Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
29.04.2026 11:47

ROUNDUP: Gesundheits-Sparpaket auf dem Weg - Reicht der Puffer?

BERLIN (dpa-AFX) - Patientinnen und Patienten müssen sich auf höhere Zuzahlungen und einige Abstriche einstellen, um Beitragsanhebungen der gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr zu verhindern. Das Bundeskabinett brachte Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf den Weg, die dazu auch Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmaherstellern vorsehen. Nach letzten Änderungen soll der "Puffer" gegen höhere Beiträge kleiner ausfallen als zuerst geplant. Die Kassen protestieren gegen Kürzungen von Steuermitteln.

Warken sagte im Deutschlandfunk: "Wir werden mit diesem Vorschlag die Lücke schließen, die nötig ist zu schließen, und damit die Beiträge auch stabil halten." Es sei "ein ausgewogenes Paket", betonte sie im ZDF. Grundlage dafür waren Empfehlungen, die eine Expertenkommission vor vier Wochen vorgelegt hatte.

Von der Opposition kommt scharfe Kritik. Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das ist keine Beitragssatzstabilisierung, das ist Beitragssatzeskalation mit Ansage."

Das Ministerium erläutert in der Vorlage fürs Kabinett, zukünftig sei ein effizienter und zielgerichteter Einsatz der Beitragsmittel zwingend erforderlich. Die in den vergangenen fünf bis sieben Jahren sehr hohen Vergütungssteigerungen in allen Bereichen des Gesundheitswesens würden auf ein Maß begrenzt, das den Lohnzuwächsen der Gesamtwirtschaft entspreche. Kernpunkte im Überblick:

Die Einsparungen

Warken will die Kassen mit dem "Beitragssatzstabilisierungsgesetz" nun im nächsten Jahr um 16,3 Milliarden Euro entlasten. Das ist mehr als die erwartete Lücke von 15,3 Milliarden Euro und soll erneute Anhebungen der Zusatzbeiträge verhindern. Zunächst waren aber noch Einsparungen von 19,6 Milliarden Euro vorgesehen. Und der kleinere Puffer würde sich dann auch in den Folgejahren bemerkbar machen: War ursprünglich angepeilt, die Lücken bis 2030 schließen zu können, würde dies nun 2029 und 2030 absehbar nicht mehr erreicht.

Die Sparbeiträge

Der größte Teil der Entlastungen soll 2027 mit 11,2 Milliarden Euro oder rund 69 Prozent aus Vergütungsbegrenzen und Einsparungen bei Praxen, Kliniken und Herstellern kommen. Die Patienten sollen 2,5 Milliarden Euro oder 15 Prozent beisteuern - zuvor waren 3,8 Milliarden Euro oder 19 Prozent vorgesehen. Die Arbeitgeber sollen 3,1 Milliarden Euro oder 19 Prozent der Sparsumme tragen, die Kassenmitglieder 1,2 Milliarden Euro oder 7 Prozent. Der Bund würde 2027 unter dem Strich keine Entlastung leisten, sondern 1,8 Milliarden Euro für sich sichern. Ab 2030 soll von Bundesseite dann eine leichte Entlastung eintreten.

Was für Versicherte in Sicht kommt

* Seit 22 Jahren geltende Zuzahlungen von mindestens 5 und höchstens 10 Euro sollen auf 7,50 bis 15 Euro angehoben und dann auch jährlich angepasst werden - etwa fürs Abholen verschriebener Medikamente in der Apotheke.

* Homöopathische Leistungen sollen nicht mehr auf Kassenkosten zu haben sein. Die alle zwei Jahre mögliche Hautkrebs-Vorsorge für alle Erwachsenen auch ohne Symptome soll überprüft werden. Festzuschüsse für Zahnersatz sollen um 10 Prozentpunkte gesenkt werden, Härtefallregeln bleiben aber.

* Um Gutverdiener stärker heranzuziehen, soll die

Beitragsbemessungsgrenze 2027 zusätzlich um 300 Euro angehoben werden. Aktuell liegt die Grenze, die ohnehin jährlich erhöht wird, bei 5.812,50 Euro. Bis zu dieser Schwelle des Monatsgehalts sind Beiträge fällig, vom darüber liegenden Gehalt nicht mehr.

* Die kostenlose Mitversicherung soll beschränkt werden. Bleiben soll sie für Kinder, Eltern von Kindern bis zum siebten Geburtstag und von Kindern mit Behinderungen sowie Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen und im Regel-Rentenalter. Ab 2028 sollen andere Kassenmitglieder mit mitversicherten Gatten 2,5 Prozent ihres Einkommens als Zuschlag zahlen, zunächst waren 3,5 Prozent geplant.

* Eine zunächst vorgesehene pauschale Senkung des Krankengelds, das man nach mehrwöchiger Krankheit bekommen kann, soll jetzt doch nicht kommen.

* Um unnötige Operationen zu vermeiden, soll vor bestimmten Eingriffen erst eine zweite Meinung eines anderen Arztes oder einer anderen Ärztin eingeholt werden müssen - etwa bei künstlichen Kniegelenken.

