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Fielmann-Gruppe erzielt 2025 Rekordergebnisse, bau...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Delivery Hero beschleunigt GMV-Wachstum in Q1, ang...
30.04.2026 07:33 EQS-News: SURTECO GROUP SE: Guter Start in das Geschäftsjah...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Befesa erzielt solides Q1 mit bereinigtem EBITDA v...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Baader Bank erzielt robustes Q1-Ergebnis vor Steue...
30.04.2026 07:33
30.04.2026 07:33 EQS-News: Evotec erhält Fördermittel zur Weiterentwicklung...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Circus beschleunigt US-Markteintritt - Übernahme ...
30.04.2026 07:32 EQS-News: TAKKT AG: Jahresauftakt bei TAKKT den Erwartungen ...
30.04.2026 07:32 EQS-News: Wendepunkt dank stark steigender Optoelektronik-Na...
30.04.2026 07:30 Spezialchemiekonzern Alzchem verdient zum Jahresauftakt mehr
30.04.2026 07:30 EQS-News: HERMLE 2025 in schwierigem Umfeld gut behauptet: A...
30.04.2026 07:26 Auftragslage bei Kion fällt überraschend stark aus - Jahre...
30.04.2026 07:24 RBC belässt Meta auf 'Outperform' - Ziel 810 Dollar
30.04.2026 07:20 ROUNDUP 3/Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschl...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
30.04.2026

VIRGIN MONEY UK PLC
Geschäftsbericht

SIMM TECH
Geschäftsbericht

KEYSTONE POSITIVE CHANGE INVESTMENT TRUST PLC
Geschäftsbericht

INTERNATIONAL BANCSHARES CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services