* Angesichts hoher Fehlzeiten im Job soll bei langwierigeren Erkrankungen eine Teilkrankschreibung ermöglicht werden, wenn Beschäftigte und Arbeitgeber es möchten - in Stufen von 25, 50 und 75 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit.

Andere Bausteine

Bei Ärztinnen und Ärzten sowie bei den Kliniken sollen Vergütungsanstiege begrenzt werden. Praxen sollen für bestimmte Leistungen Zahlungen außerhalb genereller Honorarbudgets gestrichen werden. Auf Pharmahersteller soll zukommen, dass Medikamente verstärkt mit Rabattverträgen gehandelt werden. Auch bei Apotheken soll ein Rabatt erhöht werden. Bei den Kassen sollen unter anderem Verwaltungs- und Werbeausgaben begrenzt werden.

Für die Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehern, die generell gesetzlich versichert sind, soll es mehr Steuergeld aus dem Haushalt geben - zumindest etwas: zunächst 250 Millionen Euro für 2027, der Betrag soll dann Jahr für Jahr aufwachsen. Hintergrund ist, dass die vom Bund gezahlte Pauschale die Kosten nicht deckt. Laut Expertenkommission resultieren daraus aber Kassenausgaben von zwölf Milliarden Euro im Jahr, die aus dem Etat getragen werden sollten.

Zugleich sieht der Entwurf nun auch vor, dass der reguläre Bundeszuschuss an die Kassen von jährlich 14,5 Milliarden Euro zur Haushaltssanierung gekürzt werden soll - von 2027 bis 2030 auf jährlich 12,5 Milliarden Euro.

Neue Zuckerabgabe

Kommen soll 2028 dann auch eine Zuckerabgabe für gesüßte Getränke wie Limonaden und Colas - über ein separates Gesetz. Die Mehreinnahmen von 450 Millionen Euro im Jahr sollen den gesetzlichen Kassen zukommen. Ärzte und Verbraucherschützer fordern seit langem einen Aufschlag als Anreiz, um zu weniger Übergewicht und Diabetes beizutragen. Die Unionsfraktion meldete noch Vorbehalte an. "Das wird bei uns eine große Diskussion geben, das geht nicht einfach durch", sagte Haushaltsexperte Christian Haase (CDU) der "Bild"./sam/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   43 44 45 46 47    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.713     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
29.04.2026 12:12 UBS belässt Wacker Chemie auf 'Buy' - Ziel 84 Euro
29.04.2026 12:12 ROUNDUP: Hypoport legt im ersten Quartal zu - Aktie trotz Ge...
29.04.2026 12:11 AKTIE IM FOKUS 2: Adidas nach starkem Jahresauftakt mit neue...
29.04.2026 12:11 UBS belässt Symrise auf 'Buy' - Ziel 92 Euro
29.04.2026 12:10 UBS belässt Mercedes-Benz auf 'Neutral' - Ziel 57 Euro
29.04.2026 12:09 UBS belässt Fuchs SE auf 'Buy' - Ziel 44 Euro
29.04.2026 12:09 RBC belässt Coca-Cola auf 'Outperform' - Ziel 87 Dollar
29.04.2026 12:09 UBS belässt Adidas auf 'Buy' - Ziel 219 Euro
29.04.2026 12:09 Barclays belässt Relx auf 'Overweight' - Ziel 3095 Pence
29.04.2026 12:08 UBS belässt Traton auf 'Buy' - Ziel 38 Euro
29.04.2026 12:08 Jefferies belässt DWS auf 'Hold' - Ziel 51 Euro
29.04.2026 12:07 Goldman hebt Ziel für BP auf 680 Pence - 'Buy'
29.04.2026 12:07 Jefferies belässt Scout24 auf 'Buy' - Ziel 103,50 Euro
29.04.2026 12:07 UBS belässt Siltronic auf 'Neutral' - Ziel 60 Euro
29.04.2026 12:07 Goldman hebt Ziel für Coca-Cola auf 76 Dollar - 'Neutral'
29.04.2026 12:07 Barclays belässt Symrise auf 'Equal Weight' - Ziel 81 Euro
29.04.2026 12:07 Goldman senkt Ziel für T-Mobile US auf 224 Dollar - 'Buy'
29.04.2026 12:06 ROUNDUP: VW-Lkw-Tochter Traton weniger belastet als gedacht ...
29.04.2026 12:06 Goldman hebt Ziel für Visa auf 420 Dollar - 'Buy'
29.04.2026 12:06 AKTIE IM FOKUS: Hannover Rück verlieren im schwachen Sektor...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
30.04.2026

VIRGIN MONEY UK PLC
Geschäftsbericht

SIMM TECH
Geschäftsbericht

KEYSTONE POSITIVE CHANGE INVESTMENT TRUST PLC
Geschäftsbericht

INTERNATIONAL BANCSHARES CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services